Alles halb so schwer

Objekttüren sind aus Holz, aus Stahl und Glas, verhindern oder gewähren den Zugang zumeist in öffentlichen Gebäuden, bieten allgemein Sicherheit oder auch ganz speziell Schall-, Brand oder Strahlenschutz. Und: sie sind oft ziemlich schwer, also auch nur mit einiger Mühe anzubringen.


Zur deutlichen Arbeitserleichterung beim Einbau von Objekttüren hat Thomas Krumpen (47), Inhaber eines Schreinerei- und Metallbaubetriebs in Regensburg, das portamobil entwickelt: eine Transport- und Montagelösung, mit deren Hilfe man, so Krumpen, Türblätter in halber Zeit und auch mit dem halben Kraftaufwand einbauen kann. Die Erfindung wurde auf der Internationalen Handwerksmesse 2009 in München mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet.

Die Idee hatte Krumpen im Jahr 2007. Die grundsätzliche Überlegung war, den hohen Zeit- und damit auch Kostenaufwand bei der Montage von schweren Objekttüren zu senken. Obendrein brachte der Transport per Hand eine zu hohe Beschädigungsrate mit sich. Aber nicht nur die Türen sollten geschont werden, sondern vor allem die Handwerker: „Objekttüren in größeren Mengen zu schleppen – das ist ein richtiger Knochenjob“, weiß Krumpen. „Auf Dauer kann man seine Mitarbeiter mit solch einer Arbeit regelrecht verschleißen. Also habe ich überlegt, wie ich den Arbeitsablauf verbessern kann.“

Der erste Prototyp des portamobils bestand aus einem Transportgestell aus Standardstahlprofilen. Es wurde zur Höheneinstellung mit einer einfachen Ratsche bedient. Um für einen sicheren Halt der Tür zu sorgen, experimentierte Thomas Krumpen mit Vakuumsaugnäpfen und fügte elektrisch gesteuerte Einstellmechanismen mitsamt einem Akkusystem hinzu – so lange, bis sich die Türen mit nur wenigen Handgriffen effektiv über die Baustelle manövrieren und mithilfe des portamobils auch gleich montieren ließen. Heraus kam ein wendiges Fahrgestell mit höhenverstellbarem Rahmen und Gasfeder für eine stufenlos einstellbare Neigung. Ein Gegengewicht fährt automatisch ein und sorgt so für eine minimale Fahrspurbreite. Mit wenigen Handgriffen lässt sich das Türblatt aufladen und für den Transport fixieren. Für die Fixierung sorgt ein Vakuumhaltesystem mit tiefen- und seitenverstellbaren Saugern. Das Transport- und Montagegerät wiegt 38 kg und ist belastbar bis 250 kg.

Ein Handwerker alleine montiert mit dem portamobil Türblätter bis etwa 100 kg schneller und sicherer als früher zwei Handwerker gemeinsam. Das Türblatt kann bei Verwendung des portamobils auch in beengten Situationen beschädigungsfrei transportiert werden. Für die Montage der Tür muss lediglich die richtige Höhe mit dem großen Handrad eingestellt werden; nach der Feineinstellung für die exakt senkrechte Positionierung können die Bänder dann exakt in einem Zug in die Zarge eingefädelt werden.

www.portamobil.com
„Objekttüren in größeren Mengen zu schleppen – das ist ein richtiger Knochenjob“

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