Feuchte Wände und Mauern sanieren

Mit Sanierputzen lassen sich feuchtebelastete Wandflächen und Mauerwerk sanieren. Nach dem

Auftragen sind Räume und Wände in der Regel schnell wieder nutzbar. Wichtig dabei ist die richtige

Vorbehandlung des Untergrunds. Außerdem dürfen die Putzschichten nicht zu schnell trocknen.

Bevor man die Sanierputze von Baumit an der Wand aufzieht, sind ein paar Vorarbeiten nötig. Nichthaftende Putzflächen oder Trennschichten werden durch Abschlagen bis auf den tragfähigen Untergrund beseitigt. Mauerwerksfugen werden 1,5 bis 3 cm tief ausgekratzt und mit einem Besen ausgekehrt. Die Mauerwerksfugen dabei nicht mit Wasser ausspülen.

Vorspritz an die Wand werfen

Nach der Untergrundvorbereitung durch Absperrung und Trockenlegung werden die freigelegten Wandflächen mit einem Spritzbewurf versehen, auch Vorspritz genannt. „Baumit SanierVorspritz SV 61“ wird mit einer Kelle halbdeckend an die Wand geworfen. Ein zu rasches Austrocknen vermeidet man durch Nachnässen. Nach etwa ein bis zwei Tagen ist der Vorspritz getrocknet.

Mit Besen horizontal aufrauen

Bei größeren Vertiefungen des Mauerwerks wird mehrlagig gearbeitet. Eine Mindestputzdicke 20 mm muss dabei eingehalten werden. Nach dem Vorspritz wird eine Grundputzlage mit „SanierGrundputz SG 68“ in 10 bis 15 mm Dicke mit der Kelle oder Traufel aufgetragen. Zugezogen und geebnet wird die Putzschicht mit einer H-Latte oder Kartätsche. Bei größeren, schwankenden Putzdicken wird mehrlagig gearbeitet. Dann sollte man die Oberfläche nach dem Ansteifen mit einem Besen horizontal aufrauen. Erst danach wird eine weitere Putzlage „SanierPutz SP 64 G“ aufgetragen. Wichtig ist die Trocknungszeit zwischen jeder Putzlage. Pro Millimeter Putzdicke rechnet man mit einem Tag. Außen aufgetragener Sanierputz darf nicht zu schnell austrocknen. Durch Beschatten und Nachnässen der Putzfläche wird das Austrocknen verhindert.

Mit H-Latte oder Kartätsche zuziehen

Um die Oberfläche plan zu gestalten, wird sie mit dem „SanierPutz Fein SP 64 F“ verputzt. Den Putz in einer Schichtdicke von etwa 10 mm auftragen und glätten. Beim Zuziehen der Putzschicht wieder mit einer
H-Latte oder Kartätsche arbeiten, um eine ebene Putzfläche zu erhalten. Nach leichtem Antrocknen der Putzfläche wird sie durch Filzen oder leichtes Einwaschen mit einer weichen Bürste strukturiert.

Bei der Sanierung im Gebäude wird in einem Arbeitsgang gearbeitet. Dazu „Baumit SanierPutz HIQ Top“ in einer Schichtdicke von 20 mm auftragen. Nach gegebener Zeit den Putz an der Oberfläche durch Abreiben (Filzen) strukturieren. Nach dem Durchtrocknen die Putzschicht mit einem zweimaligen Anstrich ergänzen.

Autor

Mario Filser ist Anwendungstechniker bei der Baumit GmbH in Bad Hindelang.

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