In 24 Stunden beim Kunden – PCI eröffnet hochmodernes Lieferzentrum in Hamm-Uentrop

Der Bauchemiehersteller PCI hat im Oktober gleich zwei neue Lieferzentren eröffnet. Am 17. Oktober wurde das neue, rund 4300 m2 große Lagergebäude in Hamm mit zusätzlich 4900 Palettenstellplätzen, das Platz für das gesamte Produktportfolio der PCI Gruppe bietet, eingeweiht. Zwei Tage später ging das neue Logistikzentrum in Wittenberg an den Start. Mit diesen Investitionen trägt der Hersteller nicht nur seinem stetigen Wachstum Rechnung, das nach Angaben von Marc C. Köppe, Vorsitzender der Geschäftsführung PCI Gruppe, im laufenden Geschäftsjahr deutlich über dem ebenfalls wachsenden Gesamtmarkt liege, die Erweiterungen sind auch nötig, um das westeuropäische Bauchemiegeschäft von Henkel (Marken Thomsit und Ceresit) in das Unternehmen zu integrieren. 2017 hatte PCI diese Sparten von Henkel übernommen.

Derzeit werden die Thomsit- und Ceresit-Produkte noch auf den von Henkel geleasten Anlagen in Unna hergestellt. Ab Mitte 2019 soll die Produktion dann komplett nach Hamm-Uentrop verlagert werden. Die Bauarbeiten an den dafür nötigen Produktionsanlagen sind noch im Gange. Die in Hamm neu entstehenden Arbeitsplätze sollen bevorzugt den früheren Henkel Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Unna angeboten werden.

Mit den Investitionen in den Ausbau der logistischen Einrichtungen und Produktionsanlagen will PCI vor allem seine Lieferfähigkeit stärken. Da die drei Standorte Augsburg, Hamm und Wittenberg strategisch günstig in Deutschland liegen, kann PCI seine Kunden innerhalb von 24 Stunden beliefern. Das Lieferzentrum in Hamm wurde mit einem großzügigen neuen Verladehof mit vier Lkw-Rampen ausgestattet. Über automatische Palettenförderanlagen sind die Lagerhallen in Hamm und Wittenberg mit dem bestehenden innerbetrieblichen Transportsystem verbunden. Hochmodern ist auch die eingesetzte digitale Technik bei der Steuerung der Lagerverwaltung: Diese erfolgt automatisiert über Barcodes an den Lagerplätzen und an den Produktpaletten. Auf diese Weise können die Lagerplätze hoch effizient genutzt und gleichzeitig die Lagerbestände transparent dargestellt werden.

Marc C. Köppe warnte angesichts des anhaltenden Baubooms vor einem immer stärker werdenden Fachkräftemangel. „Auf dem Bau fehlen die Leute, die die Produkte der Bauzulieferer fachgercht verarbeiten können. Das ist eine Gefahr für das Wachstum“. So wie andere Hersteller auch spüre PCI darüber hinaus einen Mangel an Frachtkapazität, was unter anderem auf die Abschaffung der Wehrpflicht zurückzuführen sei, weil weniger Menschen einen Lkw-Führerschein bei der Bundeswehr machen. Auch die steigenden Preise für die Rohstoffe von Bauprodukten beobachtet man bei PCI mit Sorge.

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