Dämmstoffhersteller treffen auf Abgeordnete des Bundestags

Vertreter der Dämmstoffbranche und Abgeordnete des Deutschen Bundestags im Gespräch
Foto: Industrieverband Hartschaum e.V.
Vertreter der Dämmstoffbranche und Abgeordnete des Deutschen Bundestags im Gespräch
Foto: Industrieverband Hartschaum e.V.
Mittelständische Hersteller von Dämmstoffen sowie Wärmedämmverbund-Systemen (WDVS) und Vertreter ihrer Verbände trafen sich am 24. Januar 2017 auf Einladung von MdB Bartholomaeus Kalb (CSU) zu einem Fachgespräch im Deutschen Bundestag. Zusammen mit den Abgeordneten Dr. Anja Weisgerber (CSU) und Volkmar Vogel (CDU) sowie Vertretern der KfW-Bank und des undeswirtschaftsministeriums wurde diskutiert, wie durch die energetische Gebäudesanierung große Mengen an Energie und CO2 eingespart werden können, um die gesteckten Klimaschutzziele zu erreichen und damit die Energiewende nicht zu gefährden.

"Sorgenkind" Sanierung im Bestand

Der Baubestand spielt bei der Energiewende eine entscheidende Rolle. Hier werden etwa 40 Prozent der gesamten produzierten Energie verbraucht. Effizient gedämmte Fassaden und Dächer tragen maßgeblich dazu bei, diesen Energieverbrauch zu verringern. Während bei Neubauten durch rechtliche Vorgaben bereits große Einsparungen erreicht wurden, ist die Sanierung des Gebäudebestands „das Sorgenkind der letzten Jahre“, wie Markus Schönborn von der KfW sagte. Dabei sei die energetische Sanierung im Bestand „ein ganz zentraler Punkt, um die Klimaschutzziele zu erreichen“, so der Finanzierungs- und Energieexperte. Daher ist der deutliche Aufwärtstrend bei der Nutzung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms sehr erfreulich. Die Bundesmittel in Höhe von mehr als 2 Milliarden Euro wurden im letzten Jahr so gut wie vollständig genutzt.

Steuerliche Anreize für energetische Sanierung


Die Teilnehmer des Fachgesprächs waren sich einig, dass steuerliche Anreize zur Steigerung der Sanierungsquote als Ergänzung zu den bestehenden KfW-Förderungen sinnvoll seien. Nur so ließe sich die für das Erreichen der Klimaschutzziele erforderliche jährliche Sanierungsquote von zwei Prozent des Gebäudebestands erreichen. Die anwesenden Abgeordneten unterstützen diese Forderung. „Wir bekennen uns zum Klimaschutz sowie zur energieeffizienten Gebäudesanierung. Wir verfolgen weiterhin die steuerliche Förderung“, sagte Anja Weisgerber über das Vorhaben.

Handwerker qualifizieren und Förderprogramme nutzen


Um Fehler in der Anwendung von Dämmstoffen und WDVS zu vermeiden, betonten sowohl die Hersteller als auch die Vertreter der Politik und der KfW die Bedeutung von Schulungen für Handwerker und Verarbeiter. Nach den großflächigen Sanierungsmaßnahmen der letzten Jahrzehnte, so MdB Volkmar Vogel, stünden nun vielerorts die Sanierung von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie kleineren Mietshäusern an.
Dabei spielen auch die attraktiven Förderprogramme, eine ansprechende Architektur sowie die hochwertige und robuste Ausführung der Fassade eine wichtige Rolle: Denn häufig ist der Handwerker vor Ort der direkte Ansprechpartner für den Bauherren und kann diesen im Idealfall über Fördermöglichkeiten informieren.