Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg mit neuen Fensterfassaden

Die Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg gilt als Ikone der modernen Nachkriegs­architektur.Die adäquate Erneuerung der Fensterfassaden der denkmalgeschützten Gebäude wurde durch den Einsatz eines Warme Kante-Abstandhalters von Swisspacer unterstützt.

Aus der Ferne ertönt manchmal Löwengebrüll oder Affengeschrei. Ganz nah beim Tiergarten, in einem Waldstück am östlichen Stadtrand, befindet sich ein wahres Kleinod für Kunststudierende: Die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg ist die älteste Kunsthochschule Deutschlands.

Sep Ruf, der als bedeutender Vertreter einer modernen Nachkriegs­architektur in Deutschland gilt, nahm 1950 an einem Wettbewerb zum Neubau der Akademie teil und ging als Gewinner aus dem Verfahren hervor. Nach seinem Entwurf entstand an der Bingstraße ein eingeschossiges Ensemble aus aufeinander folgenden Pavillons, die über offene Laubengänge miteinander verbunden sind.

Optische Leichtigkeit

Sie beinhalten Ateliers, Werkstätten und zentrale Einrichtungen wie Bibliothek, Mensa oder Verwaltung. Die Pavillons ordnen sich jeweils um begrünte Innenhöfe und Freiflächen an, die von den Studentinnen und Studenten ebenfalls für die künstlerische Arbeit genutzt werden können. Jedes der Gebäude gibt den Blick auf den umgebenden Wald und die Grünflächen auf dem Gelände so großzügig frei, dass die Übergänge zwischen Innen- und Außenraum miteinander verschmelzen. Die optische Leichtigkeit, minimale Konstruktionen, raumhoch verglaste Wände und schlanke Dächer sind charakteristisch für die Bauten, die 1988 unter Denkmalschutz gestellt wurden.

Im Laufe der Jahre bereiteten jedoch unter anderem die großen Fensterflächen Schwierigkeiten. Insbesondere in den Wintermonaten sorgten sie für ein ungemütliches Raumklima und einen sehr hohen Energieaufwand beim Heizen. In einem ersten Schritt wurde im vergangenen Jahr die notwendige Sanierung des Pavillon 1 erfolgreich abgeschlossen.

Fassadensanierung und Denkmalschutz

Im Zuge der Arbeiten, die unter anderem eine Modernisierung der gesamten Gebäudetechnik umfassten, wurden auch die Stahl-Glas-Fassaden erneuert. An den Innenhoffassaden erfolgte ein Austausch der Einfach­verglasung. An ihre Stelle trat eine Zweischeiben-Isolierverglasung. „Unsere Zielsetzung war die energetische Verbesserung der Gebäudehülle unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes“, erklärt Swantje Schröder,  Abteilungsleiterin beim Staatlichen Bauamt Erlangen-Nürnberg. „Dazu sollten die neuen Fassaden in ihren Abmessungen und Profildimensionen den Bestandsfenstern entsprechen. Dies war die Voraussetzung für den Austausch der Fassaden am denkmalgeschützten Gebäude.“

Damit die Bautiefe der Originalelemente – die 80 mm betrug – erreicht werden konnte, war ein großer Scheibenabstand und damit ein ungewöhnlich dimensionierter Warme Kante-Abstandhalter für die maßgefertigten Fassadenelemente erforderlich. 36 mm breit und weiß sollte er sein.

Hohes Maß an Ästhetik

Die Recherche nach einem geeigneten Produkt führte die Planer schließlich zum Schweizer Hersteller Swisspacer: Dessen Warme Kante-Abstandhalter Swisspacer „Ultimate“ ist auch in der geforderten Breite von 36 mm erhältlich. Er sorgt für ein hohes Maß an Ästhetik und sichert eine hervorragende Wärmedämmung im Übergangsbereich vom Glas zum Rahmen. Ein wichtiger Pluspunkt ist seine besonders geringe Wärmeleitfähigkeit. Durch den Einsatz der passivhauszertifizierten Komponente kann das gewünschte einheitliche Erscheinungsbild erhalten werden.

Das Saint-Gobain Glassolutions Objekt-Center in Radeburg hat die Glasfassadenelemente unter Verwendung des hoch effizienten Warme Kante-Abstandhalters passgenau hergestellt. Die Anmutung der Bauten bleibt unverfälscht erhalten und dem Gebäude ist eine optimierte Wärmedämmung und damit eine langfristige Energiekosteneinsparung sicher. Die Überarbeitung weiterer Gebäude auf dem Gelände wird seit diesem Jahr geplant.

Autorin

Janina Ludwig ist  PR- & Kommunikationsmanagerin bei Swisspacer am Standort Kreuzlingen in der Schweiz.

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