Ausgezeichnet Deutscher Holzbaupreis 2009: Fünf Bauwerke prämiert

Der Bund Deutscher Zimmermeister (BDZ) kürte am 19. Mai auf der LIGNA in Hannover aus über 200 Einsendungen die fünf Preisträger des Deutschen Holzbaupreises 2009. Außer dem nach zahlreichen Medienberichten praktisch „gesetzten“ Siebengeschosser in Berlin wurde weiterhin ein statisch bemerkenswertes Einfamilienhaus in Hamburg und ein Stallgebäude in Thankirchen ausgezeichnet. Die beiden weiteren Preise gingen an eine herausragende Sanierung und ein Forschungsprojekt – hier erschien der Jury die Aufstockung einer Schule in Karlsruhe sowie der Passivhaus-Prototyp eines Studententeams der TU Darmstadt preiswürdig.

Der Deutsche Holzbaupreis gilt als die wichtigste Auszeichnung für Gebäude aus Holz in Deutschland. Ullrich Huth, BDZ-Vorsitzender im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, erklärte, dass der Deutsche Holzbaupreis 2009 erneut eindrucksvoll dargestellt habe, was mit Holz als Baustoff heute möglich sei. „Alle Wettbewerbsteilnehmer haben gezeigt, dass sie sich mit Holz als Baustoff verstehen. Das tut unserer Branche gut und kommt auch dem Klima zugute.“ Erstmals hatte der BDZ einen Preis in der Kategorie „Bauen im Bestand“ ausgelobt. Ziel ist es, dadurch das Können und die Kompetenz der Holzbaubranche auch bei anspruchsvollen Sanierungen aufzuzeigen.

Die Preisverleihung in der Halle 17 der Messe Hannover nahmen der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander sowie Georg Schirmbeck, Mitglied des Deutschen Bundestages und Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, vor. Geehrt wurden Bauherren, Architekten, Tragwerksplaner und Holzbaubetriebe als „Urheber“ der ausgezeichneten Beiträge. Mitauslober des Holzbaupreises sind die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, der Holzabsatzfonds, die Deutsche Messe AG, die Studiengemeinschaft Holzleimbau e.V., der Verband der Deutschen Holzwerk-stoffindustrie e.V. und der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure.

 

Die Preisträger

 

Der Deutsche Holzbaupreis wird in diesem Jahr an fünf Bauwerke vergeben, die ganz unterschiedliche Konzepte im Umgang mit dem Baustoff Holz aufweisen. In der Kategorie Neubau wurde das bundesweit erste siebengeschossige Holzwohnhaus in Berlin, ein ungewöhnliches Einfamilienhaus in Hamburg und ein Stallgebäude in Thankirchen ausgezeichnet. Besonders dem in Berlin entstandenen mehrgeschossigen Gebäude der Architekten Kaden Klingbeil kommt nach Meinung der Jury „über den lokalen Kontext hinaus eine richtungsweisende Bedeutung für den Holzbau zu“. Der Errichtung mehrgeschossiger Wohn- und Verwaltungsgebäude in Holzbauweise wird mittlerweile nämlich nicht nur von der Jury ein besonderes Zukunftspotenzial zugeschrieben.

Die Sanierung und Aufstockung einer Schule in Karlsruhe von Assem Architekten sah die Jury hingegen als gelungenen Beitrag für das heute allgegenwärtige Thema Bauen im Bestand: „Klarheit, Elemente, Farben und Materialität werden Ausdruck eines Bauwerks, das sich vorbildlich in die bestehende Substanz einfügt.“

Erneut würdigt der Deutsche Holzbaupreis in der Kategorie „Komponenten und Konzepte“ auch diejenigen, die sich in Forschung und Entwicklung mit dem Baustoff Holz beschäftigen. Der bereits beim amerikanischen Hochschulwettbewerb „Solar Decathlon“ erstplatzierte Passivhaus-Prototyp eines Studententeams der TU Darmstadt konnte hier die Jury überzeugen. Sie honorierte „den vorbildlichen Beitrag, der in seiner hölzernen Gesamtsicht Material, Ziele für zukünftiges Bauen und ästhetische Wirkung beispielhaft ineinander greifen lässt.“

Das vollständige Ergebnis dokumentiert der BDZ auf seiner Homepage www.bdz-holzbau.de.

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