Dick eingepackt

Acht Mehrfamilienhäuser, Ende der 1960er-Jahre erbaut, bilden den Kern der Grotenkampsiedlung im Süden Dortmunds. Bei der energetischen Sanierung des Quartiers entschied sich der Eigentümer, die GWG Hombruch-Barop eG aus Dortmund, für eine mineralische Dämmung aus Steinwolle.

Die Modernisierung wurde in vier Bauabschnitte unterteilt, denn das Aufgabenheft der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft war gut gefüllt: Die Fassaden der acht Dortmunder Mehrfamilienhäuser sollten neu gedämmt, modern gestaltet und mit Balkonen ausgestattet werden. Neue Fenster mit Dreifach-Verglasung sollten eingebaut, die Dachdämmung und -eindeckung erneuert sowie zusätzlich die Dachgauben erweitert und bekleidet werden.

Nicht nur optisch aufgewertet

„Soweit es möglich war, haben wir auf mineralische Baustoffe gesetzt. So statteten die Handwerker zum Beispiel alle Fassaden mit einem vollmineralischen WDVS aus. Das hat mehrere Gründe: Zum einen leistet die nichtbrennbare Steinwolle als Dämmkern einen wichtigen Beitrag zum vorbeugenden baulichen Brandschutz. Zum anderen wollten wir bewusst – das gilt auch für die Schrägdachmodernisierung und die Keller­deckendämmung – diffusionsoffene Dämmstoffe einsetzen, um die nach wie vor gute Bausubstanz weiterhin zu schützen und langfristig aufzuwerten. Speziell an der Fassade sorgt der schwerere mineralische Putz für ein zusätzliches Plus an Schallschutz“, erläutert Dirk Scheffler, der für die Modernisierung verantwortliche Architekt bei der GWG Hombruch-Barop eG.

Vom Keller bis zur Gaube

Die Außenwände der Häuser in der Grotenkampsiedlung bestehen aus 300 mm dicken Hohlraumziegeln und erhielten im Zuge der Modernisierung durchgängig eine 160 mm dicke Dämmung mit der „Speedrock II“ Putzträgerlamelle von Rockwool. Ganze 240 mm hoch wärmedämmende Steinwolle schützen das Schrägdach: Zusätzlich zu einer 140 mm dicken Zwischensparrendämmung („Klemmrock 035“) wurde auf den Sparren mit 100 mm starken „Masterrock 035“-Platten gedämmt. Die Gauben erhielten eine Außendämmung mit jeweils 140 mm dieses Materials. Gegen Wärmeverluste von unten schützt eine 60 mm dicke Kellerdeckendämmung („Rockfon Facett“) aus ebenfalls nichtbrennbarer Steinwolle.

Autor

Dipl.-Ing. Bauingenieur Markus Schröder leitet das Produktmanagement WDVS und vorgehängte hinterlüftete Fassaden bei der Deutschen Rockwool in Gelsenkirchen.
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