Ein Hauch von Maserati

Das Highlight des Iveco Daily Transporters ist das Hi-Matic-Getriebe: Laut Iveco entscheiden sich ein Viertel aller Käufer für dieses vollautomatische 8-Gang-Wandlergetriebe. Es ist zwar teuerer, dafür ist das Fahren damit aber auch komfortabler und macht mehr Spaß.

Unser Testwagen ist ein Daily mit langem Radstand (4100 mm), der von einem 3-Liter-Diesel mit 150 kW angetrieben wird. Die zulässige Gesamtmasse des Transports beträgt 3,5 Tonnen, eine Testladung mit einem Gewicht von rund 450 kg sorgt für ein alltagsnahes Fahren. Ein Entwicklungsziel beim neuen Daily war die Steigerung des Komforts: Das Design der Bedienelemente ist angenehm ergonomisch und das Fahrgefühl unter allen Beladungs­zu­­ständen ausgezeichnet. Da passt das Hi-Matic-Ge­triebe bestens ins Bild: Damit bringt Iveco die Ausstattung eines Luxus­wagens in die Transporterklasse. Denn die 8-Gang-Wandlerautomatik kommt auch in Nobelkarossen wie dem BMW 520d oder dem Maserati Quattroporte zum Einsatz. Für den Iveco Daily wurde es freilich modifiziert und verstärkt, um den höheren Lasten gerecht zu werden.

Sanftes Anfahren, rasant schnelle Gangwechsel

Wie ein Maserati fährt sich unser Daily zwar nicht, trotz des Motordrehmoments von 470 Nm, aber in Sachen Komfort kommt der Transporter den Luxus-Limousinen schon sehr nah. Das Anfahren fühlt sich fast so sanft an, wie in einem Elektrofahrzeug und beim Beschleunigen passieren die Gangwechsel so weich und schnell, dass man kaum etwas davon bemerkt. Tatsächlich benötigt das Getriebe nur 200 Milisekunden, um den nächsten Gang einzulegen.

Eco-Modus senkt Krafstoffverbrauch

Positiv dabei ist nicht nur der Fahrkomfort: Weil der Triebstrang geschont wird, reduzieren sich auch die Wartungskosten, und der Diesel-Verbrauch sinkt. Noch spritsparender fährt man, wenn man den Eco-Modus auswählt: Dazu wird der Schalthebel kurz nach rechts gedrückt, und schon schaltet der Iveco Daily früher in den nächsthöheren Gang und hält den Motor im effizientesten Betriebsbereich. Überzeugend ist das Getriebe auch beim Rangieren. Das Hin- und Herwechseln von Vorwärts- in den Rückwärtsgang geht beim Hi-Matic sehr schnell. Dazu den Schalthebel kurz nach oben drücken, schon ist der Rückwärtsgang drin. Wieder nach unten ziehen, und man wechselt wieder in den Vorwärtsgang. Die Parkposition wird über einen separaten Knopf am Hebel betätigt, stört also nicht beim Hin- und Herschalten.

Hi-Matic-Getriebe ist wirtschaftlicher

Das Fahren mit dem Hi-Matic-Getriebe ist eine wahre Freude. Getrübt wird diese zwar durch die Mehrkosten von rund 3 900 Euro für das 8-Gang-Wandlergetriebe, doch wer das Geld aufbringen kann, sollte sich tatsächlich für die Hi-Matic-Variante entscheiden – es macht mehr Spaß, ist komfortabler und wirtschaftlicher als ein manuelles Getriebe.

Autor
Dipl.-Ing. Olaf Meier studierte Maschinenbau und arbeitet seit 2001 als freier Fachjournalist. Er lebt in Mönchengladbach und schreibt unter anderem als Autor für die Zeitschrift bauhandwerk.
x

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 2010-11

Akku-Bohrschrauber mit Automatik-Getriebe

Der Akku-Bohrschrauber CDA 1802 aus der 18 Volt-Klasse von Ryobi ist mit einem intelligenten 2-Gang-Automatikgetriebe ausgestattet. Die Autoshift-Technik wählt abhängig von der Drehzahl und dem...

mehr
Ausgabe 2009-1-2

Montage-Mobil Der Fiat Ducato mit Sortimo-Inneneinrichtung im Praxistest

Unser Testfahrzeug ist ein Fiat Ducato Großraum-Kastenwagen, der zu unserem Vergnügen mit dem stärksten Motor ausgestattet ist – dem 116 kW leistenden 160 Multijet Power. Dieser Turbodiesel...

mehr
Ausgabe 2016-04

Ausgezeichnete 4-Gang-Schaltung

Die 4-Gang-Schaltung für den Akku-Bohrschrauber ASCM wurde mit dem Innovationspreis Ostwürttemberg in der Kategorie Patente ausgezeichnet. Anders als bei einer starren seriellen Betätigung kann der...

mehr
Ausgabe 2017-10

Kompakt und kraftvoll

Die neuen kabellosen Dreigang-Bohrschrauber der LTX-Klasse haben ein Getriebe mit einem dritten Gang für hohe Drehzahlen bis zu 3800 U/min und sind mit der zweiten Generation bürstenloser Motoren...

mehr
Ausgabe 2019-7-8

Mehr Schub für die Karre

Mit der 18 V Akku-Schubkarre „DCU180“ lassen sich bis zu 130 kg schwere Lasten mit elektrischer Unterstützung transportieren. Makita bietet dazu eine Transportwanne (131 x 82 x 90 cm) oder einen...

mehr