Hightech-Fenster fürs Pflegeheim

Im Zentrum von Regensburg entstand vor kurzem ein Seniorenpflegeheim, das höchste Ansprüche
an ein zeitgemäßes Bauen erfüllt. Wesentlichen Anteil an der Wertigkeit des Neubaus hatte dabei die
korrekte Montage der modernen Kunststofffenster von Hoco.

Der Neubau ist nur etwa einen Kilometer vom Regensburger Dom entfernt und bietet pflegebedürftigen Menschen, die seit jeher ihren Lebensmittelpunkt in Regensburg hatten, ein neues Zuhause in gewohnter Umgebung und direkter Nachbarschaft zu einem großen Krankenhaus und einem mehrstöckigen Facharztzentrum.

„Wir wollen unseren Bewohnern schließlich ein schönes Zuhause bieten“, sagt BRK- Hauptgeschäftsführer Sepp Zenger. Zur Umsetzung dieses Wohlfühlkonzeptes konzipierte man kleingliedrige Wohngruppen, die ein familiäres Beisammensein ermöglichen und weniger an ein Pflegeheim erinnern sollen. Dieses wurde in einer U-Form errichtet, um Platz für einen großzügig begrünten Innenhof zu schaffen, in dem sich Bewohner und Besucher gerne aufhalten und erholen können. Jede Etage verfügt zudem über einen großen, überdachten Balkon.

 

Fenster für zeitgemäßes Bauen

Für die Wohnsituation der Heimbewohner achteten die Bauherren auf helle Räume mit bestmöglichem Lichteinfall. Dafür kam der Wahl der Fenster eine große Bedeutung zu. Aufgrund ihrer sehr geringen Ansichtsbreiten von Rahmen und Flügel fiel die Wahl auf die Kunststofffenster H 260 von Hoco. Diese boten sich wegen des so gewährleisteten optimalen Lichteinfalls in die Räume besonders an, erklärt Helmut Stranzinger von der SH GmbH & Co. Projektentwicklungs KG. Zudem verfüge das Fenstersystem über weitere Eigenschaften bezüglich Schallschutz, Energieeffizienz und Wohngesundheit, die es für den Einsatz in einem Pflegeheim interessant machen.

Wegen hoher Anforderungen an den Brandschutz habe man das Pflegeheim in Ziegelbauweise errichtet, erläutert Stranzinger. Bei der Auswahl der Baustoffe und der Haustechnik wurde zudem viel Wert auf Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Wohngesundheit gelegt – Anforderungen, welche die H 260-Fenster erfüllen. Hervorragende Wärmedämmwerte von Uw= 1,3 W/m2K zeichnen die Fenster dank eines Sechs-Kammersystems in den Profilen bereits mit einer Zweifach-Standardverglasung aus. Drei Dichtungsebenen schützen die Bewohner zusätzlich gegen Kälte und Lärm. Ein weiterer Vorteil: Wie alle Fenstersysteme des Herstellers ist auch das H 260 sehr pflegeleicht. Das Abwaschen der äußeren und inneren Profile mit normalen Reinigungsmitteln genügt. Beschlagsystem und Dichtung bedürfen ebenfalls nur geringer Pflege, um ihre Gebrauchstauglichkeit auf Jahre zu erhalten.  


Sorgfältige Montage nach RAL-Richtlinien

Ein Handwerksbetrieb aus der Region, der die Produktion der Fenster bei Hoco in Auftrag gegeben hatte, baute in dem Regensburger Pflegeheim insgesamt 205 H-260-Fenster ein. Hinzu kamen zwei Brandschutzfenster und sechs Drehtüren. Zum Standardlieferumfang gehört bei den H-260-Fenstern ein Flügelheber, der das Schließen auch schwerer Balkontüren erleichtert und deren dauerhafte Funktion gewährleistet. Und auch das teilweise extremen Gewicht moderner Fenster beziehungsweise Fenstertüren, deren Energieeffizienz oft mit einer Dreischeibenverglasung erreicht wird, ist es, was die Montage für die Handwerker zur echten Herausforderung macht. Weil Hoco aber bereits mit einer Zweifachverglasung sehr gute Wärmedämmwerte erreicht, fallen die Flügelgewichte mit knapp 24 kg im Vergleich mit anderen Fenstersystemen relativ gering aus. Um den Monteuren die Arbeit zu erleichtern, kam dennoch ein stationärer Baukran zum Einsatz. Die Elemente für die Obergeschosse wurden teilweise auf einen Glasbock gestellt und mit dem Kran nach oben befördert. Die Anlieferung erfolgte per Container, der während der gesamten Montagephase
stehen blieb. Dadurch konnten die Handwerker die benötigten Fenster nach und nach entnehmen. Die eigentlichen Montagearbeiten wurden während der gesamten Bauphase von einem Qualitätscontrolling durch den TÜV begleitet und nach den Richtlinien der RAL-Gütegemeinschaft ausgeführt.

Zunächst verschäumten die Handwerker die Laibung und dichteten sie anschließend an allen Seiten innen und außen mit Folienbändern ab. Unter den Fensterblechen wurde zusätzlich ein vorkomprimiertes Dichtband verwendet. Bei den Anschlussfugen achteten die Handwerker extrem auf die Luftdichtheit, damit keine Feuchtigkeit aus der Luft in die Fuge eindringen konnte – eine Anforderung, die die Energieeinsparverordnung als„dauerhafte Luftdichtheit“ vorschreibt. Zwar muss ein Gebäude natürlich gelüftet werden, aber nur über die vorgesehenen Lüftungsmöglichkeiten wie moderne Regelair-Falzlüfter, Fensterlüfter mit Wärmerückgewinnung oder eine zentrale Lüftungsanlage. Entweicht feuchte Raumluft dagegen aufgrund von Mängeln in der Bauausführung unkontrolliert, etwa über versehentlich nicht abgedichtete Fugen, sind fast immer Bauschäden, vor allem Schimmelbildung, programmiert.

 

Richtige Montage erhält dauerhaft die Funktionen

Doch was nützt schon das modernste Fenster, wenn es nicht fachgerecht eingebaut wird? Auf Nachfrage weist Markus Käsbeck, Leiter Qualitätsmanagement bei HocoPlast Bauelemente in Eggenfelden, dringend auf einen fachgerechten Einbau durch Handwerksbetriebe und speziell geschulte Montagefirmen hin. „Es ist wichtig, bei diesen hochmodernen Fenstern eine fachgerechte Montage durchzuführen, um den Wärmeschutz in der Laibung zu garantieren und eine ungewollte Tauwasserbildung zu verhindern“, so Käsbeck. Die ausführende Firma legte deshalb beim Setzen der Fenster großen Wert auf diese Details. Mit Hilfe geprüfter und zertifizierter Dichtungssysteme ist es gelungen, eine dauerhafte Dichtigkeit zu garantieren.  

Eine spezielle Verankerung sorgt für langlebige und dauerhafte Funktion der Fensterelemente. So setzten die Handwerker den Rahmen in die Fensteröffnung, keilten diesen ein und verschraubten ihn anschließend mit dübellosen Fensterschrauben, um die Gefahr nachträglicher Wärmebrücken auszuschließen. Danach begann man mit der sorgfältigen Abdichtung der Fugen. Nachdem bereits die Fassade durch Ziegel mit Innenputz gedämmt worden war, konnte mit der fachgerechten Montage der Fenster die Luftdichtheit des gesamten Gebäudes sichergestellt werden, was wesentlich zur Wertigkeit der Immobilie sowie zur Steigerung des Wohnkomforts beigetragen hat.

 

Autor


Dipl.-Medienwissenschaftler Rüdiger Oberschür ist als Fachjournalist bei der PR-Agentur pro publica in Filderstadt tätig.

Die Montagearbeiten wurden von einem Qualitätscontrolling durch den TÜV begleitet

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