Kein Ärger mit Anschlussdetails

Für die Leistungsfähigkeit eines WDVS ist die fachgerechte Ausführung von Anschlüssen an Fenstern entscheidend. Sind diese handwerklich nicht immer einfachen Anschlüsse unzureichend ausgeführt, kann Wasser in die Dämmebene eindringen. Putzabplatzungen und Risse sind  die unangenehmen Begleiterscheinungen.

Anstelle kniffliger Detailanschlüsse bietet Knauf mit dem Fenster-Komplettsystem eine vereinfachte nachvollziehbare Verarbeitungsvariante: Fertig beschichtete Laibungsplatten, entkoppelte Fensterbank und ein integrierter Jalousiekasten im WDVS bilden ein abgestimmtes System, das Sicherheit für Bauherren, Planer und Fach­unternehmer mit sich bringt.

Und so geht’s: Die Laibungsplatte

Durch den Einbau der fertig beschichteten Laibungsplatte lassen sich beson­ders gerade und optisch ansprechende Laibungen in Rekordzeit fertigstellen: das Fensteranschlussprofil anbringen, die Laibungsplatte zuschneiden und ankleben, die Anschlüsse und Stöße verspachteln, Farbe auftragen – fertig. Der Arbeits- und Zeitaufwand reduziert sich im Vergleich zur herkömmlichen Ausführung um mehr als die Hälfte. Laut Hersteller sind die fertigen Laibungen schlagregen- und winddicht.  Bereits mit einer 20 mm dicken Laibungsplatte aus Polyurethan mit einem Bemessungswert λ = 0,028 W/mK kann annähernd der gleiche Dämmwert wie bei einer herkömmlichen 30 mm dicken Dämmung mit einem Bemessungswert λ = 0,040 W/mK  erzielt werden.

Fensterbank – dauerhaft dicht

Das Fensterbanksystem sorgt für dauerhaft dichte und gedämmte Fensterbankanschlüsse bei der Fassadendämmung inklusive zweiter Ent­wässerungsebene. Im Brüstungsbereich wird das WDV-System mit der Keil­platte schlagregensicher ausgeführt und  entspricht damit den „Empfehlungen für den Einbau/Ersatz von Metall-Fensterbänken (WDVS-Fassade)“ der Güte­gemeinschaft Wärmedämmung von Fassaden e.V. (www.farbe-gwf.de).

Das Besondere an der Knauf Fensterbank sind die Gleitabschlüsse, die kom­plett von der eigentlichen Fensterbank entkoppelt sind. Sie werden vor der Fens-
terbank kraftschlüssig an den Brüstungsenden mit dem speziellen System-Montagekleber angeklebt und sind in der Lage, die thermisch bedingten Längenänderungen der Fensterbank aufzuneh­men. Kerbspannungsrisse im Putzsystem sind so ausgeschlossen, und das Regenwasser kann sicher und dauerhaft nach außen abgeleitet werden. Die Knauf Fensterbank ermöglicht zudem erstmals den Einbau der Fensterbankabdeckung nach dem Auftragen des Fassadenoberputzes und erspart somit zusätzliche Abklebearbeiten.

Der Jalousiekasten

Um Energie einzusparen, werden Rollladen­kästen zunehmend durch Jalousien abgelöst, die optimal gegen Sonneneinstrahlung und zur Dosierung des Tageslichts genutzt werden kön­nen. Aufgrund der effizienten Lichtregulierung sind Jalousien gerade bei Passivhäusern inzwischen Standard. Doch die Montage von Jalousiekästen im WDVS kann auf­grund der verschiedenen daran beteiligten Gewerke zum Problem werden. Den Jalousiekasten aus dem Knauf Komplettsystem kann man wärmebrückenfrei montieren; die guten Dämmeigenschaften lassen einen Einbau in ein WDVS problemlos zu, und das geringe Gesamtgewicht garantiert eine besonders leichte Montage. Die innenliegende Alu-Halteleiste und das integrierte Putzabschlussprofil mit Tropfkante sorgen für einen rationellen und unkomplizierten Baufortschritt.  Außerdem benötigt der Jalousienkasten keine Wandbefestigungen, die das Dämmsystem durchdringen.

Autor

Bernd Liczewski ist Leiter Marktmanagement Putze und Fassadensysteme bei der Knauf Gips KG in Iphofen.

Komplettsystem vereinfacht den Fensteranschluss an das WDVS

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