Koblenzer Verkehrspavillon zum Café umgebaut

Die Architektur der 1950er Jahre ist von runden Formen als auch weit auskragenden hauchdünnen Betondachscheiben geprägt, die auch Tankstellen umschweben. In Koblenz konnte so ein Relikt der autoge-
rechten Stadt auf dem Friedrich-Ebert-Ring erhalten bleiben: Den dort auf dem Mittelstreifen vom Architekten Otto Schönhagen kurz vor seinem Tod Mitte der 1950er entworfenen Verkehrspavillon baute das ortansässige Architekturbüro Thillmann in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Denkmalpflege und dem neuen Besitzer im vergangenen Jahr in ein Café im Stil der 1950er Jahre um. Neben der Sanierung und Rekonstruktion musste innen alles neu geschaffen werden: „Das gesamte Interieur wurde in Anlehnung an vergangene Tage gestaltet. Die Preistafel erinnert beispielsweise an die Wechselpreisschilder aus den 50er Jahren“, so die Architekten. Neu sind natürlich auch die Buchstaben der Neon-Leuchtreklame über dem weit auskragenden halbrunden Dach über der umlaufenden Glasfassade, die zusammen das Wort „Wartesälchen“ ergeben, in dem man seit Mai vergangenen Jahres leckeren Kaffee, Smooties, Eis und Kuchen kaufen kann.

Weitere Informationen finden Sie auch im Internet unterwww.wartesaelchen.de

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 06/2015

„Abgetankt“ – Tankstellen neu genutzt

Die in den 1950er Jahren erbauten Tankstellen sind ein Gebäudetypus, der mit seinen hauchdünnen weit auskragenden Dachscheiben nicht nur die Architekturmerkmale dieser Zeit, sondern auch den...

mehr