Naturwerksteine für die Remstal Gartenschau im Winter verlegt

Anlässlich der Remstal Gartenschau 2019 legte die teilnehmende Stadt Lorch den Götzenbach frei. Die Arbeiten begannen schon im Winter. Mit wintertauglichen Mörteln von PCI wurden Platten verlegt und ein Schichtmauerwerk erstellt, um gemütliche Sitzmöglichkeiten am Bach zu schaffen.

Die Stadt Lorch mit über 11 000 Einwohnern liegt an der schmalsten Stelle des Remstals östlich von Stuttgart. Das Flusstal erstreckt sich über rund 78 Kilometer vom Ursprung der Rems in Essingen bis zu ihrer Mündung in den Neckar bei Neckarrems. Es ist bekannt für ausgezeichnete Weine und seine abwechslungsreiche Landschaft. Felder, Streuobstwiesen, Weinberge, Wälder und natürlich der Fluss Rems geben ihr ein vielfältiges Gesicht. Die Remstal Gartenschau 2019 hat diesen Natur- und Landschaftsraum neu inszeniert und für die Bewohner und Besucher erlebbar gemacht – mit dem Ziel, den Menschen die Natur näher zu bringen. Das gelang den Planern durch das Freilegen des Götzenbachs am Schillerplatz in Lorch, eines der vielen Projekte im Rahmen der Gartenschau, um Zugang zum Wasser und Sitzgelegenheiten zum Verweilen zu schaffen.

Granitplatten am Durchlass Götzenbach

Bevor der Götzenbach in die Rems fließt, durchquert er die Stadt Lorch vom Norden her und fließt im Herzen der Stadt am Schillerplatz vorbei. Dort wurde die Spielbühne großzügig neugestaltet und Aufenthaltsmöglichkeiten am Bach geschaffen. Hierfür plante die Stadt Lorch die Verlegung von Granitplatten auf rund 60 m2 und ein Schichtmauerwerk auf rund 80 m2. Schon bei der Planung waren mit im Boot: das beauftragte Bauunternehmen Hoyler aus Kirchheim unter Teck und die PCI Augsburg GmbH. Damit die Gartenschau pünktlich am 10. Mai 2019 öffnen konnte, mussten diese Arbeiten im Winter durchgeführt werden. Dabei stellte sich die dringliche Frage nach Baustoffen, die sich auch bei niedrigen Temperaturen gut und sicher verarbeiten lassen. Zudem musste berücksichtigt werden, dass das Bauwerk bei Hochwasser der Beanspruchung durch drückendes und abrasives Wasser ausgesetzt sein würde.

PCI-Fachberater Alfred Haug war frühzeitig in die Planung involviert und stand auch bei der Ausführung mit Rat und Tat zur Seite. Auf seine Empfehlungen führten die Handwerker die Verlegung der Granitplatten wie folgt aus: Für die Untergrundvorbereitung kam die Haft- und Schutzgrundierung „Gisogrund“ und „Pericret“ als Ausgleichsmörtel zur Anwendung. Eine Herausforderung für die Handwerker stellten die sehr schweren und unterschiedlich dicken Natursteinplatten dar. Hilfreich war die einfache Verarbeitung des gewählten Verlegemörtels: „Carrament“ lässt sich dank seiner plastisch geschmeidigen Konsistenz mit Hilfe einer Mittelkelle ohne große Anstrengung aufbringen. Wichtig für die Verwendung im Außenbereich und bei niedrigen Temperaturen: „PCI Carrament“ kann sein Anmachwasser effektiv kristallin binden, ist dauernassfest sowie frostbeständig und gleicht aufgrund seiner Verformungsfähigkeit Temperaturschwankungen und Untergrundspannungen aus. Weil er schwundarm erhärtet, entstehen keine Schwundspannungen zwischen Mörtel und Natursteinplatte. Durch das schnelle Erhärten sind die mit „Carrament“ verlegten Natursteine bereits nach rund sechs Stunden verfugbar. Dies erfolgte bei der Plattenverlegung am Götzenbach mit „Pavifix CEM ROC“.

Schichtmauerwerk setzen und verfugen

Der Zement-Pflastermörtel „Pavifix CEM ROC“ eignet sich sowohl für das Setzen wie auch Verfugen speziell von Natursteinmauern. Das machte das Handling auf der Baustelle am Götzenbach einfach: Nur ein Produkt musste vorgehalten werden, und die Handwerker konnten, einmal mit der Verarbeitung vertraut, das gesamte Schichtmauerwerk damit setzen, fixieren und ausfugen. Auch die äußerst dünnen Fugen stellten kein Problem dar, denn der Mörtel lässt sich nach Bedarf variabel einstellen und ist standfest oder schlammfähig verarbeitbar. Er ist sehr verschleißfest und damit dauerhaft widerstandsfähig gegen Bewitterung und selbstverständlich Frost Tausalz beständig.

Autor

Markus Balleisen ist Leiter Zentrale Anwendungstechnik bei der PCI Augsburg GmbH.

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