Neubau des Pfarrzentrums „Johanneshaus“ in Neu-Ulm

Das neue Johanneshaus sollte in Neu-Ulm an alter Stelle, das heißt in unmittelbarer Nachbarschaft der Stadt-Kirche St.Johann-Baptist wiedererstehen, einer der weltweit bedeutendsten expressionistisch gestalteten Kirchenbauten des 20. Jahrhunderts. 1857 entstanden als französische Garnisonskirche, wurde dieser Bau zwischen 1922 und 1926 und dann noch einmal nach dem zweiten Weltkrieg von Dominikus Böhm (1880 – 1955) architektonisch in die heutige Form gebracht. „Schnell war klar“, so die Architekten um Wolfgang Heisler, Freie Architekten in Ulm/Donau, „dass wir ein ganz zurückhaltendes Gebäude entwickeln wollten, einen Bau mit ruhiger, zur Kirche ausgerichteter Fassade.“ Das Ergebnis dieser Überlegungen ist eine klar geometrisch gegliederte Lochfassade mit hohen rechteckigen Fenstern in den Obergeschossen und zweiflügelige Türen im Erdgeschoss. Der Wandaufbau besteht aus 24 cm Beton, 28 cm Wärmedämmung, 4 cm Luftschicht und 9 cm Klinkerschale in der Färbung des Jurakalksteins der benachbarten Kirche. Die schlanken Riegelformat mit einer Höhe von nur 40 mm und Längen zwischen 190 und 390 mm, ein KHlz 1,6/28, sind hier als Fußsortierung vermauert. Gefertigt wurde dieser Stein, mit der Werksbezeichnung „Passo FK“, von Gima, der Girng­huber GmbH in Markl­kofen.

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