Neuer Boden für Forschungsstation auf der Zugspitze

Deutschlands höchst gelegene Baustelle befindet sich auf der Zugspitze im Schneefernerhaus. Materialtransporte übernimmt eine Zahnradbahn. Kostenpunkt: gut 1000 Euro pro Fahrt. Durch­schnittlicher Takt: einmal wöchentlich. Für einen Umbau in dieser Höhe war daher eine minutiöse Planung gefragt. Um den Forschergruppen in der vor zehn Jahren im ehemaligen Zugspitzhotel gegründeten Station einen angemessenen Aufenthaltsraum zur Verfügung zu stellen, wurde das Kasino des Schneefernerhauses vor kurzem modernisiert und die davor ge­legene Terrasse als zusätzlicher Aufenthaltsort im Freien daran angebunden. Weil die Terrasse aber rund 50 cm oberhalb des bisherigen Fußbodens im Aufenthaltsraum lag, musste der Boden im Gebäude selbst erhöht werden, um den Geländesprung auszugleichen. Den passenden Aufbau hierfür fand der mit der Bauaufgabe betraute Architekt Wolfgang Utz aus Grainau über ein Beratungsgespräch mit dem technischen Auskunftsservice von Knauf und dann vor Ort mit Georg Achatz, Knauf Gebietsleiter Bodensys­teme im Verkaufsgebiet Süd. „Wir waren auf der Suche nach einem Hohlboden, der unempfindlich ist gegen Feuchtigkeit und der auch extreme Temperaturen problemlos abfängt“, erinnert sich Wolfgang Utz. Gleichzeitig durfte der Boden trotz der erforderlichen extremen Aufstellhöhe nicht hohl klingen. Die Empfehlung lautete daher F182 Knauf Integral GIFAfloor FHBplus 25+18 Flä­chenhohlboden, also ein zweilagiger Aufbau aus Gipsfaserelementen – einem 25 mm dicken Tragelement und einer 18 mm dicken zweiten Lage. Zusammen mit den Hohlbodenstützen erhöht er die Oberkante des Fußbodens im Aufenthaltsraum um 36 cm. Als Dampfsperre gegen die aus dem Untergrund aufsteigende Feuchtigkeit waren die FHB 25 Platten der ersten Lage unterseitig mit Alu kaschiert. Eine gegen Feuchtigkeit unempfindliche Schüttung brachten die Handwerker Zug um Zug während der Montage ein. Sie wirkt wärmedämmend und erhöht den Schallschutz.


Etwa 180 m² dieser zweilagig beplankten Konstruktion verlegte Zimmermeister Robert Grasegger aus Grainau mit seinen Leuten auf der Umweltforschungsstation. Dabei glich er mit Hilfe der Hohlbodenstützen die Unebenheiten des Bestands­bodens aus, so dass auch alle hier zuvor verlegten Kabel und Leitungen an Ort und Stelle verbleiben konnten. Rund zehn Arbeitstage nahm der Auftrag in An­spruch. „Davor aber stand eine detaillierte Planung“, erläutert Grasegger. „Denn wenn wir beim Materialtransport etwas vergessen hätten, hätten wir nicht nur eine Woche auf den nächsten Zug warten müssen, wir hätten auch die Kosten für die Zusatzfahrt tragen müssen.“

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