Rathausneubau in Weert mit Ziegelbug

Stark und robust, aber dennoch offen und zugänglich präsentiert sich das neue Rathaus der niederländischen Gemeinde Weert. Der Entwurf der Architekten Bert van Breugel, Rob Langeslag und Pieter Keijzer vom Büro Inbo sah ein Gebäude vor, das sich am Dienstleistungsgedanken der Bürger orientiert und eine Plattform für eine neue Kultur des Arbeitens schafft. Als Fassadenverkleidung für den repräsentativen Bau wählten die Architekten die sandgelbe, gesinterte Ob­jekt­sortierung „Weert“ von Hagemeister. Damit führten die Maurer ein plastisches Mauerwerk aus, das „in seiner Mate­ria­lität transparent scheint“, die Fassade klar gliedert und die öffentliche Zugänglichkeit betont. Die dunklen Fugen liegen dabei leicht im Mauerwerk zurück und zeichnen dezente Schattenlinien. Die Pfeiler in der charakteristischen, runden Frontfassade sind im Halb­stein­verband vermauert, die übri­gen Flächen im wilden Verband. „Die Pfeiler selbst sind rechtwinkelig, aber die Mauerarbeiten mussten dennoch sauber in der Rundung fortgesetzt werden. Wir haben genauestens auf die Krümmung in der Fassade geachtet und darauf, wie man diese Krümmung am besten abbildet“, beschreibt Pieter Keijzer vom Büro Inbo die besondere Herausforderung bei der Fassadengestaltung.