Richtig abkleben

Durch Abkleben mit Klebebändern unterschiedlicher Kleberkräfte können Handwerker Putzflächen farblich absetzen, ohne dass Farbe unter den Ansatz läuft. Auch Spachtelungen auf gröberen Strukturen, wie Putz mit Korngrößen von 3 mm, können durch gezieltes Abkleben glatt ausgebildet werden.

Zur Ausbildungen von Fensterfaschen oder Wandspiegeln werden durch drei gegebenenfalls vier Spachtelarbeitsgänge mit „ArtLine CreativTop“-Produkten glatte Oberflächen erstellt. Organische Putze lassen sich wegen ihrer festen Oberflächen hervorragend abkleben. Durch ein professionelles Vorgehen beim Abkleben und eine gute Vorbereitung, erhält man ein perfektes Ergebnis. Der Untergrund muss auf jeden Fall sauber, trocken, staub- und fettfrei sein. Andernfalls bleiben die Partikel sofort an der Klebeschicht haften und das Klebeband verbindet sich nicht mit dem Untergrund. Dies ist gerade bei der Einarbeitung von Materialien mit einer längeren Offenzeit (Trockenzeit) wichtig, da ansonsten der Kleber angelöst wird; im schlimmsten Fall löst sich das Klebeband komplett ab. Damit kann Putz oder Farbe unter das Klebeband gelangen, und es ergeben sich unsaubere Kanten. Beim Strukturieren der Oberfläche mit einem Reibebrett wird eine sehr hohe mechanische Belastung auf das Klebeband übertragen. Auch hier ist ein optimaler Verbund des Klebebands notwendig.

Klebebänder mit geringer bis mittlerer Klebekraft eignen sich gut auf glatten oder gefilzten Oberflächen. Klebebänder mit hoher Klebekraft finden eine gute Haftung auf Putzoberflächen mit rauer Struktur. Ist wegen einer rauen Oberfläche kein planes Verkleben auf dem Untergrund möglich,  kann ein Unterlaufen durch leichtes Überstreichen der Klebekante mit der Grundfarbe vermieden werden.

Die Klebebänder sollten sofort nach der Fertigstellung gleichmäßig und langsam abgezogen werden. Klebebänder, die mit Putzen überarbeitet werden, müssen sofort vor dem Abtrocken des Putzes entfernt werden, sonst brechen beim Abziehen des Klebebands Putzstücke an der Kleberflanke aus und beeinträchtigen das Oberflächenbild.

Autor
Mario Filser arbeitet als Anwendungstechniker bei der Firma Baumit GmbH in Bad Hindelang.
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