Rostimitation Herstellung einer Rostimitation mit Putz, Farbe, Lasur un ein paar Farbtupfern

Mit einer Rostimitation liegen Stuckateure und Maler „goldrichtig“. Denn diese Oberflächentechnik ist ideal für die Bauherren, die etwas ganz Besonderes für ihre eigenen vier Wände wollen. Mit Putz, Farbe, Lasur und ein paar Farbtupfern als Rostakzent erreicht man eine handwerklich hochwertige Oberfläche.

Für eine Rostimitation ist ein ebener, sauberer und tragfähiger Untergrund notwendig. Eine Haftbrücke muss zuvor aufgebracht werden. Der Putz wird mit einer Traufel gleichmäßig aufgetragen. Je höher die Schichtdicke, desto deutlicher ist die Struktur nach Fertigstellung erkennbar. Eine Mindestschichtdicke von 2 mm sollte hierbei nicht unterschritten werden. Der noch feuchte Putz wird direkt nach dem Auftragen bearbeitet. Hierfür wird die Traufel mit der gesamten Fläche auf den Putz aufgelegt und in verschiedene Richtungen gedreht. Es sollte nicht gleichmäßig sondern richtungslos (kreuz und quer) vorgegangen werden. Durch das Saugverhalten zwischen Material und Werkzeug entsteht somit die Struktur.

Im nächsten Schritt folgt ein Anstrich, der als Grundton dient. Hierfür sollte ein möglichst dunkles Grau verwendet werden. Nach der Trocknung kann die Lasur erfolgen. Hierfür wird ArtLine Top (Life 0391) in einer Lackwanne 1:1 mit ArtLine Metallic Platin gemischt und mit Hydrosol verdünnt. Mit einem Fliesenschwamm wird die Lasur dann dünn und gleichmäßig auf den Untergrund aufgetragen. Überschüssige Farbe wird im Anschluss mit der trockenen Seite wieder abgetragen. Je nach gewünschter Farbintensität kann dieser Vorgang wiederholt werden.

Im Anschluss werden mit ArtLine Top in den Farbtönen Life 0521, 0391 und 0891 die typischen Rostakzente gesetzt. Hierfür wird etwas Farbe mit dem Schwamm aufgenommen und mit der Lasur leicht vermischt. Wichtig hier ist, Ansätze immer gut mit einem trockenen Schwamm zu verreiben. Ganz zum Schluss werden mit denn Farben Life 0521 und 0891 leicht auf den Spitzen beziehungsweise Oberkanten weitere Akzente gesetzt. Hierbei werden die Farben nicht mehr mit der Lasur vermischt, damit diese matt bleiben.

Autor

Sven Bronner ist als Anwendungstechniker Farbe/Kreativ bei der Firma Baumit in Bad Hindelang tätig.

Es sollte beim Putzauftrag nicht gleichmäßig sondern richtungslos vorgegangen werden

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