Schlämmverfugung für Ziegelfassaden

Auch Ziegelfassaden bedürfen hin und wieder der Sanierung. Oft sind es die Fugen, die Schäden aufweisen. Die Ziegelschlämmverfugung bietet ein ebenso wirksames wie wirtschaftliches Verfahren zur Sanierung des Fugennetzes, das die Durchfeuchtung des Mauerwerks verhindert.

Oft sind es gerade die Fugen einer Ziegelfassade, die durch Klimaeinflüsse angegriffen werden, wodurch die  Wärmedämm- und Wärmespeicherfähigkeit des gesamten Mauerwerks beeinträchtigt wird und sich zudem die Wasseraufnahme mit allen damit verbundenen Gefahren erhöht. Besonders nach einem Winter mit frostigen Temperaturen werden Fugen und Stein durch Abplatzungen zerstört. Anschließend wird noch mehr Wasser aufgenommen. Algen und Flechten finden dadurch ideale Untergründe. Die Remmers Baustofftechnik bietet mit der Ziegelschlämmverfugung ein ebenso wirksames wie wirtschaftliches Verfahren zur Sanierung des Fugennetzes, das die Durchfeuchtung des Mauerwerks verhindert.

Dabei werden – anders als bei der herkömmlichen Fassadensanierung – die Fugen nicht aufwendig ausgeschnitten und mit dem Fugeisen neu verfugt, sondern es wird großflächig eine Fugenschlämme aufgebracht und diese durch scharfes Abziehen selbst in sehr schmale Fugen und Risse gedrückt. Die Remmers Fugenschlämme ist zementgebunden und besteht unter anderem aus sulfatbeständigen Bindemitteln. Sie haftet sehr gut an der Fugenflanke und eignet sich besonders für die Sanierung von Altbauten. Zusätzlich werden tieferliegende Bereiche beziehungsweise die gesamte Fassade zum Schutz gegen Schlagregen nachimprägniert.

 

Arbeitsablauf einer Ziegelschlämmverfugung

Die Fassade wird im ersten Schritt gereinigt, was nicht nur der Optik dient. Denn Schmutzkrusten speichern Feuchtigkeit und Schadstoffe und behindern die Austrocknung des Untergrundes. Salze werden in oberflächennahen Bereichen mit den Entsalzungskompressen des Herstellers entfernt. Die Kompresse wird wie ein Putz aufgetragen und nach etwa drei Wochen zusammen mit den eingewanderten Salzen wieder entfernt.

Bei der Schlämmverfugung müssen die schadhaften Fugen nicht tief ausgeräumt werden, denn Bruchstücke wurden bereits bei der Reinigung entfernt. Beschädigte Steine werden nun noch ersetzt oder mit dem Restauriermörtel SK ergänzt. Die Neuverfugung kann nun mit einem in Bindemittel, Körnung und Farbe angepassten Fugenmörtel erfolgen.

Das Ergebnis der einfach zu handhabenden Ziegelschlämmverfugung: Gegenüber der herkömmlichen Handverfugung ergibt sich ein gleichmäßigeres Fugenbild und eine ansprechendere Optik für die Fassade.

 

Langlebiger Schutz der Ziegelfassade

Zum präventiven Langzeitschutz vor Moos-, Pilz- und Algenwachstum kann auf die Fassade vor der Hydrophobierung ein flüssiger Vergrünungsschutz aufgetragen werden. Als abschließender Applikationsschritt erfolgt die Hydrophobierung, wahlweise mit flüssigen oder cremeförmigen Schutzmitteln. Alternativ zur Hydrophobierung kann die Wasserabweisung der Fassade auch mit einer Siliconharz-Beschichtung erreicht werden. Das Mauerwerk ist dadurch dauerhaft und umfassend gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt und behält seine energiesparende Funktion.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Zeitersparnis aufgrund der rationellen Arbeitsweise. Hierbei können gegenüber der konventionellen Nachverfugung bis zu 35 Prozent gespart werden.

 

Autor

Dipl.-Ing. Jens Engel ist Produktmanager in den Bereichen Fassadenschutz und Denkmalpflege bei der Firma Remmers Baustofftechnik in Löningen.

Bei der Schlämmverfugung müssen die schadhaften Fugen nicht tief ausgeräumt werden

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