Trennwand im Klinikflur

Kliniken müssen hohen Ansprüchen gerecht werden. Für Klinikflure gelten daher besondere Anforderungen, was die Stabilität und Stoßsicherheit, die Hygiene und den Feuchteschutz sowie den Schall- und Brandschutz der dort montierten Trockenbauwand anbelangt.

Zementgebundene Bauplatten wie etwa das Aquapanel Cement Board von Knauf Perlite bieten Trockenbauern eine wirtschaftliche Alternative zu herkömmlichen Konstruktionsweisen. Die Platte ermöglicht beim Klinikbau die Montage hygienischer, stoßfester Wände, die zudem einen hohen Schall- und Brandschutz bieten. Darüber hinaus eignet sie sich durch ihre Wasserbeständigkeit und Schimmelresistenz in Bereichen, in denen mit erhöhter Feuchtigkeit zu rechnen ist.

 

Trennwand mit Metall-Einfachständerwerk

Eine Trennwand mit Metall-Einfachständerwerk, einlagig beplankt und einer Mineralwolldämmung A1, lässt sich schnell und einfach errichten. Sie genügt – im Einbaubereich II bei einer Wandhöhe von 2,75 m und mit CW-Profilen 50/06 – der Feuerwiderstanddauer F30-A und erfüllt den Schallschutz Rw,R ≤ 42 dB. Eine weitere Verbesserung des Schalldämmmaßes um 1 bis 3 dB kann durch den Einsatz spezieller Schalldämmprofile (zum Beispiel Knauf MW-Profil) erreicht werden. Wird das Ständerwerk doppelt beplankt, erhält man je nach Ausführung eine Feuerwiderstandsdauer F90-A bis F 120-A und einen Schallschutz Rw,R ≤ 51 dB.

 

Einfache Montage stark beanspruchter Klinikflurwände

Für den Anschluss an Boden und Decke werden UW-Profile nach DIN 18182, Teil 1 verwendet. Vor der Montage werden die Profile auf der Rückseite mit Dämmstreifen, Dichtungsband oder Trennwandkitt versehen. Anschließend werden die Profile mit mindestens drei Drehstiftdübeln oder anderen bauaufsichtlich zugelassenen Befestigungsmitteln im Untergrund verankert, mit maximalem Abstand 1000 mm.

Für das Ständerwerk werden CW-Profile nach DIN 18182, Teil 1 verwendet. Sie werden zunächst mit der Blechschere so abgelängt, dass sie mindestens 15 mm in das obere UW-Profil eingreifen und nach oben einen Abstand von etwa 15 mm einhalten. Die Wandanschlussprofile werden vor der Montage ebenso wie die UW-Profile vorbereitet und an der Wand befestigt. Die weiteren CW-Profile werden im Abstand von 625 mm in die UW-Profile eingestellt und lotrecht ausgerichtet. Die robusten Zementbauplatten werden an den Profilen ausgerichtet und mit den Maxi Schrauben des Systems verschraubt. Bei Zuschnitten beträgt der Abstand der Schrauben ≥ 15 mm vom Plattenrand und untereinander ≤ 215 mm.

Die Platten werden im Verband verlegt, ohne durchgehend senkrechte Fugen und Kreuzfugen. Durch Entfernung des überschüssigen Klebers nach dem Aushärten, dauerelastischer Verfüllung der Randanschlussfugen und vollflächiger Grundierung wird die Wand für die endgültige Oberfläche vorbereitet (zum Beispiel Fliesen). Durch Verspachtelung mit dem Fugen- und Flächenspachtel des Systems – weiß oder Q4 Finish können Oberflächen für Anstriche bis Q4 erreicht werden.

Weitere Informationen im Internet unter www.knauf-perlite.de

Autor
Siegmar Grabowski ist als Fertigungstechniker / technischer Betriebswirt WA in der Anwendungstechnik der Firma Knauf Perlite in Dortmund tätig.
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