Rigips Trophy 2017 I 2018: Die Sieger des Trockenbau-Wettbewerbs stehen fest

Über 80 Unternehmen haben sich an der 11. Rigips Trophy 2017 I 2018 beteiligt. Sieben Ausbauunter­nehmen durften sich Anfang Februar auf der Preisverleihung in Stuttgart über Auszeichnungen freuen – zu Recht, denn die Mitarbeiter der Betriebe haben Außergewöhnliches geleistet.

1996 entstand im Unternehmen Rigips die Idee, einen Wettbewerb speziell für Handwerker zu etablieren, um den modernen Trockenbau in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken. Nicht erst seit der Preisverleihung Anfang Februar in Stuttgart, auf der die Sieger der mittlerweile 11. Trophy ihre Preise entgegennahmen, hat sich der Ausbauwettbewerb zu einer Art Markenzeichen des anspruchsvollen Trockenbaus entwickelt. Im Mittelpunkt der Trophy stehen die Fachhandwerker und ihre exzellenten Ausbauleistungen.

Sieger in der Kategorie Trockenbau: Jaeger Ausbau

Über die goldene Siegtrophäe für den ersten Platz in der Wettbewerbskategorie „Trockenbau“ kann sich das Team der Jaeger Ausbau GmbH + Co. KG aus Zwickau freuen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden von den Experten der Fachjury für ihre Ausbauleistungen in der neuen Kunsthalle in Mannheim zum Gewinner gewählt. Die Entwurfsidee dieses 2017 nach den Plänen der Architektensozietät gmp – von Gerkan, Marg und Partner aus Hamburg errichteten Neubaus spielt auf die historische Stadtstruktur Mannheims an: Sieben „Ausstellungs-Häuser“ gruppieren sich um ein platzähnliches Lichtatrium. Einen wichtigen Beitrag zu der erlebbaren Leichtigkeit leisten die insgesamt mehr als 7500 m2 Wand- und 6000 m2 Deckenflächen, die von Jaeger Ausbau gleichermaßen innovativ wie kunstfertig geschaffen wurden. So entstanden beispielsweise durch die Kombination der massiven Spezialplatte „Rigips Habito“ und der Designplatte „Rigips Die Weiße“ Flächen mit bestmöglicher Oberflächengüte, an denen gleichzeitig schwere Kunstwerke befestigt werden können.

Einhellig lobten die Juroren die handwerklichen Leistungen des Ausbauteams selbst in schwindelerregenden Höhen von bis zu 30 m. Auf die kritischen Lichtverhältnisse in den äußerst hellen, lichtdurchfluteten Räumen und den daraus resultierenden hohen Anforderungen an die Oberflächen reagierten die Mitarbeiter von Jaeger Ausbau vorbildlich.

2. Platz Kategorie Trockenbau: Veicht Trockenbau

Auf den zweiten Platz in der Kategorie „Trockenbau“ wählte die Jury die Veicht Trockenbau GmbH aus Untergriesbach. Sie überzeugte mit dem Innenausbau des 2017 erweiterten Wander- und Wellnesshotels Hüttenhof im Bayerischen Wald. In einem angegliederten Neubau entstanden eine neue, rund 3000 m2 große Spa- und Wellnesswelt mit einladendem Empfangsbereich sowie 22 neue Romantiksuiten und Wohlfühlzimmer. Neben ausgeklügelten Gestaltungsdetails und einem hochwertigen, raumbildenden Ausbau galt es vor allem, den nutzungsspezifischen Anforderungen in einem Wellnessbereich durch entsprechende Trockenbauarbeiten gerecht zu werden.

Das Votum der Jury fiel entsprechend einstimmig aus: Das besondere Design und einzigartige Ambiente des Erweiterungsbaus im Hüttenhof entstehen in hohem Maße durch den gekonnten Einsatz unterschiedlicher Trockenbaulösungen, deren Umsetzung durchgängig von exzellenter Ausbauqualität zeugen.

3. Platz Kategorie Trockenbau: Möbel-Damm

Mit seiner Leistung im Zuge der Sanierung des Multikulturellen Centrums (MKC) in Templin sicherte sich das Team der Möbel-Damm GmbH den dritten Platz in der Kategorie „Trockenbau“. Die Historie des Gebäudes reicht zurück bis ins Jahr 1910, als am Ufer des Templiner Stadtsees das Hotel-Restaurant „Seebad“ seinen großen Kursaal eröffnete. Nach dem Krieg erfolgte der Umbau erst als Kino und dann 1993 als Kulturzentrum. Nach 23-jähriger Nutzung musste das Gebäude 2016 energetisch und brandschutztechnisch umfassend saniert werden. Dass mit dieser Sanierung auch eine deutliche ästhetische Veränderung des großen Saals einherging, verdanken das MKC dem Architekten Olaf Beckert und den Trockenbauprofis um Geschäftsführer Detlef Damm. Nun hat der Saal eine vollkommen neu gestaltete Deckenkonstruktion, bei der Insbesondere die technische Umsetzung der geschwungenen Unterzüge in unterschiedlichen Radien, die komplett in Trockenbauweise aufgebaut wurden, das handwerkliche Können des Ausbauteams belegt.

Preise in weiteren Kategorien

Ein Akustikspezialist von Format: Frank Fenselau, Geschäftsführer der Germerott Innenausbau GmbH & Co. KG, konnte in dieser Disziplin sowohl im Rahmen der 9. als auch der 10. Rigips Trophy überzeugen. Dass aus Sicht der Juroren auch in diesem Jahr kein Weg an dem Trockenbau- und Akustikprofi vorbeiführte, liegt an der Leistung seines Teams beim Ausbau der neuen Willehadi-Kirche in Garbsen. Auf dem Fundament eines alten, 2013 niedergebrannten Kirchengebäudes wurde ein Gebäude geschaffen, das sowohl Transparenz und Offenheit als auch ein Gefühl der Geborgenheit vermitteln sollte. Um mit einer Akustikdecke eine optimale Raumakustik zu erzielen, führte das Germerott-Team auf Grundlage erster Berechnungen und in Zusammenarbeit mit einem Akustiker mehrere Modellversuche im unternehmenseigenen Hallraum durch. Die so gewonnenen Erkenntnisse ermöglichten eine gezielte Optimierung der geplanten Akustikdecke aus „Rigidur“-Gipsfaserplatten, die heute auch optisch und unter brandschutztechnischen Gesichtspunkten zu überzeugen weiß.

Mit dem hochwertigen Ausbau von 17 Wohnungen in einem markant gestalteten Neubau sicherte sich die Heide - Aktiv - Trockenbau GmbH & Co. KG den Sieg in der Kategorie „Wohnbau“. Das „Haus im Stadtpark“ liegt im beliebten Hanseviertel Lüneburgs. Nach der derzeit laufenden Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen DGNB wird es das erste mit „Gold“-Standard zertifizierte Wohngebäude in Lüneburg sein. Im Inneren hat das Ausbauteam auf moderne und robuste Trockenbausysteme gesetzt, die das Wohnen und Leben in den zwischen 86 m2 und 144 m2 großen Wohnungen ebenso komforta­bel wie funktional machen. Aufwendig geschwungene Brüstungskonstruktionen in den Hausfluren setzen sich über individuelle Freiformen mit zum Teil dreila­gi­ger Beplankung in den Wohnbereichen fort. Die Grundrisse und ihre Realisation mit ausgewählten und raffiniert kombinierten, leistungsfähigen Rigips-Systemen unterstützen den Anspruch des verantwortlichen Architekturbüros q:arc Architektur I Design, ein Gebäude mit einem langem Lebenszyklus zu schaffen.

Die Siegtrophäe in der Wettbewerbskategorie „Innovation & Nachhaltigkeit“ ging an Günther Pellinger Innenausbau aus Hebertshausen für zwei einzigartige Deckenkonstruktionen im neuen Stammsitz der Brainlab AG. Sie gestgaltet die Wand- und Deckenflächen im Auditorium mit dem menschlichen Gehirn stilistisch nachempfunden Formen. Wie dessen Windungen mäandern abgehängte und hinterleuchtete Elemente über den Sitzplätzen. Dafür, dass diese Elemente zum einen sicher gehalten werden, zum anderen millimetergenau ausgerichtet sind, hat der „Erfindungsgeist“ von Günther Pellinger gesorgt. Für die abgehängte Unterdecke und die Vorsatzschalen verwendete der Bautechniker zwei Lagen „Rigips Habito“, in die absolut exakt die Geometrien, Befestigungspunkte und Nummerierungen der später an der Unterdecke befestigten Lichtschollen gelasert wurden.

Zum Gewinner in der Kategorie „Brandschutzsysteme“ kürte die Jury die Frank P. Bieber e.K. – Ausbausystemtechnik aus Allendorf für die brandschutztechnische Ertüchtigung eines großen Stahltragwerks, das eine Produktionshalle in Korbach überspannt. In ihr sollte eine neue Anlage für die Autoreifenproduktion installiert werden, was zu einer Nutzungsänderung führte und entsprechende Brandschutz-Maßnahmen nach sich zog. Das Bestandsgebäude – ein ehemaliges Kesselhaus aus dem Jahr 1948 – besteht aus einer massiven Hülle, die innenseitig aufgrund der hohen Lasten und der Raumhöhe mit einer groß dimensionierten Stahlkonstruktion ausgestattet wurde. Aufgrund der Nutzungsänderung und den Auflagen der Bauaufsichtsbehörde mussten die Stahlkonstruktionen komplett in F 90-A ertüchtigt werden. Eine Aufgabe, die Frank Bieber und sein Team mit dem umfassenden Brandschutz-Sortiment von Rigips lösten.

Autoren

Martin Büsch ist Leiter Kommunikation und Marketing, Karin Melder ist Projektmanagerin für Messen, Events und Promotion bei der Saint-Gobain Rigips GmbH in Düsseldorf.

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