Erfolgreiche Premiere für „Das Forum 2017 – Zukunft Trockenbau Ausbau“

Als neues Branchen-Highlight will das „Forum Zukunft Trockenbau Ausbau“ alle zwei Jahre die Innovationskraft der ­Branche auf den Prüfstand stellen. Ende September war im Kosmos in Berlin Premiere. Die vom BIG, Bundesverband in den Gewerken Trockenbau und Ausbau e.V., und VHT, Versuchsanstalt für Holz- und Trockenbau, initiierte Veranstaltung stellte die Aussichten an neue Märkte für den Trockenbau vor. In einer technologiegeprägten Ausstellung präsentierten Fachhandel und Baustoffindustrie ihre Neuheiten. Darunter eine neue Generation automatisierter Innenwand-Schiebetüren von Eclisse und eine Schutzröhre von Baukom, die Transport- und Abladeschäden bei Profilen verhindert.

Nach Veranstalterangaben nahmen an der Premiere 440 Teilnehmer teil. Im „Forum Zukunft“ ging es unter anderem um Klimadecken, BIM, Fassaden in Trockenbauweise, Schiebetüren und die Frage „Wie viele Mitarbeiter verkraftet ein Chef?“. Das „Forum Praxis“ beschäftigte sich am ersten Tag mit den Neuerungen der DIN 4102-4/A1, der DIN 4109 und der DIN 18 534 und am zweiten Tag mit Fragen rund um die Abnahme und den gestörten Bauablauf. Um die Bauleiterhaftung, Bauschäden im Brandschutz, Abschottung von Leitungsanlagen, Nachunternehmer sowie Abrechnungsfragen ging es im „Forum Direkt“. Die Trockenbau- und Ausbaubranche konnte sich zum weiter anhaltenden Trend bei der Umsetzung von BIM, Fassaden in Trockenbauweise, Abnahme und gestörter Bauablauf auf aktuellsten Stand bringen. Mit dem Trockenbauer als Klimaraum­bauer setzte René Habers von der Georg Fischer GmbH neue Ausrichtungen des Berufsbildes. Dr. Andreas Mayr von der Hochschule Rosenheim versetzte das ­Auditorium mit mathematischen Ausflügen und Formeln zum Schallschutz nach der neuen DIN 4109 und Änderungen im Bauteilkatalog Trockenbau auf die Schulbank.

Im Trendradar, eine Studie von Roland Berger, wird erwartet, dass sich BIM auf die Bauindustrie ähnlich entwickeln wird, wie Amazon im Bereich Retail. Architekten würden demnach Designentscheidungen ohne Handwerkerabstimmungen treffen. In der Folge seien vor allem Baustoffhersteller und Händler mit starken Bindungen zum Handwerk von der Veränderung betroffen. Kleinere Handwerksunternehmen könnten aus dem BIM Markt verdrängt werden, weil größere Unternehmen schneller von BIM profitieren könnten. Diesen Ansatz bestätigt auch Norbert Meier, Geschäftsführer LED Profilelement: Um bei BIM mithalten zu können, sei es an der Zeit die Umsetzung der Digitalisierung von der Planung bis zur Baustelle selber voranzutreiben. „Wir haben mit der Implementierung von Produktionsdaten mit Montagevorschlägen und Anleitung begonnen. Wir haben dazu ein Projekt gestartet und von über 28 000 Elementen derzeit 1500 Trockenbauelemente von verschiedenen Herstellern eingepflegt,” so Meier am Rande der Veranstaltung. In zwei Jahren, Ende September 2019 soll es das zweite Forum geben, so die Planungen.

Weitere Informationen im Internet unter www.zukunft-trockenbau.de