Goldenes Metallgewebe als Decke für Kantine

Der Neubau eines sechsgeschossigen Bürogebäudes für Eumestat in Darmstadt, der Europäischen Organisation für Betrieb und Auswertung me­teorologischer Satelliten, umfasst auch eine Kantine für alle Mitarbeiter. Ihr unverwechselbares Gesicht erhielt sie durch eine lamellenartig abgehängte Decke aus dem goldfarbigen Aluminiumgewebe.

Der von Pielok Marquardt Architekten aus Offenbach gestaltete, rund 10 Millionen Euro teure Neubau ist in seiner Form das Spiegelbild eines bereits bestehenden Gebäudes. Das Erdgeschoss besteht aus zwei getrennten funktionalen Einheiten, die über separate Zugänge zu erreichen sind. So entstand hier neben einem Kontrollzentrum für ein neues Satellitenprogramm auch die Campus-Küche mit angeschlossener Kantine für die inzwischen rund 600 Mitarbeiter am Standort. Dank Pfosten-Riegel-Fassade ist der Raum lichtdurchflutet. Raumprägend ist die abgehängte Decke aus 400 m2 goldfarbenem Aluminiumgewebe. Ihre 120 lamellenartig verlegten Elemente verleihen der Kantine durch ihren dezenten Schimmer die Wirkung von Sonnenstrahlen. Diesen Eindruck unterstreichen LED-Lichtleisten. Zugleich verbirgt das Gewebe die Technik für die ­Lüftung mit Zuluftauslässen an den Elementrahmen. Folglich zählte die Re­vi­sio­nierbarkeit der gewebten Deckenelemente zu den zentralen Anforderungen an den Hersteller GKD aus Düren. Die Planer wählten eine Sonderkonstruktion des Gewebetyps „PC-ALU 6010“ mit unterschiedlichen Drahtdicken in Kette und Schuss und somit eine besonders offene Gewebekonstruktion. So schaffen Funktion und Ästhetik der Gewebedecke den gewünschten hohen Aufenthaltskomfort in der Kantine.

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