Holzachterbahn im Freizeitpark Plohn

Seit 2009 geht es im Freizeitpark Plohn in Sachsen aufwärts, und mit 75 Stundenkilometer wieder runter: Die knapp 25 m hohe und 725 m lange Holzachterbahn sorgt für Nervenkitzel im Westernstil. Nach acht Monaten Bauzeit wurde das fünf Millionen Euro teure Projekt abgeschlossen. Entwickelt wurde die neue Anlage von den amerikanischen Spezialisten für Holzachterbahnen der Great Coasters International Inc. Damit sich die recht große Achterbahn optisch gut in das Naturschutzgebiet einfügt, hat man sie aus Kiefernholzbalken zusammensetzt. Das bergige Vogtland, auf dem die Konstruktion sicheren Halt finden muss, stellte die Planer und Handwerker zudem vor besondere Herausforderungen, denn die Ansprüche an das Material und die Verarbeitung sind entsprechend hoch. Schließlich wurden rund 80 000 m Holz verbaut, die im Gegensatz zu einer Stahlkonstruktion, wesentlich stärker auf thermische Einflüsse reagieren. Für wechselnde Belastung sorgen auch die Wagen, die im Minutentakt die Strecke entlang rasen.

Die ausführende Firma Bauwerk GmbH Laatzen wählte für diese Aufgabe die allgemein bauaufsichtlich zugelassene Heco-Toptix-CombiConnect-Schraube. Dieser kommt im Wechselspiel aus Be- und Entlastung des Holzes eine ganz besondere Rolle zu: Sie dient der Querzugverstärkung und sorgt dafür, dass die auftretenden Belastungen im Holz übertragen werden können. Zudem verhindern die Schrauben zuverlässig, dass bei starkem Druck die weichen Fasern im Holz ausreißen. Mit ihrem Gewinde erzielt die Schraube einen Klemmeffekt, der das bewegliche Material Holz zusammenzieht und die Mehrfachbelastung ausgleicht. So kann ein stabiler, aber auch flexibler Halt garantiert werden. Zudem lässt sich die Schaube schnell und einfach einschrauben. Wie wichtig besonders der Faktor Zeit bei der Verarbeitung ist, zeigte der straffe Zeitplan, an den sich die Handwerker beim Bau der Achterbahn halten mussten. Direkt nach der Winterpause sollte das Mammut-Projekt pünktlich zum Saisonstart abgeschlossen sein. Verbaut wurden insgesamt rund 1,3 Millionen Nägel, 80 000 m Holz, 60 000 Bolzen, 2500 m2 Beton und 350 000 Stück Bewehrungsstahl. Seit Mitte 2009 ist Ostdeutschlands größte Holzachterbahn „El Toro“ fertig gestellt.

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