Umbau und Neubau auf dem Hambacher Schloss von Max Dudler

Museum und Restaurant Hambacher Schloss

Das Hambacher Schloss thront auf der Spitze eines kegelförmigen Berges hoch oberhalb von Neustadt an der Weinstraße. Es gilt ganz zu Recht als die Wiege der deutschen Demokratie, denn dort fand im Mai 1832 das so genannte Hambacher Fest statt: 30 000 Menschen aus allen Bevölkerungsschichten setzten sich damals in einem Marsch zur Schlossruine für Freiheiten, Demokratie, die Einheit Deutschlands und eine Neuordnung Europas ein. Zum 150-jährigen Jubiläum des Hambacher Festes wurde das Schloss unter Leitung des Architekten Professor Horst Römer in den 1980er Jahren restauriert. Im Anschluss zog die Dauerausstellung zur Demokratiebewegung in Deutschland ein. Seit 2005 wurde die Ausstellung in mehreren Bauabschnitten kontinuierlich nach Plänen des Berliner Architekten Max Dudler umgestaltet. Sämtliche von ihm geplanten baulichen Veränderungen sollten „den historischen Bestand lediglich unterstützen und nicht wesentlich in ihn eingreifen. Ziel des Eingriffs war es, die erhaltene Substanz behutsam zu bereinigen, zu öffnen und zu verdichten. Räumliche und chronologische Zusammenhänge sollten wieder lesbar werden“, so der Architekt.

Ende April 2011 wurde südlich des Schlosses auch ein Restaurant-Gebäude auf einer der Wehrmauern eröffnet – ebenfalls nach Plänen von Max Dudler: „Die Ausbildung beider Baukörper orientiert sich am Bild der Wehrmauern, wovon es zahlreiche auf dem Schlossberg gibt. Dies drückt sich auch in der Wahl des gespaltenen Sandsteins für die Fassaden aus“.