Flüssigkunststoff schützt Denkmäler Abdichtungs- und Beschichtungssysteme für denkmalgeschützte Gebäude

Abdichtungs- und Beschichtungssysteme auf Basis von Polymethylmethacrylatharzen gewährleisten dauerhafte Dichtigkeit bei der Sanierung von Denkmälern. Dank großer Farbauswahl und verschiedener Oberflächenvarianten lassen sie sich an die bauliche Optik anpassen.

In Deutschland gibt es etwa 1,3 Millionen Kulturdenkmäler, die durch ihre exponierte Lage häufig schutzlos der Witterung ausgesetzt sind. Diese hinterlässt mit der Zeit unschöne Spuren und ist oft Ursache für den Verfall von einzigartigen Monumenten. Ein Drittel der Denkmäler wird laut einer Veröffentlichung der Bundesregierung als gefährdet oder dringend sanierungsbedürftig eingestuft. Um Einzelobjekte, Flächendenkmäler und historische Stadtkerne zu bewahren, ist eine Sanierung gefragt, die dauerhaften Schutz vor Regen, Frost und UV-Strahlung gewährleistet, dabei aber die länderspezifischen Gesetze des Denkmalschutzes erfüllt. Diese beinhalten Vorgaben für die Pflege, den Schutz und Erhalt von Denkmälern. Mit Triflex Flüssigkunststoff lassen sich Objekte ohne bauliche Veränderung instandsetzen. Die Abdichtungs- und Beschichtungssysteme haften auf verschiedenen Untergründen und passen sich durch die farblichen Gestaltungsmöglichkeiten dem historischen Charakter an. Nach der Sanierung mit Triflex Systemlösungen auf Basis von beständigen Polymethylmethacrylatharzen (PMMA) ist der dauerhafte Erhalt von Denkmälern wieder gesichert.

Unsichtbar schützen

Viele historische Bauwerke wie Statuen, Brunnen, Villen, Museen, Burgen und Schlösser haben den Charakter eines Wahrzeichens. Sie sollen in ihrer Ursprungsform erhalten werden, um geschichtliche Ereignisse für viele Generationen greifbar zu machen. Doch im Laufe der Zeit setzen Nässe, Frost und UV-Strahlung den Denkmälern zu: Risse bilden sich, Fugen verspröden und Beschichtungen blättern ab. So kann Feuchtigkeit in die Bausubstanz eindringen und wertvolle Exponate in Innenräumen beschädigen. Sogar die Statik von Gebäuden kann leiden. Außerdem beeinträchtigen Moose und Wasserablaufspuren die Optik. Um den Wert von historischen Bauwerken zu bewahren, werden hohe Anforderungen an eine Sanierung gestellt: Neue Abdichtungen und Beschichtungen müssen auf verschiedenen Untergründen haften, Risse überbrücken, der Witterung standhalten und langfristig vor Feuchtigkeit schützen. Dabei dürfen sie das Denkmal baulich nicht verändern.

Systeme auf Basis von Polymethylmethacrylatharzen (PMMA) erfüllen diese Anforderungen und gewährleisten dauerhafte Dichtigkeit. Dank großer Farbauswahl und verschiedener Oberflächenvarianten lassen sie sich an die bauliche Optik der Denkmäler anpassen und verändern das historische Erscheinungsbild nicht. Das Mindener Unternehmen Triflex hat sich auf die Herstellung von PMMA-Produkten wie Triflex BTS-P, Triflex ProDetail und Triflex ProFibre spezialisiert, die von Fachbetrieben zur Sanierung und Instandsetzungen von Böden, Fassaden, Dächern oder Zierbrunnen historischer Bauwerke eingesetzt werden.

Dichtes Dach fürs Weltkulturerbe

Als Herzstück der Berliner Museumsinsel fasziniert das Pergamonmuseum, das zwischen 1910 und 1930 entstand, heute jährlich über 800 000 Besucher. Die UNESCO erklärte es 1999 zum Weltkulturerbe. Doch akute Bauschäden wie undichte Dächer, feuchtes Mauerwerk und eine mangelhafte Statik trübten den Glanz des Gebäudes. Um die ausgestellten Exponate wieder in einer intakten Umgebung zu präsentieren, sollte das Museum instandgesetzt werden. Die Arbeiten umfassten auch die Sanierung der undichten Glasdächer.

Die Kittungen der in T-Profilen liegenden Glasscheiben waren versprödet. Vögel hatten den Kitt ausgepickt und die Fläche beschmutzt, Teile der Stahlträgerkonstruktion setzten Rost an. So drang Regenwasser in den Dachraum und an einigen Stellen in die Ausstellungsräume. Für die dauerhafte Abdichtung der alten Glasdächer bis ins kleinste Detail wählte der ausführende Handwerksbetrieb das Abdichtungssystem Triflex ProDetail. Der vliesarmierte Flüssigkunststoff haftet ohne Grundierung auf Glas. Außerdem bindet er die Drahtglasscheiben nahtlos und unterlaufsicher an die Metallprofile an. Insgesamt 17 Kilometer Fugenstrecke wurden damit auf dem Museumsdach langzeitsicher abgedichtet.

Grand Hotel National in Luzern

Seit 1870 steht das Grand Hotel National am Vierwaldstättersee in Luzern für Tradition und Gastlichkeit. Doch mit der Zeit hatten Wasserablaufspuren, Risse und Moose die Optik der Fassade im Stil der französischen Renaissance beeinträchtigt. Bei der Sanierung wurden unter anderem die Schäden auf den rund 100 Sandsteinbalkonen und -terrassen beseitigt. Da das Hotel unter Denkmalschutz steht, galt es, dessen Vorgaben einzuhalten, insbesondere bei der farblichen Gestaltung der Balkone. Mit dem vollflächig vliesarmierten Balkonabdichtungssystem Triflex BTS-P dichteten Sanierungsexperten die Balkone sowie zahlreiche Verschnörkelungen und detailreiche Verzierungen ab. Auf auskragenden Balkonplatten und nicht genutzten Bereichen setzten sie das Beschichtungssystem Triflex BFS ein. Durch die Farbgestaltung in natürlichem Steingrau blieb der ursprüngliche Charakter der Sandsteinbalkone und -terrassen erhalten.

Neue Haut für historische Figuren

Zwei imposante Gerberfiguren auf dem Dach zieren das denkmalgeschützte ehemalige Gerberhauses im oberösterreichischen Wels. Seit 1925 jeglichen Witterungseinflüssen ausgesetzt, waren die Statuen sanierungsbedürftig geworden. Die alte Beschichtung bröckelte ab, und der Beton kam zum Vorschein. Ein flexibles und elastisches Material war gefragt, mit dem die ursprüngliche Form der Figuren erhalten werden konnte. Außerdem musste es aufgrund der schwer zugänglichen Lage leicht aufzubringen sein. Daher kam ein schnell reaktives Triflex Abdichtungsharz zum Einsatz. Größere Detailflächen wie den Sockel dichteten die Sanierungsexperten mit Triflex ProDetail ab. Auf kleinere Details wie Hände, Gesicht oder Muskelpartien applizierten sie Triflex ProFibre. Durch seine sehr gute Haftung auf Beton schmiegt sich das Harz wie eine zweite Haut an die Figuren an und schützt sie trotz exponierter Lage dauerhaft vor Witterungseinflüssen.

In leuchtenden Wasserfarben

Auch Brunnen lassen sich mit Triflex Flüssigkunststoff instandsetzen und gestalten, wie das Beispiel eines Zierbrunnes im Park der italienischen Villa Magni aus dem 19. Jahrhundert verdeutlicht. Die Zeit hatte unschöne Spuren auf dem Objekt hinterlassen: Die Beschichtung blätterte ab, und Risse machten den Brunnen unansehnlich. Damit das Becken wieder dem feudalen Ambiente der Villa entspricht, hat sich der Eigentümer für eine Sanierung mit den witterungsstabilisierten Abdichtungen Triflex ProTect und Triflex ProDetail entschieden. Durch die abschließende Versiegelung mit Triflex Cryl Finish 205 im Farbton Aqua erstrahlt der Brunnen in frischem Türkisblau und verleiht dem Eingangsbereich der Villa neuen Glanz.

Autorin

Dipl.-Ökonomin Sarah Opitz ist bei der Firma Triflex in Minden für Presse und Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Wichtig:

Neue Abdichtungen und Beschichtungen dürfen das Denkmal baulich nicht verändern

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