Durch die Wand

Bei Umbauten und Ausbesserungen am Mauerwerk muss der Handwerker präzise arbeiten, um die umliegende Wand nicht zu beschädigen. Werden Teilstücke ausgeschnitten, muss man in der Regel mit Stichsäge oder Hammer und Meißel vorbereiten, bevor Winkelschleifer oder Diamantsäge zum Einsatz kommen.

Um besonders genaue und tiefe Schnitte ohne derartige Vorarbeiten zu ermöglichen, hat der australische Werkzeughersteller Arbortech die Universalsäge AS170 mit der Allsaw-Technologie entwickelt. Damit lassen sich Schnitte bis zu einer Tiefe von 170 mm ohne Überschnitt ausführen, so dass sogar ein nachträgliches Verputzen entfällt. Die Arbeit mit der AS170 produziert dabei lediglich groben Staub und keinen gesundheitschädlichen Feinstaub.

Zwei gegenläufige Klingen

Statt eines rotierenden Sägeblatts kommen bei der AS170 zwei gegenläufige Klingen zum Einsatz, die das Mauerwerk sorgfältig zerschlagen und gleichzeitig ausschaben. Dadurch entstehen hochpräzise, glatte Schnitte entlang der kompletten Schneidtiefe. Anders als bei großen Sägeblättern sind so auch direkte Einsteckschnitte, also ein bündiges Einschneiden in die Wand, möglich. Selbst Fugen können sorgfältig ausgeschnitten werden, wodurch beispielsweise das Entnehmen einzelner Ziegelsteine möglich ist. Für ein noch präziseres Arbeiten gibt es als Alternative zu den Allzweckklingen spezielle Einstech- sowie Fugenpräzisionsklingen und weiteres Schneidwerkzeug, das je nach Anwendung gewählt werden kann. Alle Klingen sind mit Hartmetallzähnen bestückt. Sie zeichnen sich durch ihre Robustheit aus und können bei Bedarf nachgeschärft werden.

So schneiden die Allzweckklingen unter anderem Backsteine, Mörtel, Holz und Baumwurzeln. Die gängige Version schafft eine Schnitttiefe von 115 mm, in der XL-Variante sind 170 mm möglich. Daher ist diese Ausführung besonders für Wanddurchbrüche geeignet. Spezielle Einstechklingen sind ideal, um eckige Öffnungen bis zu einer Tiefe von 120 mm ins Mauerwerk zu schneiden. Sie kommen deshalb vor allem bei Sanitär- und Elektroinstallationen zum Einsatz. Mit den Fugenpräzisionsklingen lässt sich Mörtel aus der Stoßfuge entfernen.

Kein Überschnitt und kein Steckenbleiben

Da kein Überschnitt entsteht, können mit der AS170 auch sensible Bereiche wie denkmalgeschützte Fassaden oder auch Sanitäranlagen bearbeitet werden. „Um neue Armaturen anzubringen, müssen die Aussparungen in der Wand häufig vergrößert werden. Da kommt es auf Genauigkeit an“, erklärt Udo Arens, Arbortech-Verkaufsleiter für Deutschland. „Beim Ausbessern eines Fliesenspiegels ist es wichtig, dass bis in die Ecken geschnitten werden kann, ohne die danebenliegenden Fliesen zu beschädigen.“ Auch beim Denkmalschutz spielt Feinarbeit eine große Rolle, so Arens: „Hier müssen oft einzelne Steine herausgeschnitten werden. Mit einer Diamantsäge oder einem Winkelschleifer ist das nicht möglich, da das umliegende Mauerwerk beschädigt würde.“

Die 4,3 kg leichte Handsäge ist mit einem 1250-W-Hochleistungsmotor ausgestattet. Selbstabschaltende Kohlebürsten sowie eine spezielle Luftführung, die den Motor vor abrasivem Staub schützt, verhindern Motorschäden selbst im Dauereinsatz. Die Allsaw-Schneidetechnologie ermöglicht auch ein sehr sicheres Arbeiten: Das bei Trennschleifern allgegenwärtige Risiko des Steckenbleibens und damit Zurückschlagens des Werkzeuges gibt es bei der AS170 nicht. Zudem sorgt ein Anti-Vibrationsgriff für eine effektive Absorption der Vibrationen. Trotz der geringen Staubentwicklung enthält die Säge einen Staubtrichter, der an alle handelsüblichen Staubsauger angeschlossen werden kann. Durch die geringe Staubentwicklung können die Arbeiten mit der Säge sogar in bewohnten Gebäuden ausgeführt werden.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Unternehmenswebsite www.as170.com. Dort können Sie sich auch englischsprachige Anwendungsvideos der AS170 ansehen.

Autor

Sven Blicks ist Geschäftsführer der Arbortech Europe GmbH in Finnentrop.

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