Klassische Messe BAU 2021 abgesagt

Die Messe BAU 2021 wird nicht vom 11. bis 16. Januar 2021 als klassische Präsenzmesse stattfinden. Das hat die Messegesellschaft bei einer gemeinsamen Sitzung mit Fachbeirat und Kuratorium der BAU am 30. September beschlossen. Grund für die Absage ist das sich verschärfende Infektionsgeschehen der Covid-19 Pandemie. Durch die Ausweisung von immer mehr Risikogebieten in Europa und damit verbundenen Reisebeschränkungen sei davon auszugehen, dass nur wenige der ursprünglich erwarteten Besucher vor Ort sein würden. Aussteller und Besucher müssen aber nicht vollständig auf diesen wichtigen Erfahrungsaustausch verzichten: Vom 13. bis 15. Januar 2021 soll ein hybrides Messeformat realisiert werden. Der digitale Teil dieser Veranstaltung werde auch ein wichtiger Bestandteil der klassischen Präsenzmesse BAU 2023 sein, die dann wieder wie gewohnt stattfinden soll.

Noch im Juni hatte die Messe München in Übereinstimmung mit Fachbeirat und Kuratorium verkündet, die Veranstaltung planmäßig im Januar 2021 umzusetzen – allerdings mit dem Vorbehalt, die Entwicklung abzuwarten und die Lage Ende September noch einmal zu überprüfen, bevor die Aussteller das Gros ihrer Messeinvestitionen getätigt haben. Dazu Dr. Reinhard Pfeiffer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München: „Sinkende Infektionszahlen und Grenzöffnungen gaben im Juni die berechtige Hoffnung auf eine deutliche Besserung der Situation. Leider haben sich die Vorzeichen im Laufe des Septembers stark geändert. Auch wenn eine Präsenzmesse mit unseren Schutz- und Hygienemaßnahmen möglich wäre, hat die Ausweisung von immer mehr Risikogebieten in ganz Europa mit den damit verbundenen Reisebeschränkungen jetzt diese Entscheidung gefordert. Nach unserer Ausstellerumfrage, die wir in den letzten Tagen gerade auch vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Covid-19-Situation durchgeführt haben, hält nunmehr der weitaus überwiegende Teil unserer Aussteller seine Teilnahme an der Präsenzmesse für unrealistisch, da in der jetzigen Situation davon auszugehen ist, dass nur wenige der ursprünglich erwarteten Besucher vor Ort sein werden.“

Zustimmung erhält Reinhard Pfeiffer von Dieter Schäfer, dem langjährigen Vorsitzenden von BAU Fachbeirat und Kuratorium: „Die Entscheidung vom Juni war richtig. Damals wäre es viel zu früh gewesen, die BAU in Frage zu stellen. Uns war allen klar, dass Ende September Klarheit geschaffen werden muss. Daher war es auch konsequent, letzte Woche eine Umfrage durchzuführen. Fachbeirat und Kuratorium stehen hinter der Entscheidung, die BAU 2021 durch ein hybrides Format zu ersetzen.“

Eine Verschiebung der BAU wurde mit Fachbeirat und Kuratorium diskutiert. „Eine Verschiebung der Messe war für uns nie eine ernsthafte Option, weil sie den zweijährigen Innovationszyklus, an dem sich die BAU seit jeher orientiert, unterbrochen hätte. Internationale Aussteller und Besucher sind ein Markenkern der klassinschen BAU. Unter den aktuellen Covid-19 Rahmenbedingungen hätten wir diese Erwartung nicht erfüllen können“, erklärte Martin Hörmann, stellvertretender Vorsitzender dieser beiden Gremien.

Hybrides Format – was erwartet Aussteller und Besucher?

Die BAU 2021 wird sich im Vergleich zu den Vorjahren in einem deutlich veränderten Erscheinungsbild präsentieren. Das hybride Format umfasst neben einer kompakten Ausstellungsfläche ein digitales Zusatzangebot vor allem für die Aussteller und Besucher, die aufgrund der Reisebeschränkungen nicht nach München kommen können.

Im ICM Internationales Congress Center München sowie in bis zu zwei Messehallen werden sich Aussteller präsentieren können, aber auch Foren und Sonderschauen werden dort umgesetzt. Unternehmen, die sich vor Ort präsentieren wollen, haben die Wahl zwischen kompakten Systemständen und einer individuellen Standgestaltung.

Im digitalen Teil der Veranstaltung stehen Vorträge und Diskussionen aus den Foren als Live-Stream sowie als aufgezeichnete Videos für ein globales Publikum zur Verfügung. Darüber hinaus haben Unternehmen die Möglichkeit, ihre Produkte virtuell in eigenen Online-Sessions zu präsentieren. Um sich mit anderen Teilnehmern auszutauschen, bietet das hybride Format außerdem virtuelle Networking Module an.

Aktualisierte Infos online

Details zum neuen Messe-Format sowie weitere Informationen zu den Teilnahmemöglichkeiten für Aussteller und Besucher stehen ab sofort unter www.bau-muenchen.com zur Verfügung. Leser der Zeitschirft bauhandwerk können sich über den jeweils aktuellen Stand auch auf unserer Homepage www.bauhandwerk.de informieren. Der dort veröffentlichte Beitrag über die BAU 2021 wird gegebenenfalls fortlaufend aktualisiert.

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