Wenn Mängel zum Risiko werden: Coman bietet Software für den Baustellenalltag

Ein Bauabschnitt gilt als abgeschlossen. Die Teams sind bereits auf der nächsten Baustelle eingeplant. Erst später zeigt sich: Mehrere Mängel wurden zwar festgestellt, aber nicht sauber dokumentiert oder nachverfolgt. Es ist unklar, wer zuständig war, was bereits erledigt wurde – und was noch offen ist.

Mit der „Coman Suite“ bietet die Coman Software GmbH eine Lösung, die Baumängel digital abbildet.
Foto: Coman Software

Mit der „Coman Suite“ bietet die Coman Software GmbH eine Lösung, die Baumängel digital abbildet.
Foto: Coman Software
Solche Situationen gehören auf vielen Baustellen zum Alltag. Mängel werden häufig direkt vor Ort aufgenommen – allerdings oft analog oder über informelle Wege: per Messenger-Dienst, telefonisch oder handschriftlich auf Notizzetteln. Diese Informationen helfen im Moment der Aufnahme, verlieren aber im weiteren Projektverlauf an Verlässlichkeit. Zuständigkeiten verschwimmen, Bearbeitungsstände sind nicht transparent nachvollziehbar, und fehlende Informationen müssen später aufwendig rekonstruiert werden. Das führt zu Rückfragen, Verzögerungen und zusätzlichem Abstimmungsaufwand.

Baumangel aufnehmen und Verantwortung zuweisen

Mit der „Coman Suite“ bietet die Coman Software GmbH eine Lösung, die diesen Prozess digital abbildet und strukturiert verfügbar macht. Im Unterschied zur bislang üblichen Praxis verbleiben Informationen nicht mehr in einzelnen Kommunikationskanälen oder persönlichen Notizen, sondern werden direkt bei der Erfassung zentral dokumentiert. Ein Bauleiter nimmt einen Mangel vor Ort auf, ergänzt ein Foto und weist die Aufgabe unmittelbar einer verantwortlichen Person zu. Die Erfassung erfolgt über den Browser auf dem Smartphone und funktioniert unabhängig vom verwendeten Gerät. Auch ohne durchgehend stabile Internetverbindung bleiben die Daten erhalten und werden synchronisiert, sobald wieder Netz verfügbar ist.

„Auf Baustellen wird schnell entschieden und oft pragmatisch gehandelt – das ist auch notwendig“, sagt Sven Kägebein, Co-Gründer und Geschäftsführer der Coman Software GmbH. „Schwierigkeiten entstehen meist erst im Nachgang, wenn Informationen nicht mehr vollständig vorliegen und Abläufe nicht mehr eindeutig nachvollziehbar sind.“

Gewerke haben bessere Übersicht auf einer Baustelle

Gerade in Projekten mit mehreren Gewerken zeigt sich dieser Effekt deutlich. Unterschiedliche Unternehmen arbeiten zeitlich versetzt oder parallel an denselben Bereichen. Informationen werden über verschiedene Wege übergeben – etwa telefonisch, über Messenger oder in Gesprächen vor Ort – und gehen dabei teilweise verloren oder werden unterschiedlich interpretiert. In der Praxis führt das häufig dazu, dass Mängel doppelt aufgenommen, unvollständig bearbeitet oder übersehen werden.

Die „Coman Suite“ biete laut Software-Unternehmen hier bewusst einen Ansatz, der die bestehende Arbeitsweise nicht ersetzt, sondern strukturiert ergänzt. Auch externe Projektbeteiligte wie Nachunternehmer oder Bauherren könnten eingebunden werden, ohne dass dafür eigene kostenpflichtige Zugänge erforderlich seien. Diese sogenannten Gäste erhalten genau die Informationen, die sie zur Bearbeitung benötigen, ohne selbst neue Vorgänge anlegen zu müssen. Dadurch entsteht eine gemeinsame, aktuelle Informationsbasis für alle Beteiligten – unabhängig von Unternehmensgrenzen.

Coman bietet 14-tägige Testung

Ein weiterer Fokus liege auf einem möglichst einfachen Einstieg. Die Registrierung sowie das Anlegen eines ersten Projekts dauern in der Regel nur wenige Minuten, verspricht Coman. Über eine 14-tägige Testphase kann die Anwendung im eigenen Projektumfeld unverbindlich getestet werden, ohne dass im Vorfeld vertragliche Verpflichtungen eingegangen werden müssen.

„Viele Lösungen scheitern nicht an ihren Funktionen, sondern daran, dass sie im Alltag nicht konsequent eingesetzt werden“, erklärt Timur Ripke, Co-Gründer und zweiter Geschäftsführer von Coman Software. „Deshalb haben wir großen Wert darauf gelegt, dass der Zugang so einfach wie möglich ist und sich die Anwendung ohne Schulung direkt nutzen lässt.“

Baumängel werden direkt bei der Erfassung zentral dokumentiert und einer verantwortlichen Person zugewiesen.
Screenshot: Coman Software

Baumängel werden direkt bei der Erfassung zentral dokumentiert und einer verantwortlichen Person zugewiesen.
Screenshot: Coman Software
Auch die technische und organisatorische Ausgestaltung orientiere sich an den Anforderungen der Baupraxis. Als webbasierte Software wird die „Coman Suite“ über ein Abonnement-Modell genutzt und ist damit unabhängig von festen Installationen oder bestimmten Endgeräten einsetzbar. Gleichzeitig trage dieses Modell der projektbasierten Arbeitsweise in der Branche Rechnung: Nutzungen könnten flexibel angepasst werden, etwa wenn Projekte ruhen, sich zeitlich verschieben oder das Unternehmen gerade kein Projekt umsetzt, etwa in der Winterpause. In solchen Fällen lasse sich das Abonnement zu einem günstigeren Preis pausieren, sodass Daten erhalten bleiben und Projekte zu einem späteren Zeitpunkt nahtlos fortgeführt werden können, heißt es aus dem Unternehmen.

Datenverarbeitung auf Servern in Deutschland

Darüber hinaus spielen Aspekte wie Datenhoheit und regulatorische Anforderungen eine wachsende Rolle. Die Anwendung wurde vollständig in Deutschland entwickelt, die Datenverarbeitung erfolgt auf Servern in Deutschland und ist auf die Einhaltung der geltenden DSGVO-Anforderungen ausgelegt. Für viele Bauunternehmen werde damit ein Rahmen geschaffen, der sowohl funktional als auch organisatorisch den eigenen Anforderungen entspricht.

„Im Bauumfeld geht es nicht darum, möglichst viele Funktionen bereitzustellen, sondern verlässliche Strukturen zu schaffen“, ergänzt Mats-Milan Müller, Head of Marketing bei Coman Software. „Wenn Informationen vollständig vorliegen und für alle Beteiligten zugänglich sind, lassen sich viele typische Probleme im Projektverlauf deutlich reduzieren.“ (bhw/ela)

https://coman-software.com

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