Klosterkirche „maßgeschneidert“ eingerüstet

Die Gerüstbaufirmen Burkart Gerüstbau aus Rheinstetten und die Firma Wolfgang Fuchs aus Bühlertann schufen mit dem AllroundGerüst von Layher am und im ehemaligen Zisterzienserkloster Maulbronn die Grundlage für die umfangreichen Arbeiten zum Erhalt des baden-württembergischen Kulturdenkmals. Das Kloster wurde in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Bei der Sanierung der Klosterkirche lag der Schwerpunkt auf der Reparatur und Stabilisierung des Dachstuhls, der aus dem Jahre 1172 stammt. Auch die rund 700 m2 große Dachfläche wurde neu gedeckt.

Sanierung der Außenwände

Darüber hinaus standen die Sanierung der Außenwände und ihrer Strebenpfeiler sowie die Überarbeitung des Putzes in der Kirche auf dem Programm. Dafür wurde die Klosterkirche nicht nur im Innern komplett eingerüstet, sondern parallel auch an den Fassaden – mit einer freistehend konzipierten Gerüstkonstruktion von Layher.


Innen 18 m hohes Raumgerüst

Zum Ausbessern des Putzes im Innenraum der Kirche wurde die Firma Fuchs mit der Montage eines 18 m hohen Raumgerüstes beauftragt. Zuvor musste das reich geschnitzte gotische Chorgestühl mit einer Plattform überdacht werden. Dies realisierten die Gerüstbauer mit eigens angefertigten Layher-Gitterträgern von 8,70 m Spannweite. Da im denkmalgeschützten Bauwerk nicht verankert werden durfte, wurde die Raumkonstruktion auf halber Höhe mit Allround-Gitterträgern verbunden. Diese kamen dazu auch als Unterkonstruktion für die Arbeitsfläche im Deckenbereich zum Einsatz. Am Gewölbe zeigte sich zudem die hohe Flexibilität des Allround-Systems: Um den Zugang optimal an die Bauwerkskontur anzupassen, wurde das Gerüst mit Standardbauteilen spielend und effizient „abgestuft“.

Abgehängtes Gerüst an Leimholzbindern

Eine trickreiche Lösung zur Sanierung des Dachstuhls ließ sich auch die Firma Gerüstbau Burkart einfallen: Da das historische Dach nicht belastet werden durfte, hängte die Gerüstbaufirma die Arbeitsgerüste an Holzleimbindern ab. Dazu wurde zuerst ein Traggerüst montiert – aus dem Layher "AllroundGerüst". Anschließend konnten die Holzleimbinder per Kran auf dem Gesims sowie dem Allround-Traggerüst abgelegt werden. Von hier aus montierten die Gerüstbauer das Arbeitsgerüst Schritt für Schritt und passgenau entlang der Fassade sowie um die Strebenpfleiler herum.

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