Offroad
Im Praxistest: Der Isuzu D-Max mit Handwerker-Ausbau

Mit dem Wagen direkt bis zum Arbeitsplatz fahren, ganz gleich ob Schlamm, unwegsames Gelände oder steile Bergstraßen dazwischen liegen und dazu auch noch das gesamte Werkzeug inklusive mobiler Werkstatt dabei haben – für viele Handwerker, die auf Baustellen abseits befestigter Wege tätig sind, ist das nur ein Traum. Mit dem Isuzu D-Max in der Handwerkerausführung kann der Traum einer „Offroad-Werkstatt“ jetzt Wirklichkeit werden.

Die BAUHANDWERK-Redaktion fuhr den Isuzu Pick-up mit Space-Cab und 3-Liter Turbodiesel. Der 4-Zylinder-Common-Rail-Motor liefert eine Leistung von 120 kW und ein Drehmoment von 360 Nm. Damit schafft das Fahrzeug nicht nur eine Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h, sondern hat auch genug Kraft, um bis zu 3 t gebremste Anhängelast zu ziehen. Der Verbrauch ist dabei natürlich etwas höher, liegt aber mit 8,4 l auf 100 km (kombiniert) noch im erträglichen Bereich. Die Fahrgeräusche auf der Autobahn sind angenehm niedrig – selbst der Aufbau verursacht kaum Windgeräusche.

 

Im Gelände zu Hause

 

Der D-Max ist ein reinrassiges Geländefahrzeug – also nutzen wir die Autobahnbaustelle in der Nähe und fahren mit dem Fahrzeug in den Schlamm. Dazu wird über eine Drucktaste vom 2-Rad-Antrieb auf den Allrad-Antrieb mit Geländeübersetzung umgeschaltet; daneben kann auch noch der Allrad-Antrieb ohne Geländeübersetzung gewählt werden, zum Beispiel für Fahrten auf verschneiten Straßen. Los geht es – über verschlammte Wege, die von den Bau-Lkw wunderbar zerfahren und vom Regen herrlich aufgeweicht sind. Alles kein Problem – der D-Max wühlt sich unbeeindruckt durch den Dreck. Dabei sorgt das selbstsperrende Hinterachsdifferenzial für konstant guten Grip. Da vergisst man schnell, dass man mit einem Nutzfahrzeug unterwegs ist …

 

Durchdachter Aufbau

 

Also zurück auf die Straße, umschalten auf den materialschonenden 2-Rad-Antrieb und die Luftfedern an der Hinterachse, die über die Schalttafel in der Kabine auf eine komfortable Fahrposition eingestellt sind. Jetzt schauen wir uns den Aufbau an, der den D-Max erst zu einem „richtigen“ Handwerker-Fahrzeug macht: Die Basis bildet das Hardtop zusammen mit einem herausziehbaren Schiebeplateau. Über abschließbare Klappen in den Seitenwänden des Hardtops gelangt man an Schubladenkästen von Sortimo, die Platz für Werkzeug und ähnliche kleinere Utensilien bieten. Unter der Plattform, auf der die Schrankelemente angebracht sind, befindet sich das herausziehbare Plateau. Es kann auf Teleskopschienen rund 1,2 m aus dem Heck herausgezogen werden und dient als Werkbank – auf Wunsch sogar mit Schraubstock. Die gesamte Mechanik macht dabei einen sehr robusten Eindruck – allerdings federt die Plattform mit, wenn man sich darauf abstützt oder ein schweres Werkstück ablegt – das kann bei einigen Arbeiten stören. Hier wäre vielleicht eine herausklappbare Abstützung angebracht.

 

Individuelle Ausstattung

 

Auf dem Schiebeplateau sind weitere Ablagemöglichkeiten angebracht, wobei sich die Zwischenböden herausnehmen lassen, um so Platz für größere Werkzeugkoffer oder Maschinen zu schaffen. Sie können an den zahlreichen Zurrösen sicher befestigt werden. Ein dank Magnet- und Saugnapf flexibel am Fahrzeug montierbarer Arbeitsscheinwerfer ermöglicht auch die Arbeit bei Dunkelheit. Zusätzliches Langgut lässt sich auf dem Dachträger unterbringen, der für den Transport von Rohren oder Profilen zudem mit einem Transportrohr ausgestattet ist. Die Ausstattung unseres Testfahrzeugs ist allerdings nur ein Beispiel – sie kann beim Isuzu-Händler individuell zusammengestellt werden.

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