denkmal 2018 erntet Zuspruch

Rund 14 200 Besucher haben Anfang November vergangenen Jahres die Messe denkmal in Leipzig besucht.  Die Messe gilt zurecht als europäische Leitmesse, zeigt sich doch wie keine andere Produkte und Dienstleistungen rund um die Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung.

Auf der denkmal präsentierten 448 Aussteller aus 19 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen aus allen Bereichen der Denkmalpflege und Restaurierung. Die beteiligten Unternehmen und Institutionen zogen ein positives Resümee: „Bezüglich der denkmal als Ganzes bin ich begeistert über die Euphorie und Aufbruchsstimmung, die überall zu spüren war. Als Restauratoren im Handwerk haben wir auf der diesjährigen denkmal unser neues Standkonzept präsentiert, das die Vielfalt der einzelnen Berufe anhand einzelner Stationen und Vorführungen demonstrierte“, sagt Bernd Jäger, Vorsitzender des Vereins Restauratoren im Handwerk e.V.. Und Dr. Titus Kockel, Referats-leiter im Zentralverband des Deutschen Handwerks, ergänzt: „Die denkmal 2018 war aus Sicht des ZDH ein großer Erfolg. Sie hat viele positive Signale in Richtung Politik und Wirtschaft gesendet und die Botschaft ‚Kulturerbe braucht Handwerk‘ klar zum Ausdruck gebracht“.

 

denkmal setzt Ausrufezeichen in puncto Qualität

Von allen Beteiligten wurden die erneut gestiegene Qualität und Internationalität gelobt. Branchenexperten aus ganz Europa kamen zusammen, um sich über die neuesten Entwicklungen zu informieren und auszutauschen. Handwerksbetriebe und Institutionen der Denkmalpflege und Restaurierung stießen mit ihrem Fokus der Nachwuchsgewinnung auf fruchtbaren Boden. „Die denkmal genießt europaweit ein extrem hohes Ansehen in der Branche. Ihr gelingt es, die enorme Vielfalt der europaweiten Denkmalpflege und Restaurierung abzubilden. So konnten wir in diesem Jahr unter anderem Besucher aus Polen, Russland, Tschechien, der Schweiz, Österreich und Belgien begrüßen“, so Mariella Riedel, Projektdirektorin der denkmal.

Alle Beteiligten einte das große Interesse am Fachprogramm der denkmal, das in diesem Jahr über 200 Veranstaltungen umfasste und seinem Ruf als bedeutendste Fort- und Weiterbildungsplattform der Branche erneut mehr als gerecht wurde. „Die denkmal ist nichts weniger als der Europa-Gipfel der fachlichen Expertise. Wer nicht hier war, hat einen Fehler gemacht“, sagt Dr. Markus Harzenetter, Vorsitzender der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland.

Im Rahmen der Messe wurden zahlreiche weitere begehrte Preise verliehen, allen voran die denkmal-Goldmedaille für herausragende Leistungen in der Denkmalpflege in Europa. Weitere Höhepunkte waren unter anderem die Auszeichnung der Preisträger der 10. Messeakademie, des Bundeswettbewerbs „Europäische Stadt: Wandel und Werte“ sowie die Verleihung des Bernhard-Remmers-Preises und des Denkmalpflegepreises der Handwerkskammer zu Leipzig. Erstmals auf der denkmal wurde zudem der Peter Parler-Preis verliehen, der hochwertige Steinmetzkunst selbständiger Steinmetzmeister und Steinbildhauer honoriert.

 

denkmal 2018 und Sharing Heritage

Die denkmal stand in diesem Jahr erneut unter der Schirmherrschaft der UNESCO. Außerdem bildete sie den dritten und letzten offiziellen Höhepunkt im deutschen Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr – eine Zusammenarbeit, von der beide Seiten profitierten. Erfolgreiche Projekte wurden aus- und vorgestellt und im Sharing-Heritage-Forum herrschte über die gesamte Messelaufzeit großer Besucherandrang.

„Auf der diesjährigen denkmal herrschte eine überaus positive Stimmung und dynamische Atmosphäre, die sich durch die gesamte Messe zog und über die gesamte Laufzeit erstreckte. Der Ansatz, die denkmal 2018 zum offiziellen Höhepunkt im deutschen Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr zu machen, ist voll aufgegangen“, erklärt Dr. Uwe Koch, Leiter der Geschäftsstelle des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz (DNK).

Gemeinsam mit den auf der denkmal vertretenen Experten wurden Strategien erarbeitet, um den Erfolg der in diesem Jahr initiierten Sharing-Haritage-Projekte als Basis für die zukünftige europaweite Arbeit zu nutzen. „Das Europäische Kulturerbejahr offenbarte sich als großartige Aktion, insbesondere im Sinne einer Stärkung des DNK als Anker des deutschen Denkmalschutzes“, so Bernd Jäger, Vorsitzender des Vereins Restauratoren im Handwerk e.V..

 

Autor

Felix Wisotzki ist Kommunikationsreferent Presse bei der Leipziger Messe GmbH.

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