Knieschutz für Handwerker richtig auswählen und verwenden
Knieschutz sollte zur Tätigkeit und zur Arbeitshose passen. Entscheidend sind dabei nicht nur Material und Polsterung, sondern auch der richtige Sitz und die geprüfte Kombination von Hose und Knieschoner. Ebenso wichtig ist es, den Knieschutz regelmäßig auf Verschleiß zu kontrollieren.
Wer im Handwerk regelmäßig auf den Knien arbeitet, ist hohen körperlichen Belastungen ausgesetzt. Langes oder wiederholtes Knien kann insbesondere Knie und Gelenke beanspruchen. Ein geeigneter, zertifizierter Knieschutz kann dazu beitragen, die Knie vor Druckbelastungen und Stößen zu schützen.
Entscheidend für die Schutzwirkung ist nicht allein der Knieschoner. Bei Knieschutzsystemen, die aus Arbeitshose und eingesetztem Knieschoner bestehen, müssen beide Komponenten aufeinander abgestimmt sein. Snickers Workwear hat dafür die Systeme „KneeGuard“ und „SquareFit“ entwickelt. Die entsprechenden Kennzeichnungen an Hose und Knieschoner zeigen, welche Komponenten miteinander kombiniert werden können.
Die richtige Position entscheidet
Langes oder wiederholtes Knien kann Knie und Gelenke beanspruchen
Foto: Hultafors Group
Damit Knieschoner ihre Schutzfunktion erfüllen können, spielt die richtige Hosengröße eine wichtige Rolle. Ist die Arbeitshose zu kurz oder zu lang, kann sich die Position des Knieschoners verändern. Dadurch besteht die Gefahr, dass der vorgesehene Schutzbereich nicht mehr richtig über dem Knie liegt.
Die Knietaschen der Snickers-Workwear-Hosen sind deshalb auf Beweglichkeit und einen sicheren Sitz der Knieschoner ausgelegt. Zusätzliche Abnäher ermöglichen es den Taschen, sich beim Knien zu entfalten, ohne die Passform der Hose zu beeinträchtigen. Falten oberhalb des Knies unterstützen die Bewegungsfreiheit und erhöhen den Tragekomfort.
Für einen sicheren Sitz sorgen zudem mehrere Riegelnähte. Diese halten die Knieschoner sowohl in der richtigen Höhe als auch in einer zentrierten Position. Je nach Modell lässt sich die Höhe der Knieschoner in zwei Positionen einstellen und damit an unterschiedliche Körpergrößen und Arbeitssituationen anpassen.
Knieschutz passend zum Einsatzbereich
Kniepolster für Bodenleger müssen über einen längeren Zeitraum eine knienende Position unterstützen und wiederholte Stöße abfangen
Foto: Hultafors Group
Nicht jede Tätigkeit stellt die gleichen Anforderungen an den Knieschutz. Die „SquareFit“-Knieschoner wurden insbesondere für längeres und intensives Arbeiten auf den Knien entwickelt, beispielsweise bei Bodenverlegearbeiten. Das System unterstützt eine großflächige und stabile Positionierung des Knieschutzes.
Für Gewerke wie Zimmerei, Malerarbeiten oder allgemeine Bautätigkeiten bietet Snickers Workwear verschiedene „KneeGuard“-Knieschoner an. Damit lässt sich der Knieschutz gezielt an die jeweilige Tätigkeit und die individuellen Anforderungen des Trägers anpassen.
Verschleiß regelmäßig überprüfen
Wie lange Knieschoner eingesetzt werden können, hängt von verschiedenen Faktoren ab – darunter Einsatzdauer, Belastung und Arbeitsumgebung. Statt sich ausschließlich an festen Austauschintervallen zu orientieren, empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle des Materials.
Ein wichtiger Indikator ist dabei die Rückstellfähigkeit des Knieschoners. Dehnt sich das Material nach dem Zusammendrücken nicht mehr vollständig aus, kann dies ein Zeichen für fortgeschrittenen Verschleiß sein. Eine einfache Möglichkeit zur regelmäßigen Überprüfung bietet sich beim Waschen der Arbeitshose, wenn die Knieschoner aus den Knietaschen entnommen werden.
Wie lange Knieschoner eingesetzt werden können, hängt von verschiedenen Faktoren ab – darunter Einsatzdauer, Belastung und Arbeitsumgebung
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Grundsätzlich empfiehlt es sich zudem, abgenutzte Knieschoner nicht in einer neuen Arbeitshose weiterzuverwenden. Mit einer neuen Hose und einem neuen Paar Knieschoner lässt sich sicherstellen, dass beide Komponenten optimal zusammenarbeiten und der vorgesehene Schutz gewährleistet bleibt.
Die Norm EN 14 404 definiert Anforderungen an Knieschutz für Tätigkeiten, die im Knien ausgeführt werden. Die Systeme „KneeGuard“ und „SquareFit“ von Snickers Workwear sind gemäß dieser Norm in der vorgesehenen Kombination aus kompatibler Arbeitshose und Knieschoner zertifiziert. Die Zertifizierung bezieht sich dabei auf das jeweilige System und nicht auf die isolierte Verwendung der Knieschoner mit Arbeitskleidung anderer Hersteller.
Materialien für unterschiedliche Anforderungen
Bei der Entwicklung moderner Knieschutzlösungen spielen Materialtechnologien eine zentrale Rolle. Snickers Workwear setzt unter anderem auf die D3O-Technologie, die in mehreren Knieschoner-Modellen zum Einsatz kommt. Das Material ist darauf ausgelegt, Belastungen und Stöße abzufedern und den auf das Knie wirkenden Druck möglichst gleichmäßig zu verteilen. Zu den bekannten Modellen zählen die „9169 D3O“-Ergo-Craftsmen-Knieschoner.
Für besonders anspruchsvolle Arbeitsumgebungen umfasst das Sortiment außerdem flammhemmende Knieschoner. Die „9116-ProtecWork“-Knieschoner bestehen aus 100 Prozent EPDM-Gummi und verfügen über eine Cordura-Laminierung, die auf hohe Robustheit ausgelegt ist. Sie sind gemäß EN ISO 14 116 zertifiziert und für Einsatzbereiche konzipiert, in denen neben mechanischer Belastung zusätzliche Schutzanforderungen bestehen.
Knieschutz für Boden- und Parkettleger
Perlen aus Polyethylen sorgen dafür, dass die Polster über längere Zeit formstabil bleiben
Foto: Hultafors Group
Gerade Boden- und Parkettleger verbringen einen großen Teil ihres Arbeitstags in kniender oder gebückter Haltung. Neben dem eigentlichen Knieschutz spielt deshalb auch die Bewegungsfreiheit der Arbeitskleidung eine wichtige Rolle. Stretcheinsätze können verhindern, dass die Hose bei häufigen Positionswechseln die Bewegung einschränkt. Für länger dauernde Arbeiten auf den Knien können Hosen mit darauf abgestimmten Knieschutzsystemen eingesetzt werden. Das „SquareFit“-System ist beispielsweise für solche Tätigkeiten konzipiert.
Auch die Anordnung der Werkzeugtaschen ist bei knienden Tätigkeiten relevant. Zollstock-, Holster- oder Werkzeugtaschen sollten so positioniert sein, dass Werkzeuge beim Knien möglichst wenig drücken oder die Bewegungsfreiheit beeinträchigen.
Da Arbeitskleidung bei Bodenarbeiten insbesondere im Kniebereich stark beansprucht wird, können Verstärkungen an exponierten Stellen die Lebensdauer der Kleidung erhöhen. Besonders beanspruchte Bereiche können beispielsweise mit abriebfesten Materialien verstärkt werden.
Neben all diesen funktionalen Aspekten gewinnt auch das Thema Design und Corporate Identity (CI) zunehmend an Bedeutung. Betriebe legen Wert auf ein modernes, professionelles Erscheinungsbild, das ihre Marke widerspiegelt. Arbeitskleidung soll daher nicht nur funktional sein, sondern auch optisch überzeugen und ein einheitliches Team-Bild unterstützen.
AutorinJeanette Schumacher arbeitet als Marketing-Assistenz bei der Hultafors Group in Herford.
