Digitalisierungs-Erfahrungen beim Handwerkscamp Berlin austauschen

Die Bedrohung in der Bauwirtschaft wachst. Die Notwendigkeit zur Effizienzsteigerung wird immer unumgänglicher. Wer nicht darauf reagiert, wird dem Strukturwandel zum Opfer fallen. Doch das Angebot an Lösungen ist unübersichtlich und extrem vielfältig. Wie sollte man damit umgehen? Wie machen es andere? Genau das ist die Basis des Handwerkscamp in Berlin. Die Organisatoren haben es sich zum Ziel gesetzt hat, die Innovationen in der Bauwirtschaft zu fördern.

Bauwirtschaft spricht auf Augenhöhe

Das Handwerkscamp in Berlin bietet am 17. und 18. September 2022 Bauunternehmern und Handwerkern die Möglichkeit, sich auf Augenhöhe auszutauschen und über die eigenen Erfahrungen zu sprechen. Was kann besser sein als die Erlebnisse von Gleichgesinnten zu teilen und davon zu profitieren? Die Bauwirtschaft steht vor großen Veränderungen. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels und der Baumaterialknappheit sind Effizienz und Struktur wichtiger denn je. Wer heute seine Prozesse nicht vorausschauend organisiert, hat höhere Kosten und längere Abläufe. Das führt mittelfristig dazu, nicht mehr wettbewerbsfähig zu sein und leicht den Anschluss zu verlieren.

So steht Prognosen zufolge in den nächsten Jahren eine deutliche Konsolidierung bevor, angesichts dessen tausende Klein- und Kleinstbetriebe vom Markt verschwinden werden. Aber auch mittelständische Betriebe sind gut beraten, sich entsprechend aufzustellen.

Es gibt Lösungen, doch die Bauwirtschaft ist skeptisch

Die Lösung sind digitale Tools und Abläufe. Denn Digitalisierung schafft Abhilfe und ist damit eines der wichtigsten Themen im Bauhandwerk der heutigen Zeit. Allerdings liegen wie in kaum einem anderen Bereich die Potenziale und Herausforderungen so dicht beieinander. Denn trotz des allgemeinen Digitalisierungsschubs durch die Corona-Pandemie tun sich viele Betriebsinhaber und Handwerksmeister immer noch recht schwer mit der Digitalisierung. Zwar gibt es bereits vielfältige Angebote zur Schulung für das Baugewerbe, die jedoch oftmals nur mittelmäßig in Anspruch genommen werden. Denn viele Bauunternehmer und Handwerker wollen sich eigentlich lieber selbst aktiv einbringen und Erfahrungen sammeln. Allerdings sind die Möglichkeiten der Digitalisierung so vielfältig, dass es folglich schwierig ist, alle Bereiche kennenzulernen.

Es bietet sich daher an, in der Gemeinschaft verschiedene Strategien auszutesten und die individuell gewonnenen Erfahrungen gemeinsam zu teilen. Möglich wird dies über sogenannte partizipative Eventformate, wie einem Barcamp. Hier stellen innovative Handwerkerinnen und Handwerker ihre persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse vor und tauschen sich auf Augenhöhe über verschiedenste Aspekte der Digitalisierung aus.

Meister, Gesellen und Azubis stellen eigene Themen vor

So findet bereits zum fünften Mal am 17. und 18. September 2022 das Handwerkscamp in Berlin statt. Rund 100 Meister, Gesellen und Azubis stellen eigene Themen vor und helfen der Community möglichst viele Aspekte der Digitalisierung abzubilden.

„Es ist erfrischend zu sehen, wie innovativ die Bauwirtschaft schon unterwegs ist. Es wird Zeit, dass das Wissen entsprechend geteilt wird”, erklärt Organisator Roland Riethmüller. Das Handwerkscamp wird in diesem Jahr erneut unter der Schirmherrschaft der SHK Innung in Berlin veranstaltet und von namhaften Sponsoren unterstützt. Anmeldungen sind ab jetzt möglich. (bhw/ela)

handwerkscamp.de

 

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