WorldSkills 2022: Fliesenleger Yannic Schlachter qualifiziert sich für Weltmeisterschaft in Shanghai

In ei­nem span­nen­den Aus­schei­dungs­wett­kampf für die Teil­nah­me an der Be­rufs­welt­meis­ter­schaft in Shang­hai hat sich Fliesenleger Yan­nic Schlach­ter ge­gen vier Mitt­be­wer­ber durch­ge­setzt. Der 23-Jäh­ri­ge aus Alb­bruck (Baden-Württemberg) wird nun als Qua­li­fi­ka­ti­ons­ers­ter ge­gen die welt­bes­ten Flie­sen­le­ger an­tre­ten und für Deutsch­land an den WorldS­kills 2022 teil­neh­men. Die deut­sche Flie­sen-Na­tio­nal­mann­schaft hat­te die letz­te Welt­meis­ter­schaft, die WorldS­kills 2019 in Ka­san/​Russ­land, ge­won­nen. Bei den Eu­roS­kills 2021 in Graz hat Yan­nic Schlach­ter für das deut­sche Team die Gold­me­dail­le ge­holt und ist da­mit Eu­ro­pa­meis­ter ge­wor­den. Das teilt der Fachverband Fliesen und Naturstein mit.

Deutlicher Sieg

Vier Tage lang dau­er­te die WM-Aus­schei­dung der fünf Flie­sen­le­ger, die sich vor­ab deutsch­land­weit für die­sen Wett­be­werb qua­li­fi­ziert hat­ten. Aus­tra­gungs­ort war das Aus- und Wei­ter­bil­dungs­zen­trum Bau-ABC Ros­trup bei Bad Zwi­schen­hahn in Nie­der­sach­sen. Yan­nic Schlach­ter er­hielt von der Jury 637 Punk­te und da­mit deut­lich mehr als die Nächst­plat­zier­ten Si­las Dul­le aus dem nie­der­säch­si­schen Ze­tel (585 Punk­te) und Mal­te Lau­rich aus Vre­den/​NRW, der 576 Punk­te er­reich­te.

Anspruchsvolle Aufgabe

Die Wett­be­werbs­auf­ga­ben, die die Teil­neh­mer zu lö­sen hat­ten, er­for­der­ten gro­ßes fach­li­ches Kön­nen: Es galt, den Er­fur­ter Haupt­bahn­hof, das Rad aus dem Stadt­wap­pen, die Jah­res­zahl „22“ so­wie auch die In­itia­len der Teil­neh­mer mit Flie­sen zu ge­stal­ten. „Im Ver­gleich zu den Deut­schen Meis­ter­schaf­ten in Er­furt war die Vor­ga­be noch an­spruchs­vol­ler“, meint An­dre­as Bey­er, Team­ma­na­ger der Flie­sen-Na­tio­nal­mann­schaft. Bey­er ist zu­ver­sicht­lich, dass Deutsch­land den Ti­tel ver­tei­di­gen wird: „Auf je­den Fall: Mit Yan­nic Schlach­ter ha­ben wir den Bes­ten der Bes­ten.“ Er brin­ge die er­for­der­li­che Er­fah­rung mit und habe Kon­ti­nui­tät auf ho­hem Ni­veau be­wie­sen. „Wir wer­den ge­mein­sam auf das gro­ße Ziel hin­trai­nie­ren.“

„Hohes Qualitätsniveau“

Trai­ner Mar­cel Bey­er, der den WM-Teil­neh­mer in Shang­hai be­treu­en wird und zu­dem Mit­glied der in­ter­na­tio­na­len Jury bei den WorldS­kills ist, fasst zusammen, war­um sich Yan­nic Schlach­ter ge­gen die star­ke Kon­kur­renz durch­ge­setzt hat: „Yan­nic hat al­les ge­zeigt: Wil­lens­kraft, men­ta­le Stär­ke, Prä­zi­si­on und Ziel­stre­big­keit. Das sind die ent­schei­den­den Vor­aus­set­zun­gen, die ihn auf die­ses hohe Qua­li­täts­ni­veau ge­bracht ha­ben.“ Bey­er wie auch sein Trai­ner­kol­le­ge Ge­rald Wei­he lob­ten die Leis­tun­gen al­ler fünf Teil­neh­mer: „Von die­sem Wett­be­werb pro­fi­tie­ren sie alle: Sie konn­ten un­ter stren­gen Wett­be­werbs­be­din­gun­gen wert­vol­le Er­fah­run­gen sam­meln“. Sechs Trai­nings­wo­chen wird Yan­nic Schlach­ter nun ab­sol­vie­ren. „Wir wol­len und müs­sen op­ti­mal vor­be­rei­tet in den ent­schei­den­den Wett­kampf ge­hen“, er­klärt Mar­cel Bey­er.

„Wir wollen den Titel verteidigen“

„Ich bin über­rascht, dass ich so deut­lich ge­won­nen habe,“ freut sich Yan­nic Schlach­ter. Nach der Eu­ro­pa­meis­ter­schaft wol­le er nun un­be­dingt auch den Welt­meis­ter­ti­tel ge­win­nen. „Die Auf­ga­be in Shang­hai wird sehr schwie­rig. Aber ich bin vol­ler Ta­ten­drang und sehe mich weit vorn: Wir wol­len den Ti­tel ver­tei­di­gen.“  (bhw/ela)

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