- Seminar
Traditionelle Stucktechniken
Verputz ist nachweisbar ab ca. 9000 v. Chr.. In der Renaissance wurde Innenputz und Stuck in reicher Formgebung ausgeführt. Von Italien ausgehend wurde Stuck dann zur „Stuckbildhauerei“ in der künstlerischen Gestaltung. Den höchsten Stand erhält die „Stuckkunst“ schließlich in der Epoche des Barocks. Der „Stuckateur“ wird zum eigenen Berufsstand, welcher in die Sparte der „Künstler“ aufrückt. Vom Klassizismus, mit seinen vereinfachten Formen der Stuckgestaltung, über den Jugendstil mit seiner eigenwilligen Formgebung bis zum heutigen Zeitpunkt geben Wandputze, Stuckprofile und Antragsstuck jedem Raum und jeder Fassade ihren individuellen Charakter.
Unter dem Begriff „Ziehen“ versteht man die Formung eines plastischen Mörtels zu einem Baukörper mit verschiedener Profilierung mittels einer an einem beweglichen „Schlitten“ angebrachten Blechschablone. Das „Ziehen“ selbst besteht aus zwei getrennten Teilarbeiten, dem Herstellen der notwendigen Schablonen und dem eigentlichen Ziehen der Gesimse und Profile. Die Zugarbeit wird je nachdem entweder auf dem Tisch, an der Wand bzw. Decke oder auch an der Fassade vorgenommen.
Für das Seminar sind keine besonderen Grundkenntnisse nötig, die Teilnehmenden sollten allerdings Fingerfertigkeit, Geduld und räumliches Vorstellungsvermögen mitbringen. Die Teilnehmenden können beide Techniken ausprobieren oder sich auf ein Verfahren konzentrieren.
Das Seminar ist Bestandteil der Fortbildung "Master Professional für Restaurierung im Handwerk", richtet sich aber ebenso an alle interessierten Handwerker/innen und Teilnehmenden aus Planungs- und Sachverständigenberufen.
Weitere Informationen sowie die Anmeldung finden Sie unter booking.seminardesk.de/propstei-johannesberg/stucktechniken
Bild: Propstei Johannesberg gGmbH
