24 Meter hohes Raumgerüst für die Sanierung des Kohlrabizirkus in Leipzig

Bei der Sanierung der Südkuppel des Leipziger Kohlrabizirkus erschweren die große Arbeitshöhe und der fehlende Platz für einen Mobilkran die Baustellenlogistik. Für die Arbeiten an der Laterne wurde deshalb ein rund 24 m hohes Raumgerüst errichtet. Insgesamt kamen etwa 125 t Gerüstmaterial zum Einsatz.

Die ehemalige Großmarkthalle – im Volksmund „Kohlrabizirkus” genannt – soll zukünftig das neue Zentrum für Kultur, Sport und Freizeit werden. Das Wahrzeichen der Stadt Leipzig steht unter Denkmalschutz
Foto: Peri Deutschland

Die ehemalige Großmarkthalle – im Volksmund „Kohlrabizirkus” genannt – soll zukünftig das neue Zentrum für Kultur, Sport und Freizeit werden. Das Wahrzeichen der Stadt Leipzig steht unter Denkmalschutz
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Der Leipziger „Kohlrabizirkus“ zählt zu den markanten Bauwerken der Stadt. Die ehemalige Großmarkthalle mit ihren weit spannenden Stahlbetonkuppeln ist ein bedeutendes Zeugnis der Industrie- und Baugeschichte. Im Zuge eines neuen Nutzungskonzepts soll das Gebäude revitalisiert und künftig verstärkt für Kultur, Sport und Freizeit genutzt werden.

Im Mittelpunkt der Arbeiten steht unter anderem die Südkuppel: Die Glaselemente und die Unterdachkonstruktion der Laterne werden vollständig ausgetauscht. Zudem sollen die Betonträger geprüft und saniert sowie eine neue Verschattungsanlage eingebaut werden. Die Arbeiten finden hoch in der Kuppel, unmittelbar unter dem Glasdach und unter beengten logistischen Bedingungen statt. Ein Mobilkran kann innerhalb des Gebäudes nicht eingesetzt werden.

Raumgerüst bis unter die Kuppelspitze

Für die Sanierungsarbeiten wurde ein Raumgerüst mit einer Grundfläche von rund 27 × 26 m und einer Höhe von etwa 24 m benötigt. Peri lieferte das Gerüstmaterial und unterstützte Glass Ingenieurbau Leipzig bereits während der Ausschreibungsphase bei der Gerüstplanung. Die Montage übernahm B&S Gerüstbau innerhalb von rund sechs Wochen mit drei bis sechs Monteuren. Insgesamt wurden rund 125 t Gerüstmaterial vom Untergeschoss bis unter die Kuppelspitze verbaut.

Mit insgesamt 125 t Gerüst vom Keller bis zum Dach ermöglicht die Peri-Gerüstlösung effizientes und sicheres Arbeiten direkt unter der Kuppelspitze. In die Höhe geführt wurde das Gerüst innerhalb kurzer Zeit von Hand – lediglich mithilfe eines Radladers

Foto: Peri Deutschland

Mit insgesamt 125 t Gerüst vom Keller bis zum Dach ermöglicht die Peri-Gerüstlösung effizientes und sicheres Arbeiten direkt unter der Kuppelspitze. In die Höhe geführt wurde das Gerüst innerhalb kurzer Zeit von Hand – lediglich mithilfe eines Radladers
Foto: Peri Deutschland
Eine besondere Anforderung war die Montage ohne Mobilkran. Das Gerüst musste von Hand und mit Unterstützung eines Radladers sowie eines Materialaufzugs in die Höhe geführt werden. Aufgrund der Lasten war zudem eine Durchstützung bis ins Untergeschoss erforderlich. Mithilfe einer 3D-Planung wurden Materialbedarf, Montageablauf und die Anpassung des Gerüsts an die Bauwerksgeometrie im Vorfeld festgelegt.

An die Kuppelgeometrie angepasst

Das Raumgerüst besteht aus „Peri Up Flex“-Bauteilen und wurde über drei Ebenen bis unmittelbar unter das Glasdach geführt. Das metrische Raster des Gerüstsystems ermöglichte die Anpassung an die Kuppelgeometrie. Ein mittig angeordneter Materialaufzug mit Durchfahrtsöffnung unterstützt den Materialtransport innerhalb des Gerüsts. Auch nachträgliche Änderungen, beispielsweise für zusätzliche Betonsanierungsarbeiten, konnten in die Gerüstkonstruktion integriert werden.

„Eine besondere Herausforderung stellte die Ausbildung des Raumgerüstes in 24 Metern Höhe über drei Ebenen dar. Dank der hohen Flexibilität von Peri Up konnten wir die Gerüstkonstruktion dennoch schnell und sicher in die Höhe führen", sagt Jan Bauermeister, Geschäftsführer von B&S Gerüstbau.

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