­­­Erste KI-Werkstatt auf dem Brillux Campus in Münster

Drei Tage lang kamen 37 Betriebe aus dem Maler- und Stuckateurhandwerk mit sechs Experten auf dem Brillux Campus in Münster zusammen, um KI-Lösungen für den eigenen Arbeitsalltag zu entwickeln. Durch die erste KI-Werkstatt führte Digital-Stratege Christoph Krause. Das Ergebnis: sechs funktionsfähige Prototypen für den Handwerkeralltag.

Drei Tage unter einem Dach: Im Gästehaus B-Wohnen auf dem Brillux Campus in Münster verbrachten die Teilnehmenden aus dem Maler- und Stuckateurhandwerk auch die Abende gemeinsam
Foto: Brillux

Drei Tage unter einem Dach: Im Gästehaus B-Wohnen auf dem Brillux Campus in Münster verbrachten die Teilnehmenden aus dem Maler- und Stuckateurhandwerk auch die Abende gemeinsam
Foto: Brillux
KI lernt man nur durchs Machen: So lässt sich der Ansatz von Christoph Krause zusammenfassen, der für die Brillux Akademie auch das Seminar „Künstliche Intelligenz in der Praxis" leitet. „Es gibt viele KI-Tools, doch es scheitert an der Umsetzung. Wer KI einsetzen will, muss Lösungen für den eigenen Betriebsalltag entwickeln“, sagt der Digital-Stratege, der die Transformation im Handwerk begleitet.

In der KI-Werkstatt saßen deshalb Betriebe, Programmiererinnen und Programierer an denselben Tischen. „Wer aus der digitalen Welt kommt, wundert sich, dass so vieles noch von Hand läuft. Das ist die Realität auf der Baustelle. Eine Lösung zu bauen, die genau dort funktioniert, darauf kommt es an“, erklärt er.

Sechs motivierte Teams, sechs praktische Lösungen

Einen Tag lang trugen die Teilnehmenden zusammen, wo sich KI im Malerhandwerk lohnt, am nächsten Morgen bildeten sich die Arbeitsgruppen. Dann wurde ausprobiert, verworfen und diskutiert, bis jedes Team einen eigenen Prototyp vorzuweisen hatte. Jessica Fischer von der Brillux Akademie erklärt den Hintergrund des Formats: „Wenn Betriebe und digitale Experten auf Augenhöhe eng zusammenarbeiten, entstehen praxisnahe, auf das Malerhandwerk zugeschnittene Tools.“

Und das Ergebnis spricht für sich: Entstanden sind ein Fachassistent für Mitarbeiterfragen über WhatsApp, ein digitaler Farbberater, ein Chatbot für das eigene Firmenwissen, ein Sprachassistent für Angebote, ein digitaler Malermeister „Meisterwissen“, der wertvolles Erfahrungswissen per Sprache sammelt und strukturiert, sowie ein automatisches Aufmaß.

„Mit dem Aufmaß verdienen wir kein Geld, es muss aber vorliegen, damit wir überhaupt arbeiten können. Die Zeit spare ich lieber und stecke sie in Beratung und Kundenpflege“, sagt Jean-Lucca Krames. Der Prokurist der Krames Maler + Design GmbH & Co. KG aus Kommen hatte eine klare Erwartung im Gepäck. „Bürozeit ist für die Organisation wichtig, bleibt aber unproduktive Zeit. Alles, was sich dort vereinfachen und digitaler gestalten lässt, interessiert uns“, sagt er.

Sein Team baute das automatische Aufmaß: Trifft ein PDF-Plan an einer festgelegten Adresse ein, liest das System ihn aus, erkennt Maßstab, Wände und Raumhöhen und legt ein VOB-konformes Aufmaß ab. Das Praxisformat hat ihn überzeugt: „Ich war wirklich begeistert von der Veranstaltung. Brillux ist der erste Lieferant, der so etwas anbietet“, sagt Krames.

Abgucken erlaubt: Christoph Krause setzt alle Teams bewusst in einen Raum, damit jeder von jedem lernen kann
Foto: Brillux

Abgucken erlaubt: Christoph Krause setzt alle Teams bewusst in einen Raum, damit jeder von jedem lernen kann
Foto: Brillux

Thematisch passende Artikel:

Technik- und Gestaltungsseminare der Brillux Akademie

Die praxisnahen Seminare verbinden technisches Know-how mit direkter Anwendung: Geschult wird unter realistischen Bedingungen am Brillux Campus in Münster sowie in zahlreichen Niederlassungen...

mehr

Brillux Azubi-TalentForum

Die Mikrofaser-Farbwalze in der Hand, trägt Felix Reuter rötlich-braune Dispersionslasur ungleichmäßig auf die gespachtelte Musterfläche auf. Kreuz und quer verschlichtet er sie, langsam ist die...

mehr
Ausgabe 7-8/2022

Malerkleidung mit Firmen-Logo von Brillux

Noch individueller auf der Baustelle unterwegs: Mit einem neuen Digitalservice in seinem Werbemittelshop erleichtert Brillux die Beschaffung individualisierter Malerbekleidung. Betriebe erhalten ihre...

mehr
Ausgabe 7-8/2022

Farbige Gestaltung der Kopfwände im Brillux-Gästehaus B-Wohnen in Münster

Die Regenbogen-Br?cke zum G?stehaus B-Wohnen zeigt schon von weitem an, worum es bei Brillux in M?nster geht: um Farbe

In einem kräftigen Himmelblau erstrahlt die Wand am Kopfende. Dem nächsten Gästezimmer verleiht das Mintgrün eine frische Note. Im benachbarten Raum kommt die Kopfwand in einem Rosenholzton daher....

mehr

Qualifizierungsprogramm: Vom Gesellen zum Vorarbeiter

Neue Mitarbeitende zu finden, bleibt schwierig. Umso wichtiger ist es, das Potenzial im eigenen Team zu nutzen. Mit dem Qualifizierungsprogramm „Vom Gesellen zum Vorarbeiter“ unterstützt Brillux...

mehr