Flächenhohlboden zur Akustikregulierung

Der Flächenhohlboden Knauf GIFAfloor FHB 32 ist dank Trockenbauweise schnell verlegt und trägt als Akustiksystemboden erheblich zur Verbesserung der Raumakustik bei. Er bietet sich vor allem dann an, wenn eine abgehängte Decke zur Verbesserung der Raumakustik aufgrund einer Bauteilaktivierung nicht in Frage kommt.

Bei der Firma EOS in Kraillingen war dies der Fall. Im ersten Schritt wurden unterschiedlich dicke GIFAfloor Gipsfaserwerkstoffelemente (Lochdurchmesser 12 mm) flächig gebohrt, um die Tragfähigkeit der Bodenelemente zu ermitteln. Mit einer Plattendicke von 32 mm konnte die vom Planer geforderte Tragfähigkeit erreicht werden. In Kleinversuchen führten die Mitarbeiter der Müller BBM dann akustische Strömungsmessungen durch, um das optimale Akustikflies für die Anforderungen zu finden. Beim abschließenden Prüfaufbau, bestehend aus den gelochten Platten mit unterseitigem Akustikvlies sowie dem gewünschten Teppichbelag, wurde ein geforderter bewerteter Schallabsorptionsgrad von αw = 0,60 (LH) gemäß ISO 11654 ermittelt. Nach nur zehn Wochen war das individuell angepasste System fertig zum Einsatz auf der Baustelle.

Bodensystem für eine leichte und schnelle Verarbeitung 

Für die Verlegung des Systembodens war kein Spezialwerkzeug erforderlich. Im ersten Arbeitsschritt verlegten die Handwerker auf der Baustelle die formstabilen Gipsfaserelemente des GIFAfloor FHB Akustik mit dem unterseitigen Akustikvlies schwimmend auf den variabel einstellbaren Hohlbodenstützen. Das Ergebnis der im Nut- und Federsystem verbundenen Platten: ein besonders sicherer, stabiler und tragfähiger Untergrund. Neben der Einfachheit des Systems ist auch die schnelle Verarbeitung des Bodens ein entscheidender Vorteil. Die großformatigen Platten (600 x 1200mm) erlaubten eine hohe Verlegeleistung und ermöglichten es, die Montage innerhalb kürzester Zeit abzuschließen. Für Nachinstallationen, aber auch für künftige Reparatur- und Wartungsarbeiten an den Leitungen sowie Rohren unterhalb des Hohlbodens, setzten die Trockenbauer Revisionsöffnungen. Diese sind beim GIFAfloor FHB an jeder Stelle platzierbar. Wenig später schon konnten die Mitarbeiter der Böhm-ler im Tal aus München auf dem Systemboden den Teppich verlegen.

Autor

Ulrich Fries ist Mitglied im Technikausschuss des BVS (Bundesverband Systemböden) und Leiter der Produktentwicklung bei der Knauf Integral KG in Sattedorf.

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