High Speed: Eine Decke für Ferrari

Auf dem Nürburgring wurde vor kurzem der jüngste Ferrari-Shop nach Plänen der Architekten Fischer Kuhn Partner aus Ransbach-Baumbach eröffnet. Aber nicht nur die dort gezeigten Autos sind ausgesprochen schnell, gleiches galt auch für die Montage der Trockenbaudecke.

Auf 240 m² präsentieren die Italiener im jüngst auf dem Nürburgring eröffneten Ferrari-Store eine Palette von Erinnerungsstücken, die Trockenbauer ebenso begeistern wie Formel-1-Fans. Was die Trockenbauer anbelangt – von denen sicher auch der ein oder andere schnelle Autos schätzt – liegt dies vor allem an der komplexen Raumausstattung aus Trockenbauteilen: Mit Knauf-Systemen bauten die Trockenbauer die Wände, Bekleidungen und natürlich auch die auf zwei Ebenen basierende Deckenkonstruktion auf, bei der sich asymmetrische eindimensionale Formen mit schlichter geschnittenen, jedoch dreidimensional gebogenen Segeln abwechseln.

Die erste Deckenebene trägt die zweite

Die erste, geschlossene Ebene bildet eine Unterdecke, schlicht, weiß und stark genug, um die zweite Ebene zu tragen. Weil Teile der Rohdecke keine Lasten aufnehmen konnten, arbeitete der mit der Ausführung des Trockenbaus beauftragte Fachunternehmer Wust und Lück GmbH bei der Unterkonstruktion mit entsprechend dimensionierten Weitspannträgern. An ihnen wurde die Unterdecke über einen doppelten Profilrost abgehängt. In die Lösung eingebettete Mehrschicht-Holzplatten machen es möglich, den zweiten, tiefer liegenden Deckenspiegel direkt an der Trockenbaukonstruktion zu befestigen, ohne spezielle Aufhängepunkte beachten zu müssen.

Vorfertigung als Halbfertigteile

Sämtliche Bauteile wurden bei Knauf in Iphofen vorgefertigt und als Halbfertigteile auf der Baustelle angeliefert, wo sie von den Monteuren nach Verlegeplan zusammengesetzt wurden. Hochwertig verspachtelt und weiß endbeschichtet erhielt die Lösung ihren letzten Schliff durch in die Konstruktion eingelegte Lichtschlangen, die die schlichten Elemente nun in gleißende Blitze verwandeln.

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