Selbsttragendes Raumsystem

Mit dem neuen Raumsystem von Siniat können Handwerker Innenräume konstruieren, die unabhängig von der vorhandenen Bausubstanz sind. Dies gelingt mit einer selbsttragenden und freistehenden Trockenbauweise, deren Profile sich leicht zusammenstecken und verschrauben lassen.

Das selbsttragende und freistehende Raumsystem von Siniat erfüllt bauphysikalische Anforderungen an die Statik sowie den Brand- und Schallschutz eigenständig. Mit ihm lassen sich Raumhöhen bis zu 4 m ausführen und die Deckenträger bis zu 8 m weit spannen. Zusatzlasten für abgehängte Sichtdecken mit einem Gewicht bis 15 kg/m² sind dabei ebenso möglich wie Verkehrslasten bis zu 2,5 kN/m².

Raumsysteme mit bestem Schallschutzergebnis

Diese Raumsysteme gehören derzeit zu den schalltechnisch leistungsfähigsten Konstruktionen am Markt. Für die Beurteilung des Schallschutzes wird die bewertete Standard-Schallpegeldifferenz Dn,T,w verwendet, bei der neben der Schalldämmung der Bauteile auch die Raumgeometrie Einfluss hat. Hier hat Siniat für die Beplankung mit LaPlura-Platten einen sehr guten Wert von 51 dB Dn,T,w erreicht. Bei den begehbaren Raumvarianten wurde mit entkoppelter Beplankung auf der Deckenunterseite mit Federschienen ein bewerteter Norm-Trittschallpegel L‘n,w von bis zu 49 dB L‘n,w erreicht.

Aufgestellt von nur einem Gewerk

Im Vergleich zur Massivbauweise punkten Raumsysteme, die in Trockenbauweise erstellt werden, vor allem mit ihrer Wirtschaftlichkeit. Sie sind aufgrund der kürzeren Montage- und Trocknungszeiten schneller nutzbar. Außerdem bieten sie bei der Gebäudeumnutzung oder Grundsanierung eine hohe Flexibilität. Da bei der Realisierung eines Raumsystems praktisch nur ein Gewerk erforderlich ist, haben Handwerker, Planer und Bauherren die volle Kostenkontrolle. Optimale Planungssicherheit besteht ebenfalls, da neben den Kosten auch die Statik und der Brandschutz klar zugeordnet werden können.

Leichte und wirtschaftliche Montage

Die Raumsysteme werden in Trockenbauweise mit nur wenigen Komponenten ausgeführt. Dabei ist die Montage des Tragsystems durch einfaches Zusammenstecken und Verschrauben sehr praxisorientiert und erleichtert den Aufbau der Konstruktion.

Die Basis bilden speziell optimierte Raumsystem C-Stützen, die über ein einfaches Stecksystem in den Verbindungsschuhen positioniert und mit Schrauben fixiert werden. An den Längsseiten wird dann mit Raumsystem U-Profilen ein Rahmen angeschraubt, der als Auflager für die Raumsystem Weitspannträger dient. Standardmäßige Siniat CW- und UW-Profile dienen als Verschraubungsuntergrund für die Wandausfachungen mit LaPlura oder LaFire. Die Raumsysteme erreichen die Feuerwiderstandsklasse von F30 mit 2 x 12,5 mm dicken LaPlura-Platten beziehungsweise von F90 mit 2 x 20 mm dicken LaFire-Platten je Beplankungsseite.

Pluspunkte bei der Verspachtelung

Durch die Erstellung der Raumsysteme mit Gipskartonplatten entsteht bei der Verspachtelung ein weiterer Zeit- und Kostenvorteil. Anders als bei Glasvliesoberflächen, lässt sich Gipskarton wirtschaftlicher verspachteln – gerade bei F90-Anforderungen. Zudem werden beim Raumsystemen mit LaPlura oder LaFire HRAK-Kanten statt voller Kanten verspachtelt, was schneller zum Ergebnis führt.

Autor

Jörg Kletzien ist Objektkoordinator bei der Firma Siniat in Oberursel.

Montagebroschüre

Hier finden Sie eine ausführliche Montageanleitung als PDF zum Download.

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 1-2/2014

Raumsystem in Trockenbauweise

Das neue Raumsystem von Siniat ist flexibl und wirtschaftlich und kann sowohl in neuen als auch bestehenden Gebäuden eingesetzt werden – auch während der Nutzungsphase bei Renovierungen, bei...

mehr
Ausgabe 05/2017

Gebrauchsfertige Spachtelmasse

Die Spachtelmasse „Pallas Easy“ ist sofort gebrauchsfertig und hat eine kurze Trocknungs­zeit. Sie ist im 20 kg-Eimer erhältlich. Die Spachtelmasse kann noch nach mehreren Wochen manuell und...

mehr
Ausgabe 10/2017

Studentenwohnheim in Loeben umgebaut

In ein paar Jahren feiert das Studentenwohnheim in Leoben sein 100-jähriges Bestehen. Zwar musste der Ostflügel 2006 abgebrochen werden, doch der Hauptbaukörper konnte dank Sanierung und Umbau...

mehr
Ausgabe 7-8/2017

Traumhafter Trockenbau

Asiatische Bauformen und Gestaltungselemente im Stil fernöstlicher Kulturen – schon beim Entwurf der ersten Wellnesslandschaft in seiner „Quelle der Gesundheit“ bewies Werner Wicker, Inhaber und...

mehr
Ausgabe 04/2019

Rekonstruktion der Gewölbedecke über der Frauenschwimmhalle im Stadtbad Leipzig

Der Jugendstil prägt an vielen Orten das Leipziger Stadtbild. Zu den herausragenden Beispielen zählt das „Alte Stadtbad“ in der Nähe des Leipziger Zoos. 1916 wurde es nach dreijähriger Bauzeit...

mehr