Sichtbetonboden im Surfshop

Die „Surfpirates“ in Kiel konnten den Einzug in ihre re­no­vierten Geschäftsräume kaum erwarten. Drei Wochen waren für die Sanierung des maroden Heizestrichs eingeplant. Das erforderte von Flie­sen­leger Mike Schelle ein schnelles und effizientes Arbeiten.

Zement-Bodenausgleich

Die Bauherren, die Bauleitung und die „Surfpirates“ wählten als neuen, dekorativen Bodenbelag den Zement-Bodenausgleich „PCI Zemtec 1K“. Der Zustand des Bodens vor der Sanierung war schlecht. Der Fliesenleger fand einen alten Heizestrich mit Ausbrüchen, Fehlstellen und Kleberresten vor. An der Fensterseite musste der Estrich vollständig abgerissen und inklusive der Dämmschicht neu eingebaut werden. Um einen ausreichend festen Untergrund zur Aufnahme der neuen Beschichtung zu schaffen, wurde der alte Es­t­rich horizontal gefräst. Der Beton entfernten die Handwerker im Bereich des ehe­ma­ligen Eingangs so, dass die gesamte Fläche das gleiche Niveau hatte.

Mit Mörtel ausgebessert

Estrich-Fehlstellen arbeiteten die Handwerker mit dem Fertigmörtel PCI „Novoment M1 plus“ an und setzten Trennprofile. Größere Löcher und Vertiefungen wurdne verschlossen und höhengleich aufgefüllt, größere Flächen vorab mit einer Bodenausgleichmasse angeglichen. Vor Erstellen des neuen Estrichs stellte der Fliesenleger einen sicheren Haftverbund von Alt- zu Neu-Estrich her. Dafür benutzte er die Grundierung „PCI Epoxigrund 390“. Den neuen Estrich führten die Handwerker auf der Dämmschicht nass in nass mit dem Schnellestrich-Fertigmörtel „PCI Novoment M1 plus“ in Verbindung mit der Mörtelbrücke „PCI Re­pa­haft“ aus, um einen schnellen Arbeitsfortschritt zu gewährleisten: Bereits nach einem Tag war der Estrich-Unter­grund überarbeitbar.

Rissgefahr im Boden

Mischuntergründe haben aufgrund der unterschiedlichen Eigenschaften und Ausdehnungsverhalten ein hohes Spannungspotential. Rissgefahr besteht vor allem in den Grenzbereichen. Im Surfshop wurde eine tränkende Grundierung mit PCI „Gisogrund“, 1:1 mit Wasser verdünnt, auf dem mineralischen Untergrund verteilt. Zu allen Wänden und Pfeilern wurde ein ausreichend dimensionierter Randdämmstreifen zur Vermeidung von Schallbrücken erstellt. Das Verschließen von Rissen mit Reaktionsharz entfiel. Das Verschließen der Risse übernahmen die Glasfasern der „Armiermatte GFM“. Sie enthalten ein spezielles Bindemittel, das sie im Lieferzustand zusammenhält. Es löst sich beim Kontakt mit Spachtelmasse auf. Die Armierungsfasern verbleiben in allen waagrechten Richtungen wirkend im unteren Grenzflächenbereich und werden von der Bodenausgleichsmasse vollständig umhüllt. Das Ergebnis: Risse werden sicher überbrückt und auftretende Spannungen neutralisiert. Im Unterschied zu Entkopplungsmatten wirkt der Verbundausgleich zudem stabilisierend auf den vorgeschädigten Untergrund. Auf allen Rissen im Untergrund war eine zusätzliche Armierung notwendig: Hierzu schnitten die Handwerker die „PCI Armiermatte GFS“ in etwa 60 cm lange Streifen. Auf die Risse zogen sie die Bodenausgleichmasse „PCI Zemtec 1K“ mit einer 6er Zahntraufel auf. Die Glasfaser-Ver­stärkung bettete man in den frischen, zementären Bodenausgleich ein. Die rosa Schutzfolie konnte anschließend abgezogen und die betreffenden Stellen nachgeglättet werden. Mit einer Überlappung von rund 1 cm legte man anschließend die „Armiermatte GFM“ aus. Zur Verstärkung erstellte die Handwerker eine tragfähige Bodenausgleichschicht.

„Für den Einbau der Boden­ausgleichmasse setzten wir Misch- und Mörtelpumpen von M-TECH ein“, erläutert Flie­sen­leger Mike Schelle. Zur Intensivierung der Farbe wurde die mit etwa 5 mm Schichtdicke aufgebrachte Beschichtung mit Schleifgitter und Reinigungspad angeschliffen. Bereits 24 Stunden nach Einbau versiegelten die Handwerker den Bodenbelag. Belastbar waren die versiegelten Flächen nach drei Tagen. „Sehr hilfreich war für uns die Einarbeitung durch PCI-Anwendungstechniker Eric Peter vor Ort“, berichtet Mike Schelle, „denn die Verarbeitung der Produkte ging dadurch zügiger von der Hand.“ Durch das Pumpverfahren war die gesamte Fläche innerhalb eines halben Tages beschichtet. Die Surfprofis fühlen sich wohl im neuen Surfshop in Kiel – fast so wohl wie mit dem Board auf dem Wasser.

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