Kettenbungalow-Modernisierung mit Flachdachfenstern von Velux: Lichtlösung für dunkle Grundrisse
Ein Kettenbungalow aus den 1970er Jahren verwandelte sich durch gezielte Eingriffe in Grundriss und Gebäudehülle in ein zeitgemäßes Zuhause. Im Fokus der Sanierung standen mehr Tageslicht und eine barrierearme Nutzung. Moderne Flachdachfenster von Velux spielten dabei eine zentrale Rolle.
Der Wohnbereich war zuvor mit Trennwänden durchzogen und wirkte durch den roten Backstein und die holzvertäfelten Decken ziemlich dunkel
Foto: privat
Im Jahr 1974 wurde der eingeschossige Kettenbungalow in Boostedt bei Neumünster gebaut und vom verantwortlichen Architekten über 40 Jahre bis zu seinem Tod bewohnt. Nun sind neue Besitzer in das Einfamilienhaus in Schleswig-Holstein gezogen und haben das Objekt umfangreich sanieren und modernisieren lassen. Von dem dunklen 1970er-Jahre-Flair ist nichts mehr übriggeblieben. Das Entfernen einiger Wände sowie die Integration neuer Flachdachfenster von Velux verwandeln den vormals teils verwinkelten und dunklen Kettenbungalow in einen lichtdurchfluteten Wohnraum auf einer Ebene.
Die bewusste Entscheidung für Weiß und Hellgrau als dominierende Farben in der Inneneinrichtung trägt zu einem modernen Ambiente bei. Damit bietet das neue Heim eine barrierearme Bleibe, in der sich das Ehepaar bis ins hohe Alter wohlfühlen kann.
Ob der alleinige Grund für den Umzug Kaninchendackel Bruno war, da sind sich die neuen Besitzer nicht mehr sicher. Fest steht jedoch, dass bei der Suche nach einer neuen Bleibe beiden wichtig war, ein ebenerdiges Haus zu finden. Zuvor lebten sie in einer zweigeschossigen Penthouse-Dachgeschosswohnung ohne Fahrstuhl. Die vielen Treppen machten Bruno aufgrund seines fortschreitenden Alters sehr zu schaffen und so entschied sich das Ehepaar für ein Einfamilienhaus im Kettenbungalow-Stil in Boostedt bei Neumünster. Insgesamt verfügt der Bungalow über eine Wohnfläche von 112 m² auf einem 570 m² großen Grundstück.
Architektenhaus auf einer Ebene
Ein Architekt hatte den Kettenbungalow Mitte der 1970er Jahre für sich selbst gebaut und zu diesem Zeitpunkt mit seiner individuellen Gestaltung den Zeitgeist getroffen. Doch was in den 1970er Jahren noch modern war, trifft heute weder aktuelle Wohntrends, noch entsprach es den Vorstellungen des Ehepaares von ihrem Traumhaus. Optisch dominierten roter Backstein, Terrakottafliesen und holzvertäfelte Decken.
Der Grundriss war zu kleinteilig und einige Bereiche schlicht zu dunkel. Das lag auch an der Bauform dieser speziellen Bungalow-Variante, die auch unter dem Begriff Reihenbungalow bekannt ist. Die einzelnen Häuser werden bei diesem Gebäudetyp mit jeweils L-förmigen Grundrissen aneinandergebaut. Da die direkt an das Nachbargrundstück grenzenden Mauern jeweils fensterlos sind, entstehen zwischen den einzelnen Baukörpern Freiflächen für Atrien, die mehr Privatsphäre auf dem Grundstück bieten als ein klassisches Reihenhaus.
Metamorphose zur Moderne
Der große Wohnbereich wirkt durch das zusätzliche Tageslicht der Flachdachfenster, die versetzt im Ess- und Wohnbereich platziert sind, deutlich freundlicher
Foto: Velux
Damit der Bungalow den Ansprüchen des Ehepaars entsprechen würde, standen also umfassende Modernisierungsarbeiten an. Heute ist er kaum wiederzuerkennen: Dank abgerissener Wände beeindruckt das Gebäude durch einen deutlich offeneren Grundriss mit einem wesentlich größeren Bad. Es wirkt zudem mit seiner modernen, hellen Farbgestaltung und Einrichtung, die sich durch das ganze Haus zieht, deutlich freundlicher. Aufgrund der zwei komplett geschlossenen Außenwände und der nur in der Küche für Fenster geöffneten vorderen Hausfront, war es besonders wichtig, zusätzliches Licht in die Tiefe des Raumes zu holen. Dies ist heutzutage dank moderner Oberlichter mit hervorragender Wärmedämmung ohne Einbußen bei der Energieeffizienz eines Hauses möglich.
Bereits in den 1990er Jahren erhielt das Flachdach eine neue Dachhaut und in diesem Zuge auch drei Lichtkuppeln. Diese wurden bei der Sanierung 2018 gegen Flachdachfenster ausgetauscht, von denen zudem auch noch je ein weiteres im Bad und Wohn-/Essraum installiert wurde. Die Besitzer wählten bewusst die Variante „Konvex-Glas“. Durch das nur dezent gebogene Glas integrieren sich die Fenster sehr harmonisch in die Dachfläche. Das Regenwasser läuft trotzdem problemlos von der Scheibenoberfläche ab. Dank der Konstruktion mit waagerecht im Aufsetzkranz integrierter Isolierglasscheibe und außenliegender leicht gewölbter Glasscheibe punkten die Flachdachfenster von Velux auch mit einer hervorragenden Wärmedämmung.
Im ganzen Haus wurden ebenfalls Leitungen für Wasser und Strom erneuert. Bei den Umbauarbeiten wurde stets Wert auf hochwertige Materialien gelegt. Auch kleine Besonderheiten, wie ein Kaminofen mit Bio-Ethanol, wurden in diesem Zuge eingebaut. Da das Ehepaar viele Eigenleistungen erbrachte, war es möglich, dass die Baukosten schlussendlich nicht mehr als 100 000 Euro betrugen.
Zeitgemäßer Wohncharakter mit viel Licht
Beeindruckende Veränderung: Der 70er-Jahre-Stil des Wohnzimmers ist nicht mehr zu sehen. Stattdessen wirken die Räumlichkeiten modern, hell und offen
Foto: Velux
Das Ehepaar ist mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Das deutlich moderner und freundlicher wirkende Haus wird über einen Windfang betreten, durch den man direkt in den offen gestalteten Ess- und Wohnbereich mit einer Wohnfläche von 52 m² gelangt. Um den Wohnbereich noch weitläufiger wirken zu lassen, haben die Bauherren entsprechend Wände durchbrochen. „Der große Wohnbereich ist das Herz des Hauses. Deswegen war es uns ein besonderes Anliegen, diesen Raum zur Küche hin zu öffnen und mit viel Licht zu füllen. Durch ein zusätzliches Fenster im Flachdach erhält der Essbereich noch mehr Lebensqualität. Wenn man sich nach dem Essen entspannt zurücklehnt, kann man auch mal den freien Blick in den Himmel genießen“, erklärt der Ehemann begeistert.
Auch im Sommer bleibt das Raumklima des Bungalows übrigens angenehm, da alle der insgesamt fünf Flachdachfenster mit Hitzeschutzmarkisen ausgestattet sind. Die Markise befindet sich zwischen der Isolierglasscheibe und dem Konvex-Glas. Dank des transparenten Netzstoffes fällt trotzdem noch ausreichend Licht in den Raum.
Das Flachdachfenster von Velux lässt nun mehr Licht in den zuvor dunklen Flur hinein
Fotos: Velux
Links vom Windfang geht es in die zum Wohn- und Essbereich hin offene Küche mit kleinem Abstellraum. Rechts vom Wohnraum erschließt ein Flur, der durch ein Oberlicht mit Tageslicht versorgt wird, den westlichen Teil des Hauses mit dem Schlaftrakt. Dieser besteht aus zwei Schlafzimmern, Bad, Gäste-WC und Abstellraum. Zusätzliche Flachdachfenster setzte das Ehepaar in dem sich ebenfalls im Westteil befindenden Badezimmer ein. Nicht nur, weil dies einer der privatesten Räume ist, in dem sich natürliches Licht von oben ohnehin schon optimal anbietet. Da sich eines der beiden Flachdachfenster elektrisch öffnen lässt, kann die Entlüftung von Feuchtigkeit im Bad so auch relativ schnell und effektiv erfolgen.
Fazit
Das Ehepaar freut sich sehr auf die Zukunft im verwandelten 1970er-Jahre-Bungalow. „Wir hatten von Beginn an genaue Vorstellungen, wie wir den Umbau gestalten möchten. Trotzdem ist es beeindruckend, das Ergebnis dann in der Realität zu sehen. Wir werden uns noch viele Jahre daran erfreuen“, so die Besitzerin.
AutorMaik Seete ist für die Public Relations Velux North Europe bei Velux Deutschland in Hamburg tätig.
