Mit räumlicher Intelligenz Baustellenfortschritt erhöhen

Künstliche Intelligenz hilft Baustellenleitern mit Building Information Modeling, Projektmanagement, Überwachung, Automatisierung repetitiver Aufgaben oder Robotereinsatz, ihre Baustellen zu planen, zu überwachen und zu dokumentieren. Doch basieren alle gängigen Sprachmodelle ausschließlich auf der Interpretation von Texten. Räumliche und zeitliche Dimension erfassen sie nicht und erlauben damit weder Vergleichbarkeit noch lokales Verständnis, heißt es vom Deep-Tech-Unternehmen The Green Bridge.

Ein Large Intelligence Model bringt mit KI Effizienz auf die Baustelle
Foto: The Green Bridge / KI-generiert

Ein Large Intelligence Model bringt mit KI Effizienz auf die Baustelle
Foto: The Green Bridge / KI-generiert
So komme es, dass Large Language Models (LLM) vergeblich nach geeigneten Lagerplätzen bei Linienbaustellen suchen, einen Vergleich der Mannschaftskapazität für die vergangenen fünf Jahre durchführen oder Verkehrstrends zu höherer Anlieferungseffizienz vorausschauen können. Ihnen fehle das Raum-Zeit-Kontinuum, die sich aus räumlichen Informationen ergebende Geointelligenz. Das bayerische Deep-Tech-Unternehmen The Green Bridge möchte diese Lücke schließen und entwickelt eine Technologie, die räumliche Daten in Zeithorizonte bettet und automatisiert Dynamiken erkennt. Bauleiter erhöhen damit die Effizienz auf Bauplätzen, schöpfen Ressourcen aus und erkennen Problemzonen.

Überwindbare Defizite

Verändern sich Daten, betrachtet ein Standard-LLM jede Aktualisierung als neue, unabhängige Information. Um räumliche Daten vergleichbar, überlagerbar und statistisch auswertbar zu machen, unterteilt das Modell die Erde in ein präzises, hierarchisches Gitter aus festen Zellen. Jede Einheit bekommt eine permanente ID, eine definierte Nachbarschaft über 17 Rasterebenen in einer Größenskalierung von 1 mm bis 100 km.

Eine stabile Grammatik des Raumes entsteht, die Umgebung, Richtung und Entfernung einbettet. Sobald gewünschte Daten zu Lagermöglichkeiten, Anlieferungszeiten, Fachkraftverteilung, Arbeits- und Pausenzeiten, Energiekosten, Wetter, Verzögerungen oder zur vergleichenden Nachkalkulation auf dieses Gitter projiziert sind, versteht sich jede Zelle als konsistentes räumliches Token mit Zeitstempel. Dessen Merkmale entwickeln sich im Laufe der Zeit weiter.

Wichtige Infos über den Workflow

Baustellenleiter prompten komplexe Fragen, wie sie es von ihrem vertrauten Sprachassistenten gewohnt sind: Wo befinden sich Lagerplätze für die Bewehrungsgitter, wann ergibt Anlieferung verkehrstechnisch Sinn, wo lauern Kollisionen? Welche Lkw sind wie lange mit welchem Baustoff zwischen Baustellen unterwegs? Wie verläuft die Zusammenarbeit der Fachkräfte im Vergleich zum letzten Projekt? Wo stockt der Workflow und lohnt sich das Zubuchen weiterer Mitarbeitender? In Windeseile erhalten sie geointelligente Antworten in Form visuell leicht erfassbarer Karten. Zu Baustellen, Nachkalkulationen und zukünftigen Planungen erhalten Verantwortliche relevante Informationen und federn Terminabweichungen souverän ab. (bhw/ela)

Über The Green Bridge GmbH

Das 2021 von Prof. Dr. Roman Brylka und Dipl.-Ing. Christian Mayerhofer gegründete Deep-Tech-Unternehmen The Green Bridge hat ein cloudbasiertes Ökosystem entwickelt, das Geoinformationen für Geschäftsprozesse nutzbar macht. Kernstück dieser Infrastruktur ist ein skalierbares Datenmodell, das Geoinformationen eindeutig räumlich identifiziert, in bestehende Systeme integriert, standardisiert aufbereitet und mit Inhalten jeglicher Quellen verbindet. Auf Basis von Big Data schöpft die geointelligente Technologie Potenzial aus: Sie integriert Geodaten zum Beispiel ins ERP für effizientes strategisches Ressourcenmanagement, ins CRM für engere Kundenbindung oder ins SCM für resiliente Lieferketten. The Green Bridge sitzt in Geretsried bei München und beschäftigt weltweit 35 Mitarbeiter.

https://the-green-bridge.com

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