Drainage fürs Denkmal: Der Karl-Marx-Kopf in Chemnitz

Ein bröckelnder Betonsockel und schadhafte Granitplatten hatten das 13 m hohe Chemnitzer Karl-Marx-Denkmal von 1971 nach gut 40 Jahren zu einem Sanierungsfall gemacht. Im Laufe der Zeit führte dort Staufeuchte zu Schäden an Belag und Beton. Rund 75 Prozent des ursprünglichen Plattenmaterials konnten wiederverwendet werden. Auf der Suche nach Ersatz ließ sich sogar der Steinbruch in der Ukraine ausfindig machen, der vier Jahrzehnte zuvor bereits die Originalplatten geliefert hatte. Zusätzlich zur Betonsanierung, die Ende 2011 begann, war zur dauerhaften Entwässerung auch eine Abdichtung geplant, die den Granit vor Feuchteflecken und Unebenheiten durch Eisdruck schützen sollte. Die Natursteine verlegte Dachdeckermeister Frank Friedrich aus Chemnitz im Splittbett auf der kapillarbrechenden Flächendrainage AquaDrain T+ von Gutjahr. Ihre kapillarbrechende Luftschicht verhindert, dass Stauwasser auf der Abdichtung in die Beläge zurückwandert. Auf die 16 mm dicke Drainagematte wurde auf dem abgedichteten Untergrund eine Splittschicht von 50-75 mm Dicke (Körnung  4 bis 8 mm) aufgezogen. Darin verlegte Natur- und Kunststeinbau Herberholz die Granitplatten. 8 mm breite Fugen beschleunigen die Entwässerung der Oberfläche. Das Sickerwasser wird nun auf der Abdichtung zum Rand des Denkmal-Sockels hingeführt, wo es in einem Hohlraum zwischen Betonsockel und den vorgehängten senkrechten Platten in ein Kiesbett abfließen kann.

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