Elastomerlager gegen Trittschall

Wände, Decken, Fenster und Türen können mittlerweile ohne Schwierigkeiten mit einer hohen Schalldämmung ausgeführt werden. Bei Treppen muss man aufgrund der besonderen geometrischen Form und der unterschied­lichen Auflagerbedingungen bei der Planung und dem schallbrückenfreien Einbau sehr viel beachten.

Im Neubau von Mehrfamilienhäusern oder Reihenhäusern wird die Schalldämmqualität des Gebäudes durch die Trittschallqualität wesentlich beeinflusst. Die DEGA-Norm „Schallschutz im Wohnungsbau – Schallschutzausweis“ und die VDI Richtlinie 4100 bieten Planern und Verarbeitern eine wichtige Orientierung. Innerhalb dieser Normen und Richtlinien gibt es sehr unterschiedliche Qualitätsstufen. Das Entscheidende beim DEGA-Schallschutzausweis ist, dass in Form von Schallschutzqualitätsstufen A*, A, B, C usw. die akustische Qualität einer Wohnung oder eines Gebäudes aufgezeigt wird, indem die Schallschutzstufen qualitativ anschaulich beschrieben werden (zum Beispiel „laute Musik noch hörbar“, „Gehgeräusche gerade noch hörbar“ etc.).

Schallschutzverbesserung von 10 dB

Die neue Generation von Trittschalldämmelementen „Tronsole“ des Bauteileherstellers Schöck geht genau auf diese Qualitätsanforderungen ein. Statt aufwendiger Einzellösungen erhalten Planer und Verarbeiter mit der Tronsole ein ganzheitliches und einbaufertiges Schallschutzsystem. Herzstück der Neuentwicklung ist ein Elastomerlager mit verbesserter Rezeptur und optimierter Formgebung für den Einbau. Der Trittschallschutz im Treppenhaus wird damit spürbar verbessert. Im Vergleich mit konventionellen Streifenlagern bietet das neue Elastomerlager am Beispiel der Tronsole Typ T eine Verbesserung von rund 10 dB.

Die neue Produktfamilie Tronsole besteht aus sechs verschiedenen Typen:

Typ T für die trittschalltechnische Trennung von Treppenlauf und Podest
Typ F für die trittschalltechnische Trennung zwischen Fertigteiltreppenlauf und Podest
Typ Q für die trittschalltechnische Trennung zwischen gewendelten Treppenlauf und Treppenhauswand
Typ Z für trittschalltechnische Trennung von Podest und Treppenhauswand
Typ B für die trittschalltechnische Trennung zwischen Treppenlauf und Bodenplatte
Typ L- für die schallbrückenfreie Fugenausbildung zwischen Treppenlauf und Podest oder Wand

Mit der neuen Generation der Schöck Tronsole wird die Qualitätsschallschutzstufe III der Richtlinie VDI 4100 (entsprechend der DEGA-Klasse B) bei Treppen zum Standard. Liegen bestimmte Randbedingungen vor, kann sogar die DEGA-Klasse A erreicht werden. Das gesamte Produktprogramm wird voraussichtlich im Sommer 2013 auf den Markt kommen.

Weitere Informationen zum Qualitätsschallschutz finden Sie unter www.schallschutzausweis.de

Autor

Wolfgang Ackenheil ist Pressesprecher der Schöck Bauteile GmbH, Baden-Baden.

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