Lehmbau nach Norm

Seit August sind erstmals seit 1971 wieder verbindliche DIN-Normen für den Lehmbau in Deutschland in Kraft. Damit gelten folgende nationale Normen für im Werk hergestellte Lehmbaustoffe: DIN 18 945 Lehmsteine, DIN 18 946 Lehmmauermörtel und DIN 18 947 Lehmputzmörtel. Damit ist der älteste Baustoff der Menschheit endgültig im modernen Bauen angelangt. Die Erfahrung im Umgang mit Lehm, besonders in der Denkmalsanierung, war nie verschwunden, man denke dabei nur an die Fachwerkkultur und an zahlreiche historische Gebäude. Auch im ökologisch orientierten Bauen hat Lehm stets eine breite Nutzung erfahren. Jedoch konnte die Skepsis der Verarbeiter etablierter Baustoffe lange Zeit nicht beseitigt werden. Mit der DIN-Normierung wird ein Gutteil der Vorbehalte überwunden. Der Lehmbau wird damit vollständig und unumkehrbar in die Struktur des heutigen Baugewerbes integriert.

x

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 2016-11

Fachmesse Lehmbau auf der denkmal in Leipzig

Lehm besitzt als Baustoff eine lange Tradition. Aufgrund seiner Eigenschaften eignet er sich für eine ressourcen- und umweltschonende Bauweise, weshalb Lehmprodukte insbesondere in der Denkmalpflege...

mehr

Seminare und Schulungen zum Lehmbau

Welche Vorteile Lehm im modernen Bauen und Wohnen bietet, erklärt der Hersteller Conluto in diversen Fort- und Weiterbildungen. Die Seminare, Workshops und Vorträge rund um den Lehmbau richten sich...

mehr
Ausgabe 2019-09

Forschung: Lehmmauerwerk nach Mauerwerksnorm DIN EN 1996/NA?

Ein neues Projekt der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin erforscht die Nutzung von Lehmmauerwerk für den nachhaltigen Wohnungsbau. Ziel der Forschung ist es, das...

mehr
Ausgabe 2010-03

Erste Regensburger Lehm- und Kalkputzvernissage

Das Interesse an der 1. Regensburger Lehm- und Kalkputzvernissage war groß: Über 200 geladene Gäste fanden Ende Oktober vergangenen Jahres den Weg ins Schloss St. Emmeram. Thema der Veranstaltung...

mehr