Verband Restaurator im Handwerk e.V.

Bereits seit 27 Jahren können Handwerksmeister die Ausbildung zum Restaurator im Handwerk absolvieren. 1999 haben sich Restauratoren aus unterschiedlichen Gewerken zum Verband „Restaurator im Handwerk e.V.“ zusammengeschlossen. Mitglied werden kann nur derjenige, der auch Restaurator im Handwerk ist.

Die Eingangsvoraussetzung für die Ausbildung zum Restaurator im Handwerk ist der Meisterbrief im jeweiligen Gewerk. Je nach Ausbildungsstätte dauert die Ausbildung dann ein bis anderthalb Jahre. Danach muss eine Projektarbeit erstellt und eine schriftliche und mündliche Prüfung abgelegt werden. Erst dann darf sich der Absolvent fortan „Restaurator im Tischler-, Maurer-, Zimmerer- usw. -handwerk“ nennen – eine geschützte Berufsbezeichnung, die nur Absolventen mit diesem Abschluss verwenden dürfen.

 

Verbandsgründung vor der Jahrtausendwende

Einige Absolventen dieser Ausbildungen haben sich 1999 zur Bundesvereinigung „Restaurator im Handwerk e.V.“ zusammengeschlossen. Aufnahme in den Verein findet nur der, der die geschützte Berufsbezeichnung „Restaurator im Handwerk“ führen darf. Mittlerweile sind hier etwa 270 Betriebe aus verschiedenen Gewerken aus ganz Deutschland organisiert. In sechs Landesgruppen findet die Vereinsarbeit vor Ort statt: in Bayern/Baden-Württemberg, Berlin/Brandenburg, Nordrhein-Westfalen/Niedersachsen, Sachsen, Thüringen/Sachsen-Anhalt sowie Rheinland-Pfalz/Hessen/Saarland. Die Landesgruppen kommen alle zwei bis drei Monate zu einem Treffen zusammen, um berufspolitische und fachliche Fragen zu erörtern, Fortbildungen durchzuführen und um gemeinsam für sie relevante Ausstellungen zu besuchen. Breiten Raum nimmt natürlich die Öffentlichkeitsarbeit vor Ort ein. Auf regionalen Messen sind die Landesgruppen präsent, am Tag des offenen Denkmals wird der Verband vorgestellt, und es findet eine intensive Kontaktpflege zu den Denkmalämtern und Architekten, die ihren Arbeitsschwerpunkt in der Denkmalpflege und Restaurierung haben, statt. Die Bundesvereinigung ist mit einem Stand auf der denkmal in Leipzig und weiteren Messen vertreten. Einmal im Jahr findet das dreitägige Bundesstreffen statt. Vorträge und der Besuch von Gebäuden, die sich gerade in der Restaurierung befinden beziehungsweise fertig gestellt wurden, bieten den Mitgliedern dort einen echten Mehrwert. Ein weiteres Standbein des Verbandes ist die Zeitschrift „Restaurator im Handwerk“, die viermal jährlich erscheint.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.restaurator-im-handwerk.de

 

Autor

Rainer Leonhardt ist Inhaber der Firma Antike Baumaterialien für Denkmalpflege und Restaurierung in Berlin und Leiter der Landesgruppe Berlin/Brandenburg im Verband Restaurator im Handwerk e.V.

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