Zwei Lagen zwischen zwei Schalen

Gunnar Daumann und Dirk Weisheit setzen beim Bau eines Doppelhauses der KfW-Effizienzklasse 40 nahe Flensburg auf eine Außenwand aus zweischaligem Mauerwerk. Für die Dämmung verwendeten sie die neue Steinwolle-Dämmplatte „Kernrock 033“ von Rockwool.

In der Gemeinde Langballig nahe Flensburg entstehen in einem neu ausgewiesenen Baugebiet Einfamilien- und Doppelhäuser, deren Errichter überwiegend eine Außenwand aus zweischaligem Mauerwerk erstellen lassen. Ein Doppelhaus der KfW-Effizienzklasse 40 bauen hier auch Gunnar Daumann und Dirk Weisheit, zwei erfahrene Fachleute, die einige Häuser im Gebiet gebaut und verkauft haben, einzelne aber auch selbst behalten und vermieten werden.

„Wenn eine KfW-Förderung zu Beispiel für ein Effizienzhaus 40 beantragt werden soll, darf die Außenwand des Gebäudes einen bestimmten Wärmedurch­gangs­koeff­izienten (U-Wert) nicht überschreiten“, erläutert Gunnar Daumann. „Die Wahl der richtigen Wärmedämmung spielt dann eine wichtige Rolle.“ Die für das Doppelhaus ausgewählte „Kernrock 033“ verfügt über eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit. Eine Außenwandkonstruktion aus Porenbetonmauerwerk innen, Verblendklinker außen und einer 200 mm dicken Dämmlage erreicht nicht selten einen U-Wert von 0,15 W/m²K.

Sicher auch bei Schlechtwetter

Wird das Vormauern des Verblendmauerwerks durch eine Schlechtwetterperiode behindert, besteht bei Einsatz einer Kerndämmung aus Steinwolle kein Grund zur Sorge: Die Dämmplatte hält einer direkten Bewitterung mindestens drei Monate lang stand. Das haben Studien der  Technischen Universität Berlin belegt. Mit einer Simulation wurden die Auswirkungen der jahreszeitlich wechselnden Witterungsbedingungen auf die pure Dämmung für alle Klimaregionen Deutschlands mit Windstärken bis 9 Beaufort untersucht.

Hohen Beanspruchungen sowohl aus der UVA-Bestrahlung als auch aus maximalen und minimalen Temperaturen sowie abrupten Temperaturwechseln und kombinierten Starkregen-/Starkwindereignissen widerstand die „Kernrock“, ohne nennenswerte Veränderungen zu zeigen. Auch wirkte sich eine direkte Bewitterung nicht negativ auf die Wärmeleitfähigkeit aus. Simuliert wurde für die Studie eine ungeschützte Bewitterung von drei Monaten. „In unserer Berufspraxis bliebe eine zweischalige Wandkonstruktion allerdings nie so lange unvollendet“, schmunzelt Weisheit, der über Jahrzehnte lange Erfahrung als Bauunternehmer verfügt.

Zweilagig gedämmt

Die Außenwand des Doppelhauses in Langballig dämmten die Bauprofis zweilagig mit einmal 100 und einmal 80 mm dicken Platten der „Kernrock 033“. Um den für die gesamte Dämmdicke von 180 mm erforderlichen lichten Abstand von 20 cm zwischen der inneren Mauerwerksschale aus Porenbeton und dem Verblendklinker zu ermöglichen, wurde mit speziellen, hierfür zugelassenen Mauerwerksankern gearbeitet. Auch wenn die „Kernrock 033“ auf  Wunsch bis zu einer Dicke von 200 mm rationell einlagig verlegt werden kann, bevorzugte der Maurer Max Wozke aus dem Team des Bauunternehmers Weisheit doch eine zweilagige Verarbeitung. „Der zeitliche Mehraufwand für die doppelte Dämmung hält sich bei einem Ein- oder Zweifamilienhaus in Grenzen“, erklärt er. „Und natürlich ist es etwas angenehmer, mit dünneren und damit leichteren Platten zu arbeiten. Die Formstabiität der ‚Kernrock‘ ist auch bei geringen Dicken schon ausgezeichnet.“

Formstabil und robust

In der ersten Lage wurden die Dämmplatten klassisch im Verband verlegt und so auf die Mauerwerksanker aufgebracht, dass sie dicht gestoßen ohne Fuge zur Wand oder der nächsten Platte anlagen. Dank der besonderen Struktur der Steinwolle können die Plattenstöße leicht miteinander verfilzen, was zu einer gleichmäßigen und dichten Dämmlage führt. Die zweite Lage der „Kernrock 033“ wurde fugenversetzt verarbeitet,  was bedeutet, dass keine Fuge über der darunterliegenden sitzt. So wird das Risiko einer möglichen durchgehenden Wärmebrücke minimiert. Um die Dämmstoffplatten in ihrer Position zu sichern, wurden abschließend Kunststoffscheiben auf die Mauerwerksanker geschoben.

Bauunternehmer Weisheit zeigt sich zufrieden damit, dass sich auch die neue „Kernrock 033“ schnell und einfach verarbeiten lässt. „Die Dämmplatten sind ausreichend flexibel und dank der höheren Rohdichte besonders formstabil. Festes Zugreifen oder kräftiges Andrücken an die Wand kann den Platten nichts anhaben und das Aufstecken auf die Mauerwerksanker funktioniert gewohnt sicher und zuverlässig.“

Mineralische Dämmung im zweischaligen Mauerwerk

„Ein zweischaliges Mauerwerk ist bauphysikalisch besonders sicher, ein guter Klinker widerstandsfähig gegen jegliche Witterungseinflüsse“, betont Daumann, der als erfahrener Bauträger schon etliche Häuser mit dieser Außenwandkonstruktion gebaut hat. „Deshalb empfehlen wir unseren Kunden, die Energiebilanz ihres Hauses immer durch eine gute Dämmung zwischen zwei robusten Mauerschalen zu verbessern.“ Bis zu 40 Prozent Wärme gingen bei ungenügender Dämmung über die Außenwände verloren – es mache deshalb Sinn, über deren Konstruktion mit den zukünftigen Besitzern eines Hauses ausdrücklich zu sprechen.

„Um bei der Verarbeitung auf Nummer sicher zu gehen, arbeiten wir seit langem mit Steinwolle-Dämmplatten von Rockwool“, berichtet Bauunternehmer Weisheit. „Dieser Dämmstoff hat aus unserer Sicht extrem viele Vorteile für den Bauherrn, was wir in der Beratung auch thematisieren.“ Gute Leistungen für den Wärmeschutz stünden außer Frage, aber inzwischen ebenso wichtig sei es vielen Käufern, dass die Dämmung ihrer Fassade aus einem nichtbrennbaren und diffusionsfähigen Material besteht. „Steinwolle ist ein nachhaltiger, mineralischer Baustoff, der zu einem gesunden Klima im Haus beiträgt. Außerdem ist sie recycelfähig und hat eine positive Ökobilanz. Das sind Fakten, über die wir mit unseren Kunden sprechen.“

Wärmeleitfähigkeit 033

Nach vielen Jahren, in denen Daumann und Weisheit regelmäßig die bewährte Steinwolle-Dämmplatte „Kernrock“ mit einer Wärmeleitfähigkeit von 035 als Kerndämmung eingesetzt haben, war vor allem der Bauunternehmer gespannt auf die Merkmale der neuen „Kernrock 033“. Für ihn steht fest: „Rockwool hat das Sortiment für die Kerndämmung mit dieser neuen Qualität wirklich sinnvoll erweitert. Mit ihrer geringen Wärmeleitfähigkeit ermöglicht die neue Platte die Herstellung von Außenwandkonstruktionen, die denen mit einer herkömmlichen Kerndämmplatte 035 noch einmal überlegen sind. Gleichzeitig sind die Verarbeitungseigenschaften im Wesentlichen gleich gut, was mir mit Blick auf meine Mitarbeiter natürlich wichtig ist.“

Autor

Dipl.-Ing. Sascha Karallus ist Produktmanager Hochbau bei der Deutschen Rockwool in Gladbeck.

Baubeteiligt (Auswahl)

Bauherr Daumann & Weisheit Immobilien, Flensburg, www.daumannundweisheit.de

Bauausführung Bauunternehmen Dirk Weisheit, Harrislee, www.bauen-mit-weisheit.de

Bauplanung Barth, Wees

Beratung Deutsche Rockwool, Gladbeck, www.rockwool.de

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