tubag feiert das 100. Bestehen auf dem Drachenfels

Für Gerrit Sievert, Aufsichtsrat und Gesellschafter Sievert SE, ist die Marke tubag als Mörtelspezialist eine „kleine Perle in der Nische.“ Mit einem Festakt feierte Sievert SE das 100. Bestehen seiner Marke tubag auf dem Drachenfels.

Rund 300 Gäste genossen bei bestem Wetter den Blick hinunter auf das Rheintal und tauchten ein in die langjährige Geschichte des Unternehmens. tubag hat eine besondere Beziehung zum Drachenfelsplateau: Es wurde von 2009 bis 2013 unter Verwendung von tubag-Produkten neugestaltet.

Gegründet 1922 als Tuffstein- und Basaltlavawerke AG in Andernach, wurden zunächst Natursteine hergestellt. 1928 erfolgte die Fusion mit der Trass-Industrie GmbH in die Tuffstein- und Basaltlavawerke AG. Ein Jahr später wurde das Trasszementwerk in Kruft gebaut. 1937 erfolgte die Namensänderung in Tubag Trass-Zement-und Steinwerke AG.  2004 fusionierte Tubag mit quick-mix.

Beim „tubag Talk“ plauderten Geschäftsführung und Gesellschafter über die Stärken der Marke und das Motto „Tradition trifft Moderne.“  Schlichte Mörtel, hergestellt aus gut geeigneten Rohstoffen: Dafür stehe die Marke. Die Kunden treiben die Entwickler an, „ohne Input geht es nicht.“Zudem gehe es darum, einfach anwendbare Produkte zu schaffen, die auch die Zeiten auf der Baustelle verkürzen. Man müsse innovativ bleiben, betonte Gerrit Sievert.  Mit dem FL-Kalk erweiterte tubag bereits vor 201 das Sortiment um ein Bindemittel für zementfreie Mörtel. Kalk blickt auf eine lange Geschichte als Bindemittel zurück. Er ist wesentlicher Bestandteil der historischen Bausubstanz.

Bewahrung des historischen Bestands

Bauingenieur Josef Axer aus Rheinbach zählte auf, in welchen Bereichen er tubag-Produkte verwendet: Bei Denkmälern, Fachwerken, Stützen und im Garten- und Landschaftsbau. „Es herrscht ein großer Leistungsdruck. Die Kunden sind anspruchsvoll“, sagte er. Susanne Diewald, die als Freiraumgestalterin in der Pfalz arbeitet, betonte, dass Produkte verlässlich sein müssten. 

Dr. Petra Egloffstein, Leiterin der tubag-Objektberatung, erklärte, dass die Bewahrung des historischen Bestandes, die Zukunft sei.  1962 startete tubag seine Tätigkeiten im Bereich der Instandsetzung und Restaurierung historischer Gebäude.  Seitdem wurden Rezepturen für spezielle Bauwerke entwickelt. Für die Dresdner Frauenkirche hatte tubag eine Mörtelrezeptur entwickelt, die speziell auf diese Sandsteine abgestimmt war. Mit dieser Rezeptur wurde auch die Fassade am Berliner Schloss instand gesetzt.

Fachkräfte fehlen auch im Bereich Mörtel

Angesichts der aktuellen Materialknappheit und des Ukraine-Krieges blicke man besorgt auf die Energiepreise. Denn das Brennen von Mörtel verbrauche viel Energie. Da die Sande aus der Region stammen, seien die Lieferketten kurz. Der Klimaschutz treibe auch tubag an. So arbeitet ein Werk mit Photovoltaik und produziere klimaneutral.  

Das „A & O“ ist und bleibe aber der Mensch. Die größte Herausforderung der nächsten Jahre sei es, den Fachkräftemangel zu beseitigen. Denn es fehlten gute Handwerker, die mit Mörtel umgehen können und mit Leidenschaft dabei seien.

www.tubag.de

Autorin

Michaela Podschun ist Redakteurin der Zeitschriften bauhandwerk und dach+holzbau.

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