Kostenloser Sichtbarkeits-Scanner von plancraft hilft Handwerksbetrieben, ihre Online-Präsenz zu verbessern
SEO, GEO, Social Media: Wie können kleine Handwerksbetriebe ihre Sichtbarkeit erhöhen, ohne sinnlos Geld zu verbrennen? Erst kam SEO, dann Social Media, jetzt GEO. Sich neben dem eigentlichen Handwerk in all diese Kanäle einzuarbeiten und dabei den Überblick zu behalten, ist für viele Betriebe ganz schön viel auf einmal. Eine große Agentur braucht es dafür aber nicht zwangsläufig.
Viele Inhaberinnen und Inhaber kleiner Betriebe erledigen Buchhaltung, Datenschutz und Personalplanung parallel zur handwerklichen Tätigkeit. Jetzt soll auch die Online-Präsenz stimmen. Erst war Suchmaschinenoptimierung (SEO) das große Thema, dann kamen Instagram und Facebook, inzwischen geht es um GEO (Generative Engine Optimization), also die Frage, ob ein Betrieb auch dann auftaucht, wenn ein Kunde nicht mehr googelt, sondern ChatGPT oder die KI von Google fragt. Die Zahl der Kanäle steigt, der Tag hat trotzdem nicht mehr Stunden. Und weil kaum ein Betrieb alles gleichzeitig bedienen kann, bleibt am Ende oft vieles, was nicht mit dem Handwerk selbst zu tun hat, liegen.
Von plancraft gibt es einen Scanner, mit dem Handwerksbetriebe ihre Sichtbarkeit im Web überprüfen können
Grafik: plancraft
Dass GEO kein Randthema ist, zeigen die Nutzerzahlen. ChatGPT zählt rund 900 Millionen aktiv Nutzende pro Woche, und bei Google sitzt inzwischen über vielen Suchergebnissen eine KI-Zusammenfassung, die die Frage direkt beantwortet, in den USA bereits bei fast der Hälfte aller Suchen. Für einen lokalen Betrieb heißt das konkret: Wer online einen Maler oder eine Dachdeckerin in der Region sucht, bekommt heute selten noch eine lange Liste von Links. Stattdessen erscheinen ein paar Namen aus der Region, meist eine Handvoll, und in dieser kleinen Auswahl genannt zu werden, ist entscheidend.
Sichtbarkeits-Scanner zeigt, wo Betriebe online stehen
Der Reflex, jetzt in jeden Online-Kanal gleichzeitig zu investieren, ist verständlich, führt aber selten zum erwünschten Ergebnis. Der ruhigere Weg: erst herausfinden, wo der Betrieb tatsächlich steht, und dann dort ansetzen, wo die größte Lücke klafft. Ein kostenloses Werkzeug dafür ist der Sichtbarkeits-Scanner der Handwerkersoftware plancraft. Er prüft ohne Anmeldung in etwa einer Minute, wie ein Betrieb online dasteht, und liefert einen Wert von 0 bis 100, aufgeschlüsselt nach Google-Präsenz, Website-Qualität und lokaler Auffindbarkeit. Dazu vergleicht er den Betrieb mit dem stärksten Wettbewerber der Region und nennt konkrete Sofortmaßnahmen, aber auch das, was schon gut läuft.
Wie aufschlussreich das sein kann, zeigt ein Beispiel aus dem Test: Ein Maler-Betrieb kam auf 53 von 100 Punkten. Webseite und lokale Auffindbarkeit waren ordentlich, die eigentliche Lücke lag woanders: Der stärkste Wettbewerber der Region hatte 157 Google-Bewertungen, der Betrieb selbst keine einzige. Und genau hier schließt sich der Kreis zu GEO: Systeme wie ChatGPT oder die Google-KI ziehen für ihre Empfehlungen dieselben öffentlichen Signale heran, etwa Bewertungen und ein gepflegtes Profil. Wer die gemessene Lücke schließt, taucht mit höherer Wahrscheinlichkeit auch in den KI-Antworten auf.
Was aus so einem Ergebnis folgt, lässt sich in ein paar handfeste Schritte übersetzen. Julian Wiedenhaus, Gründer und CEO von plancraft, hält die Reihenfolge für das Entscheidende: „Die meisten Betriebe scheitern selten an einem einzelnen Kanal. Das Problem ist eher, dass sie ohne Reihenfolge anfangen.“ Sein Rat: zuerst den Ist-Zustand kennen, dann die größte Lücke schließen, bevor das Budget über alle Kanäle verteilt wird.
Wichtig: die eigene Firmen-Website aktuell halten
Nicht jeder Online-Kanal passt für eine Handwerks-Firmen. Laut plancraft sollten Betriebe Schritt für Schritt vorgehen und analysieren, wo ihre Zielgruppe sich im Netz tummelt
Grafik: plancraft
Der erste Hebel ist für die meisten Betriebe das Google-Unternehmensprofil, wichtiger noch als die eigene Website. Viele Kundinnen und Kunden entscheiden schon in der Kartenansicht, wen sie anrufen, und landen gar nicht auf der Webseite. Wiedenhaus empfiehlt, das Profil vollständig zu pflegen: aktuelle Fotos abgeschlossener Projekte, korrekt gewählte Kategorien, ein hinterlegtes Einzugsgebiet und beantwortete Kundenfragen. Das kostet wenig und wirkt sofort: Ein vollständig gepflegtes Profil wird in der Kartenansicht weiter oben ausgespielt und häufiger angeklickt, und es liefert genau die Fakten, die Google und KI-Systeme für ihre Empfehlungen brauchen.
Bei den Bewertungen zählt weniger die reine Menge als ihre Aktualität und die Reaktion darauf. Ein paar Rezensionen aus den vergangenen Wochen wiegen schwerer als 200 aus dem Jahr 2019. Wiedenhaus’ Tipp aus der Praxis: direkt nach der Abnahme um eine Bewertung bitten, am besten per QR-Code vor Ort, und auf jede Rezension antworten, auch auf kritische. Das sammelt verlässlicher als gelegentliche Bitten per Mail und zeigt Interessenten, dass hinter dem Betrieb jemand steht.
Was KI-Systeme bevorzugen
Wer in den KI-Antworten auftauchen will, sollte seine Website in der Sprache seiner Kunden schreiben. KI-Systeme greifen bevorzugt Inhalte auf, die klar aufgebaut sind und konkrete Fakten nennen. Eine Seite, die eine echte Kundenfrage als Überschrift trägt, etwa „Was kostet eine Fassadensanierung?“, und im ersten Satz konkret antwortet, mit Preisrahmen und Einzugsgebiet, landet häufiger in einer KI-Antwort als eine Seite voller Werbefloskeln. Der Nebeneffekt: Derselbe klare Text hilft auch dem Kunden, der sich vor dem Anruf informiert. Wiedenhaus’ Faustregel: eine Leistung pro Seite, kurze Absätze, echte Zahlen statt vager Versprechen.
Zwei Punkte werden dabei oft übersehen. Erstens sollten die Firmendaten überall im Netz gleich sein. Steht der Name mal mit, mal ohne Rechtsform da, kursieren zwei Telefonnummern oder eine alte Adresse in den Branchenverzeichnissen, fällt es Google wie den KI-Systemen schwer, den Betrieb sauber zuzuordnen. Zweitens nützt die beste Sichtbarkeit nichts ohne Erreichbarkeit. Weil die KI ohnehin mehrere Betriebe vorschlägt, hat der Kunde die nächste Nummer sofort parat und wählt dann diese. Feste telefonische Zeiten, ein verlässliches Rückrufversprechen auf dem Anrufbeantworter oder ein KI-Telefonassistent, verhindern, dass mühsam gewonnene Sichtbarkeit auf dem letzten Meter verpufft.
Fazit
Welcher Kanal sich lohnt, hängt am Ende vom Ziel ab. „Nicht jeder Kanal passt zu jedem Betrieb“, sagt Wiedenhaus. Wer ohnehin über Empfehlungen ausgelastet ist, holt mit einem gepflegten Google-Profil und aktuellen Bewertungen mehr heraus als mit täglichen Instagram-Posts. Wer dagegen Nachwuchs sucht und als Arbeitgeber sichtbar sein will, ist auf Social Media oft besser aufgehoben. Je nachdem, ob es um Aufträge, um Fachkräfte oder um Bekanntheit geht, sollte die Prioritätenliste anders aussehen.
Über Julian Wiedenhaus
Julian Wiedenhaus gründete plancraft 2020 gemeinsam mit Alexander Noll und Richard Keil. Die Hamburger Handwerkersoftware bündelt die Büroprozesse eines Betriebs, vom Angebot über Zeiterfassung und Baustellendokumentation bis zur Rechnung, in einer einzigen Anwendung und wird heute von mehr als 30.000 Handwerksbetrieben europaweit genutzt. Zuletzt hat das Unternehmen verstärkt KI-Funktionen ergänzt, die Betriebe bei Kommunikation und Verwaltung entlasten sollen.
